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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 199)

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welche sich seinen lllustrationen zu Thausings Dürerbuch, zur Festschrift auf die Einweihung

 der Votivkirche und zum Ornamentstich-Katalog des Museums würdig an die

Seite stellen wird.

Wüh. Heinr. Ludwig Grauer, Director der königl. Sammlung der Kupferstiche

und Handzeichnungen, Professor an der künigl. Akademie der Künste, starb am 27. Februar

 in Dresden. Das nDr. l- berichtet über den Verstorbenen: Er war am 2.4.. Febr. 180i

in Dresden geboren, widmete sich anfangs der Malerei unter der Führung Klinger's, bezog

dann die Akademie und ging in speciellem Anschluss an Krüger zur Kupferstecherei über.

Er besuchte, in seiner Kunst arbeitend, Frankreich, Spanien und England, dann Prag,

Mailand (wo Anderloni und Longhi wirkten) und Rom (wo ihn das Studium nach Marc

Anton anzog]. Seine Prachtwerke: vFresco decorations and stuceds in ltaly- und nThe

deeorations of the garden pavillon in the grounds of Buckingham-Palace- (1844 u. 1346)

gaben damals bereits Zeugniss von der Klarheit und Correctheit seiner künstlerischen

Reproductionen. Wie er schon das zweite dieser Werke auf besondere Veranlassung der

Königin Victoria geschalfen hatte. erhielt er auch jetzt wieder Auftrag von der britischen

Regierung, zum Behuf von Vorlegeblattem in Farbendruck ein Prachtwerk nach den

besten Mustern Italiens zusammenzustellen, das t85o unter dem Titel nSpecimens of ornamental

 art- erschien Auch bei der Herausgabe des Layard'schen Werkes über Ninivehführte

 er die künstlerische Directive. Noch seien genannt sein x-Christus am Oelbergenach

 Rafael, seine IRafaeI-Karyatidenu, die nßasreliefs vom Dom zu Orvietou, 1A Seiection

of the Art Treasures in the green Vaults at Dresden-l und vThe Terracotta Architecture

of North ltalyv. Noch viele andere Editionen verdanken seiner geschickten Hand ihre

Entstehung, und es war ihm vergönnt, ein reiches Künstlerstreben durch Fleiß und Gewissenhaftigkeit

 in der Arbeit zum Abschlusse zu bringen.

(Pflege der Knnstdenkmalor in Prenssen.) Die preußische Gesetzgebung auf

dem Gebiete der Erhaltung der Denkmäler ist auch noch eine sehr vage und bedarf der

Reform. Der Cultusminister v. Gossler scheint der Angelegenheit warmes Interesse

entgegen zu bringen und plant eine gründliche Organisation in Art einer Centralcommission,

 in welcher die heute noch ohne Zusammenhang mit Fonds dotirten Provinzialund

 Communalverbände eingegliedert werden sollen. ln der Landtagssitzung vom 13. März

fand zunächst sein Antrag auf Bewilligung eines neuen Rathes für das Decernat über die

Kunstdenkmaler an Stelle des bisherigen Conservators der Kunstdenkmaler eine beifallige

Aufnahme.

dB aus alter Zelt.) Man schreibt aus Znaim: Gelegentlich einer Erdaushebung

 für den Bau eines Kellers in der Nahe des alten v-Heidentempelsu (bekanntlich

eine romanische Rundcapelle) stieß man in einer verhaltnissmäßig nicht sehr dicken, dafür

aber breiteren Erd- und Aschenschichte auf Eisengerathe, Thonscherben mit eigenthümliehen

 Ornamenten, Thierknochen aller Art, roh und bearbeitet, und zwar letztere in

solcher Menge, dass die bei der Aushebung beschäftigten Arbeiter mit dem Erlos dafür

ganz zufrieden sein konnten. Außerdem fanden sich vor: eine Anzahl von thonernen Spinnwirteln,

 mehrere kegelförmige Webstuhlgerathe, zwei Bronze-Armreifen und ein Fingerring

 von eigenthümlicher Arbeit, Beinpfriemen, ein ebensolcher Spielwürfel, Bruchstücke

von durchbohrten Steinhämmern u. s. w. Ein Theil der Fundgegenstande konnte dem

städtischen Museum übergeben werden, während der größere Theil unter der Hand von

Privaten acquirirt wurde.

Hinzu als Beilage: '

Jahresbericht des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und Industrie

für 1882.

Sdbßverhg des k. k. Ocuerr. Muleum: Ei: Kuml und Industrie.

lumamdmul von Cul 0mm. Sohn u. Wim.
            
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