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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIII (1878 / 149)

Parterre-Localitäten nebst geräumigem Souterrain für dieselbe adaptirt

worden waren. Nebst Vervollständigung der Einrichtung zur Durchführung

 chemisch-technischer und analytischer Arbeiten wurde hiebei durch

Vorbereitung eines Versuchsofens für höhere Hitzegrade und durch Aufstellung

 grösserer Mulfelöfen, eines Emaillir- und continuirlichen Schmelzofens

 Sorge getragen, Versuche nach den verschiedensten Richtungen hin

und in grösserem Maßstabe vornehmen und Industrielle sowie insbesondere

die Kunstgewerbeschnle bei Fertigstellung von Musterobjecten thatkräftigst

unterstützen zu können.

Zwei kunstgewerbliche Zeitfragen.

V o r t r a g ,

gehalten im k. k. Oesterr. Museum am 3. November 1877 von R. v. Eitelberger.

(Fortsetzung)

Es liegen uns zwei Publicationef) vor, die einen schlagenden Beleg

für die kunstgewerbliche Bewegung Deutschlands geben. Die eine behandelt

 die EröHnung des neuen Hamburger Museums für Kunst und

Gewerbe (am 25. September 1877) und die andere ist gleichfalls eine

Festschrift zur Vollendung des neuen Schulgehäudes der königlichen

Kunstgewerbeschule in München. Hamburg tritt mit seinem Museum zum

ersten Male in die kunstgewerbliche Bewegung ein, in München wurde

mit der Eröffnung des neuen Scbulbaues zugleich die Reorganisation einer

älteren bereits bestandenen Lehranstalt vollzogen. An beiden Anstalten

hat das Museum in Wien den lebhaftesten Antheil. denn der Director des

Hamburger Museums, Dr. Justus Brinckmann, hat sich Jahre lang in

Wien aufgehalten und speciell im Oesterr. Museum Studien gemacht und

hat derselbe damals eine lehrreiche Publication "die Abhandlungen über

die Goldschmiedekunst und Sculptur von Benvenuto Celliniu (Leipzig

1867 bei Seemann) veröffentlicht. Die Mittel, welche dem Hamburger

Museum zur Verfügung gestellt wurden, sind sehr bedeutend, wenn man

bedenkt, dass eben Hamburg nur in sehr bescheidenem Masse ein Centrum

für eine kunstgewerbliche Bewegung bilden kann. Dieses Gewerbemuseum

ist direct mit der Gewerbeschule und der Realschule verbunden, so zwar,

dass die Schule mit dem Museum Hand in Hand gehen kann, wie dies

auch beim Oesterreichischen Museum der Fall ist. Die Baukasten des

Hamburger Museums belaufen sich auf 2,4oo.ooo Mark. Die Aufgabe,

welche dieses Institut zu erfüllen hat, ist mit wenigen Worten klar ge-')

 rDas Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Festschrift zur

Erößhung des neuen Museumsgebäudes am 15. September 1877.11 (Hamburg, Verlag des

Museums.) _ pDie k. Kunstgewerbeschule in München. Festschrift zur Vollendung

 des neuen Schulgebäudes im October 1877- (München, Verlag des Museuuß.)

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