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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVI (1881 / 185)

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auf einem unserer modernen Thonwaarenlagerlgegenüber einen; "kkramij

sehen Museunn, in dem. die Werke "der (Vorzeit auüaewahrrwerden, klar

und deutlich-  r . r r " l " i "i '

„ Soll. ich Beispieleillir die Schnelligkeit der Fabrication undxdarnit

Verbilligung der Erzeugnisse bringen? 2 " -' ' ' _" " "

Heute arbeiten Ziegelmaschinen, die täglich 2o-3o.ooo Ziegel formen}

lngFayenWflbriken vvemxag du Arbeiter mit zwei Gesellemtäglichliin ro

Arbeitsstunden) 30001 Dessertteller zu pressen: Die großeFabi-ik von Creil

in Frankreichliefen I2. solcher Dessertteller um den Preis van r Franc.

Bapterosse, der. Erfinder der Porzellanknöpfefdie min in unglaublichen

 Mengen verbraucht werden, macht mitieiner seiner Maschinewtäglich

 61.10.0010, Stück. „ V , ' "l

Und so könnte man die Reihe solcher, beinahe absurd erscheinenden

Leistungen beliebig verlängern. -' ' i ' -

Es zeigen diese drastischen Beispiele„ wie sich aus dem altenTöpferhandwerk

 eine ganz gewaltige Industrie herausgebildet hat; mit: dem ganzen

Gepräge der Neuzeit, mit der Möglichkeit, massenhaft und billig zu produciren,

 wo es gilt, Objecte für den rein praktischen Bedarf zu schalfen.

" Eine andere Fortschrittsreihe, andersin der Richtung und Arg-werden

wir 111 der Keramik da linden, wo sie sich die Aufgnbestellt, mit ihren

Producten zunächst das ästhetische Bedürfniss zu befriedigen, {nro bei

ihren Gebilden das Schönheitsmonient, vor Allem maßgebend, die praktische

 Verwendung oder Verwendbarkeit des Geschatfenenerst in zweiter

Reihe in Frage komütt._Es isediesd- ich möchte sageny- Keramik ffu;

den Luxus; wir haben'heute_'das Wort uKunst-Keramiku dßfüß:  A,

Natürlich laufen die beiden Wege der Entwicklung in unserer Industrie

 nicht geradlinig auseinander,"neinfeher parallel. 'Sieis hliingeln

und winden sich, berühren und' kreuzen sich stellenweise, senden beider-v?

seits Nebenwege ab, Y die sich bald dauernd vereinigenhiund 'gve'r"adie_

hier, wo] Technik und Kunslt zusammengehen, da sind wie {f

unserem richtigen Feldej da ist's, wo wir vorn modernerfKünstge

den wahren, richtigen "Segen erwarten. ' " b "i _:' " 1

Heute hat das Kunsthandwerksich nicht mehr damit! zu'be'gn_ügen,_

für eine "kleine bevorzugte CIESSQ wKunststlickeh zu arbeiten und ander.

bitteren Pille des alten Sprichwortes nOhne Gunst ist Kunst. sunstiu;

zu schluckenwlmmer werden größere Eixizelkunstwerke alsideij unmitteLi

bare Ansüuss künstlerischen Genie's, als Obiecte, an derienkich die Kraft!

des Künstlers m: entfalten kann, dlS höchste ZieldesKuristhai-idwelrks bleiben":

Aber der größte Werth dieser Kunstwerke ist nicht in ihnen selbst!

gelegen; i _ ' _ 1"" 

Die an solchen Einzelk unstleistun gen wie an denlMustern

der Vorzeitgewonnenen oder geläuterrenificlrönheirsbeglriffea

verbreiten,.verallgeme'in'ern sich, "dringen in alle Gewerbe:

leiten du consurnirende Publicum. ' '



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