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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIV (1879 / 162)

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sie bei sich hatten, dar; nämlich von Seiten des Kaisers das was zweiunddreissig

 Lastträger zu tragen vermochten, und zwar Hermelin und

Zobelfelle vierzehn Lasten, Siklät fünf Lasten, Atlas und Bundukijj dreizehn

 Lasten. Von Seiten der Genuesen zwei Lasten Säräsinä, sechs Gerfalken

 und einen schwarz und weiss gefleckten Hund, von welchem einige

Historiker sagen, dass er grösser gewesen sei als ein Löwe. Von Seiten

des al-Aschkariij eine Last Atlas und vier Lasten Teppicheß

In der genannten italienischen Monographie ist von mir der historisch-chronologische

 Nachweis geliefert worden, dass unter dem "Kaisern

(el-amberür 2 Pempereor) der römische König Rudolph von Habsburg,

 welcher im Jahre 1275 aus den Händen des Papstes in Lausanne

das Kreuz genommen, zu verstehen sei. Dieses für die deutsche und speciell

 österreichische Geschichte neue und äusserst wichtige Factum einer

rudolphinischen Gesandtschaft nach Aegypten war ich so glücklich nachträglich

 auf Grund einer unsern Historikern unbekannt gebliebenen abendländischen

 Quellennachricht zu bestätigen. Aus einer Notiz des Papiercodex

 nI-listoria mundiu der Stadtbibliothek in Lindau (P. I, l;xNl'. 6)

geht nämlich hervor, dass an der Spitze der im arabischen Berichte erwähnten

 deutschen Botschaft der Predigermönch Burchardus de Saxonia

 oder de rnonte Sion (Graf von Barby), welcher durch seine

Reisen in Palästina und Aegypten als Kenner orientalischer Verhältnisse

ganz vorzüglich dazu berufen schien, sich befunden habe. Er war es

wquem misit gloriosus Rudalphus, Rex Romanarum ad Soldanum Balgy-Ioniae

 (Kairo), pro quodam negotio, a quo benigne receptus fuit.. ..w.

Selbstverständlich kann es hier nur meine Aufgabe sein, den Gesandtschaftsbericht,

 so interessant und historisch wichtig er auch sein

mag, insoweit zu berücksichtigen, als dessen Inhalt auf Gegenstände der

Kunst oder Industrie sich bezieht. Ich werde mich daher ausscbliesslich

nur einzelnen darin namhaft gemachten Geschenken des römischen Königs

Rudolpb von Habsburg, der Genuesen und des byzantinischen Kaisers

Andronikus II. Palaeologus (al-Aschkarill) zuwenden, und den Lesern

dieser Zeitschrift in den folgenden Zeilen Einiges über die zum Tbeil

viel genannten, aber wenig verstandenen Stoifnamen Siklät, Atlas, Bundukijj

 und Särasinä mittheilen. Der Zweck dieser Blätter verbietet es

auch - was hier nahe läge - eine etwaige kunsthistorische Untersuchung

 vollends in das Gewand einer philologischen Kritik zu kleiden,

weshalb es mir gestattet sei, vorerst in leicht fasslichem Ueberblick das

zu bieten, was künftig über denselben Gegenstand ausführlicher und mit

allem kritischen Apparat ausgestattet, in einem Specialwerke niedergelegt

werden soll.

I. Siklät.

Kaum dürfte irgend ein Wort in den mittelalterlichen Schriften des

Orients und Occidents eine so allgemeine Verbreitung gefunden haben,
            
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