d) Rechtwinklige Proiectionen, mit vorhergehender Erläuterung der
Pyramiden, Prismen, Kegel und Cylinder in den verschiedensten
Lagen zu den Proiectionsebenen neben Schnitten und Netzen dieser
Körper, stets mit Betonung aller jener Momente, welche bei der
Darstellung architektonischer und kunstgewerblicher Obiecte, sowie
ihrer Details später verwertet werden können.
e) Entstehung und Darstellung der Rotationskörper, namentlich Kugel,
Ellipsoid, Wulst und Einziehung. Ebene Schnitte an dieselben,
und soweit möglich, annäherungsweise Abwicklung von Theilen
der Oberllächen.
f) Zusammenstellungen und Durchdringungen der obengenannten
ebenllächigen und runden Körper, und zwar in solchen Combinationen,
wie sie die kunstindustrielle Praxis am häufigsten aufweist.
ä. 79. Die Durchführung der Aufgaben hat mit unbedingtem Ausschlussc
aller zeitraubenden Methoden und Constructionen zu geschehen; die Darstellung
an und für sich mit einfachen Mitteln.
Zweiter Jahrgang.
(Wöchentlich zwei Vortrags- und vier Zeichen-Übungsstunden.)
g. 80 umfasst die Lehre von der Bestimmung der Schatten, sowie von
der Perspective.
Schattenlehre.
g. 81.
a)
b)
Erläuterungen über Schlag- und Selbstschatten und ihre Bestimmung,
kurze Wiederholung der hiehergehörigen, bei der Projectionslehre
besprochenen Beispiele. Einiges über Beleuchtungserscheinungen
im Allgemeinen (Kern- und Halbschatten, Contraste,
Reflexe etc.)
Bestimmung derjenigen Schatten, welche bei parallel einfallenden
Lichtstrahlen von Linien und ebenen Figuren in verschiedensten
Lagen auf die Projectionsebene geworfen werden,
Streich- und Berührungsebenen an verschiedenen Körperformen
und Zusammenstellungen in ihrer Eigenschaft als schattenbestimmende
Ebenen. Constructive Erzeugung von Selbst- und Schlagschattengrenzen
bei Annahme paralleler Lichtstrahlen (Pyramiden,
Prismen, Kegel, Cylinder, Rotationskörper, Durchdringungen und
Körperzusammenstellungen), bei den einzelnen Aufgaben gleichzeitig
auch Hinweis auf die früher erwähnten Gesetze der Beleuchtung
von Flächen.