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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 196)

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christliche Welt machen; dasselbe ist aus dem Nachlasse Führiclfs von seinem Sohne 
Lucas pietatvoll publicirt. Die Zeichnungen, welche Führich mit zitternder Hand aus- 
geführt hat, wurden von einem seiner Schüler, E. v. Luttich, mit der Feder meister- 
haft für den Lichtdruck übertragen. 
Plastische Ornamente der italienischen Renaissance als Vorlagen für Schule 
und Werkstatt herausgegeben von C. Grunow. I. Liefg. Berlin, 
E. Wasmuth, 1881. F01. 
Musterblätter für Holzmalerei. Mit 34 dem praktischen Gebrauche ent- 
lehnten Gegenständen in natürlicher Größe gezeichnet von Toni 
Teschendorff. Berlin, E. Wasmuth, 1881. Fol. 
Es ist fast nicht mehr zu verlangen, dass die erstgenannte der beiden Publicationen 
lauter neue Aufnahmen italienischer Ornamente bringe. Das ist auch nicht die Aufgabe, 
welche sich der Herausgeber gestellt hat. Seine Absicht - und diese ist jedenfalls anzu- 
erkennen - geht darauf hinaus, die Ornamente groß, mit möglichster Deutlichkeit zu 
liefern für die Schule und für die Werkstatt, denen mit kleinen Abbildungen nicht gedient 
ist und die sich die größeren Werke von Teirich und Meurer nicht anschaffen können. 
Die Lichtdrucke sind ausgezeichnet und der Preis von 1a Mark für 10 Großfolio-Blatter 
sichert dem Unternehmen einen guten Erfolg. Im Ganzen werden 6 Lieferungen erscheinen. 
Ein günstiges Prognosticon dürfen wir wohl auch Teschendorfs Vorlagen für 
Holzmalerei stellen. Die Muster, welche hier geboten werden, sind im Allgemeinen 
recht geschmackvoll und richtig im Charakter von intarsia gehalten, ohne sich durch die' 
Leichtigkeit der Technik auf das Gebiet des Figürlichen vorzudrängen. Für Dilettirende 
und gewisse Classen von lndustrieschulen ist also auch dieses Werk bestens zu empfehlen 
- Festschriften aus Anlass der Eröffnung des Kunstgewerbe- 
Museums in Berlin. Es sind deren zwei erschienen, eine officielle und eine zweite 
von den Herren Lippmann und Bode ausgehendJ Die erstere, reich ausgestattet 
und illustrirt, gibt die allgemeine Entwicklung des Museums, einen Bericht über die 
Sammlungen und die Bibliothek dieser Anstalt, eine Beschreibung des neuen Baues, in 
welcher besonders eingehend des Architekten Gropius, des Erbauers des Museums, 
gedacht wird, welcher bekanntlich die Vollendung des Baues nicht erlebte. Den Schluss 
der Festschrift bildet ein Bericht über die Vorstandschaft und über die Kunstgewerbe- 
schule. An der letzteren (mit einigen Vurbereitungs-, Compositions und Fachclasseri) 
wirken gegenwärtig 16 Lehrer. 
Die von den Herren Friedrich Lippmann und Bode verötfentlichte Festschrift 
bringt wPeter Fl6tner's Kunstbuch- in einer ganz vorzüglichen Reproduction. Da 
diese Festschrift auch im Buchhandel erschienen ist, so wollen wir nicht unterlassen, 
dieselbe allen Gewerbe- und Kunstgewerbeschulen wegen ihrer Verwendbarkeit für Zeichner 
auf das Wartnste zu empfehlen. 
- Wiener Dombauvereinseßlatt. Nr. 6 vom 8. December v. J. enthält: 
Die älteste Beschreibung der Metropolitankirche von St. Stephan. - Vereinsangelegen- 
heiten, - Verzeichniss der Mitglieder, Theilnehmer und einmaligen Spenden. (Forts.) - 
Abbildungen des St. Stephans-Domes und seiner Kunstdenkmale, zusammengestellt von 
Franz Ritter. (Forts.) - Berichtigungen. ' 
KLEINERE MITTHEILUNGEN. 
(WeIhnaehts-Ausstellung im Oesterr. Museum.) Se. Majestät 
der Kais e r, Ihre kais. Hoheiten Kronprinz Rud olf und Kronprinzessin 
Stephanie, die durchlauchligsten Herren Erzherzoge Ca rl L udwig, 
Ludwig Victor, Rainer und Wilhelm beehrten die Ausstellung 
in den jüngsten Tagen mit einem Besuche und geruhten zahlreiche Ein- 
käufe zu machen. Auch Se. Exzellenz der Herr Unterrichtsminister Baron 
von Conrad besichtigte eingehend die Ausstellung und besuchte sodann 
die Bibliothek der Anstalt. Der Katalog enthält die Namen von 2x9 Aus- 
stellern, mit Angabe der von ihnen beigestellten Objecte.
	        

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