Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVI (1881 / 185)

im

Einige Werke der litalienischen Plastik im- 16. Jahrhundert-haben

wir bisher unerwähnt gelassen, um sie im Zusammenhange besprechen

zu können. Es sind die Majoliken der della Robbia und einige Terral

cotten italienischer Bildhauer.

Das Museum besitzt ein Originalwerk aus der Werkstätte der della

Robbia, ein Relief (Madonna mit dem Kinde, Nr. 59) aus dem Besitze

des verstorbenen Kunstfreundes Rudolf Weigel, ferner eine Copie von

Ginori..in Doccitr nach. einem Medaillon von della Robbia in Or san

Michele in Florenz, welche unter denvArcadeny des ersten Stockwerkes in

die Wand eingelassen ist und nur bezüglich lder Wappeniigur von dem

Originale abweicht. Im Saale Nr. VIII belinden sich mehrere Gypsabgüsse

nach della Robbia, worunter ein Medaillen, "Madonna mit dem Kindej

Josef und Johannes, umrahmt von einem Kranze von Blumen" und

Früchten, besonders hervorzuheben ist. Endlich ist noch auf die Beiden

Medaillons (Nr. 65 u. 66) in der Art der della Rohbia hinzuweisen, die

sich ober den Eingangsthüren in die keramische Abtheilung befinden 5").

In sehr anschaulicherAWeise sind Werke der della Robbia in einzelnen

photographischen Abbildungen"), dann bei Dernmin m), Labarte 53), Robinson

 M) und Waring 55) reproducirt.

Auf die Terracotten libergebend, haben wir zunächst ein" Porträt-Blisten

 des Trientiners Alessandro Vittoria della Volpe anzuführen.

Diese: Künstler war einer der größten venetianischen Decorationsv Bildhauer,

 ein Schüler Jacoppo TattPs (Sansovino) und intimer Freund Tizians.

Die Büsten (Nr. 60 -62) stellen Mitglieder der venetianischen Familie Zorsi

dar, zeigen noch Spuren ivon Vergoldung und Bemalung 5'), und eine

davon (Nr. 61) trägt auch die Signatur des Meisters i"). Ferner finden

wir zwei Terracotta-Blisten, männliche Porträts aus dem 16. Jahrhundert

(Nr. 63 Pius V. darstellend und Nr. 64.). von unbekannten italienischen

Meistern, und zwei Copien italienischer Originale aus dem 1,5. Jahrhundert

 von Ginori in Doccia, die Porträt-Büsten der Luisa Strozzi und

Piccarda Donati (Nr. 29 und 30).

5') Hier sei auch erwähnt, dass der erste Vcrsüch, diese keramischen Kimstwerke

in Oesterreich einzuführen, vom Oesterr. Museum gemacht wurde", indcni" es in der

Wienerberger Flbrik nach K0sch'schem Verfahren jene PortrM-Mednillons anfertigen ließ,

die den Fries des Museums zieren. ' h" ' -' 3

") Sechzehn Photographien, worunter der Fries vom Oapedxde dei Cegipo iu'Pistoja

besonders bemerkenswerth. ' ' - 4 "

5') Hist. cer. Pl, LXIX und LXX.

5') Arts induscr. ll. PI. CXXIII. ! ' -

5') J. G. Robinson, Italinn Sculpture. - '74!" - ' '

ü) Sculpture Pl. s, - Die Abbildungen bei Perkins SculpQlÄälÜbriligän dazu

nichts Neues. 5': J

5') Vermuthlich waren die Fleischpartien vergoldet und das (H21

H) ALExAN-VICTQRIA-F- 5


            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.