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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIV (1879 / 162)

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schenk erworben hat; darunter befinden sich auch jene Gegenstände, welche aus der

Schenkung des Herrn Baron v. Hirsch gekauft wurden.

Von den auf der Pariser Ausstellung theils angekauften, theils von dort zurückgelangten

 Gegenständen wurden ausgestellt: Gobelinbild von Henry Braque nie in Paris;

7 Pilaster- und Wanddecorationen von Guiffard in Paris; - Goldschmuck von Castellani

 in Rom; - galvanoplastische Copie der Bronzethür von der Sacristei der

Marcuskirche in Venedig, ausgeführt von Christofle in Paris; - Hausaltar nach dem

Entwurfe des Prof. Herdtle, Tischlerarbeit von J, Eder, ornamentale Malerei unter

Leitung des Prof. Sturm von dessen Schülern ausgeführt, Altarbild von Prof. Rieser; -

Cassette mit eingelegter Arbeit sammt Tisch von Apollonia in Cortina d'Ampezzo; -

dreitheilige spanische Wand von Prof. E. Donadini; - zwei Schranke und ein Tisch

vom Tischlermeister H. lrmler.

Ausserdem sind neu ausgestellt: Moderne Möbel von J. Klopfer in Wien; -

Tapetenmuster von A. Schütz in Wurzen (Sachsen); - Büste des Herrn R. Ditmar,

modellirt vom Bildhauer V. Tilgner, in Bronze gegossen vom Erzgiesser Hohmann;

- Altar mit Malerei aus dem I5. Jahrh., Eigenthum des Herrn Rabuda in Bleiburg; -

Skelett aus Elfenbein, Eigenthum des Herrn Raffelsberger in Wien; - zwei Gobelins,

Eigenthum des Herrn Grafen Bobrowski; - Glasservice, mit Gold verziert, 18. Jahrh.;

- Gypsabgüsse nach Antiken, darunter die Büste Alexander des Grossen aus der Glyptothek

 in München; - zwei Piquedecken nach Zeichnung des Prof. Herdtle ausgeführt

in der Fabrik von C. Faber in Stuttgart; - persische Metallgefässe und Gerathe, Eigenthum

 des Herrn Postrath Riederer; - Geschnitzte Rahmen und zwei Medaillons von

J. Rieger in Vlfien; - Sopraporta, gemalt von Pietro lsella in Wien; - Liebesgarten,

Copie nach Rubens, gemalt von C. Sinnmayer in Wien; - eine Sammlung orientalischer

 Teppiche von Theodor Graf in Wien; - Radirungen in Gold auf Glas von

Josef Festl in Wien; - Saule aus Labrador-Porphyr vom Steinmetzmeister Hauser

in Wien; - Bronzecandelaber, bestimmt für die Votivkirche, ausgeführt von Dziedzinsky

 und Hanusch in Wien; - Staffelei mit Rahmen von J. Scheidl in Fünfhaus;

 - Fayencebild, englisch, Eigenthum des Museums; - Credenz und Stuhl nach

dem Entwürfe des Architekten J. XVawra, ausgeführt vom Tischlermeister M. Klink

in Wien. - Colossalstatuen der Pallas-Athene und des Helios, bestimmt für die beiden

Kuppeln der neuen Hofmuseen, mndellirt von dem Bildhauer Ben k; von demselben

Künstler Madonna mit dem Kinde und Johannes, ferner ein Wandbrunnen; - drei Reliefs

 für das Grabmal der Gräfin Szticheny in Zinkendorf und eine kleine Copie des

Schubert-Denkmals, modellirt von Prof. Kundmann; - Statue des Rafael Sanzio, ein

Relief, zwei Statuetten, modellirt von Prof. Hähnel in Dresden; -- zwei Pagen. modellirt

 von Bildhauer Tietz in Dresden; - Gruppe von Füchsen, mndellirt von Baron

Vay; - Brunnenaufsatz, Copie des Brunnens von Rafael Donner am Neuen Markt, modellirt

 von Bildhauer Beyer. Särnmtliche Objecte sind in Bronze ausgeführt und wurden

in der k. k. Kunsterzgiesserei gegossen.

lm Saale IX wurden 192 Aquarelle, darstellend Blumen und Früchte, gemalt von

Ant. Hartinger, ferner vom Architekten Hudetz die Concurrenzprojecte für die Häusergruppe

 der Union-Baugesellschaft am Reichsrathsplatz, die Concurrenzproiecte für die Landtagsgebäude

 in Brünn und Lemberg, für den Justizpalast in Wien, für das Rathhaus in

Hamburg, für das Museum in Linz und für die Begrabnisshalle in Wien ausgestellt.

(Besuch des Museums.) Die Sammlungen des Museums wurden im Monate

Februar von i4.4to, die Bibliothek von 2647 und die Vorlesungen von Sri Perso

 nen besucht.

An der Jnbelfeier der silbernen Hochzeit des Allerhöchsten

Kaiserpaares wird sich auch das Museum und die Kunstgewerbeschule mit

einer Adresse betheiligen. Mit der künstlerischen Ausstattung derselben

sind die Herren Professoren l-lerdtle und Donadini betraut; ersterer

liefert den Entwurf für die Enveloppe, welche von Kölbl gearbeitet

wird, Prof. Donadini besorgt die malerische Verzierung des Textes.

Herr Adolf Liebsoher, Zögling der Kunstgewerbeschule (Fachschule für Malerei),

hat bei dem Concurse für Decorationsarbeiten des böhmischen Nationaltheaters, das nach

den Plänen des Architekten Prof. Zitek im Renaissancestyl erbaut wird, den zweiten

Preis erhalten. Herr A. Liebscher, ein Prager von Geburt, hat auch die Ausführung

der Arbeiten übernommen.

(P1'0i38l1s80h1'01bl1ng.) Der k. k. Hofrahmenfabrikant Herr Karl Ullrich hat dem

Director des Oesterr. Museums too Mark in Gold für einen Schülerpreis zur Forderung

der Keramik übergeben, und die Art der Verwendung der YVidmung dem Ermessen des

Diiectorsdüberlassen; der Gegenstand der Preisbewerbung wird demnächst verätfentlic

 t wer en.
            
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