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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 196)

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Oefen geboten werden. Wenn schon die Exposition des Hof-Thonwaaren-Fabrikanten

 E. Fessler in der soeben eröffneten Weihnachts-Ausstellung

des k. k. Oesterr. Museums die Unterstützung dieser Werkstätte durch

den ergebenst Gefertigten nach chemisch-technischer Richtung hin documentirt,

 so werden in kürzester Zeit Ausstellungsgegenstände von derselben

 Firma in der neuen Rustik-Technik den weiteren Fortschritt in

dieser Branche zeigen. Die neue Emailtechnik auf Eisenblech, welche von

dem ergebenst Gefertigten erfunden und von welcher Musterobjecte bereits

in den Ausstellungsräumen des Oesterr. Museums vorliegen, wird gegenwärtig

 von demselben mit W. A. Haardt in dessen Fabrikslocale, Taborstraße

 xz, für den fabriksmäßigen Betrieb eingerichtet, wodurch ein ganz

neuer Industriezweig in Oesterreich geschaffen wird.

Ferner mögen Erwähnung finden die vielfachen Begutachtungen und

Expertisen, zu welchen der ergebenst Gefertigte auf amtlichem Wege

sowohl von Seite der löbl. Direction des k. k. Hauptzollamtes als vom

Präsidium des löbl. n. ö. Gewerbevereines aufgefordert wird und welchen

derselbe in hereitwilligster Weise nachkommt.

III. Beziehung der Anstalt zu den Staats-Gowerheschulon und Fachschulen.



In dieser Beziehung ist in erster Linie die k. k. Staats-Gewerbeschule

in Salzburg zu bezeichnen, deren Director, Herrn Carnillo Sitte, von

Seite des ergebenst Gefertigten nach erfolgter Bewilligung des hohen

k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht die kräftigste Unterstützung

auf dem Gebiete der keramischen Techniken zugesagt wurde und zur

gewünschten Zeit persönlich an der Staats-Gewerbeschule selbst jene Einrichtungen

 zu treffen, auf deren Basis den dortigen keramischen Werkstätten

 directe Unterstützung geboten werden kann. Bereits wird ein

größeres Ausstellungsobject, welphes an dieser Schule in Rohwaare angefertigt

 wurde, an der Versuchsanstalt nach Angabe der Art der Etnaillirung

fertig gestellt, um dann bei dessen Ausstellung in Salzburg Anregung

zur fortschrittlichen Bewegung der dortigen Thonwaarenindustrie zu geben.

Während der Ferienmonate dieses Jahres wurde auf Wunsch des

hohen k. k. Handelsministeriums der Architekt Ritter v. Sikorsky in

der Kenntniss der zur Majolikafabrication verwendeten Rohstoffe, deren

Verarbeitung und in der Aufbereitung von polychromen Glasuren unterrichtet,

 zum Zwecke seiner künftigen Stellung als Leiter der keramischen

Werkstätte in Colomea.

Ebenso benützte Herr E. Hartl, Leiter der Fachschule in Haida,

die Ferienmonate, um unter persönlicher Leitung des ergebenst Gefertigten

 sich an der Versuchsanstalt selbst in den verschiedenen Techniken

praktisch zu unterrichten, und seine diesbezüglichen Erfahrungen zunächst

an seiner Schule zu übertragen.
            
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