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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVII (1882 / 201)

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mäßigen, gewissermaßen in bestimmte Grenzen einzuschließen, unterliegt

wohl keinem Zweifel.

Hieraus kann weiter gefolgert werden, dass es als wesentlichste Bedingung

 für die Erhaltung der metallenen Denkmäler und Erzielung einer

schünen Patina betrachtet werden muss, die Monumente möglichst rein

zu halten und sie gewissen secundären Einflüssen der accessorischen Bestandtheile

 der Atmosphäre zu entziehen. Abwaschen und öfteres Abreiben

mit reinem Oliven- oder Knochenöl hindern die Bildung des dunklen,

unangenehmen Ueberzuges und wirken wohl in der Weise, dass die überaus

dünne, den Staubansatz nicht begünstigende, adhärirende Fettschicht das

Anhaften von Feuchtigkeit hindert, durch welche sich leicht Staub befestigt

 und Gase absorbirt werden.

Uebrigens darf man auch nicht vergessen, dass sich eine schöne

Patinaschichte leichter auf der glatten als auf einer aufgerauhten Metallfläche

 bildet, somit der Zustand der Erzoberßäche von wesentlichem Eintluss

 auf die Schönheit des Überzuges ist.

Elsner's Ansicht, die Patinabildung müsse, um ein schönes Resultat

zu erreichen, künstlich unterstützt werden, wie angeblich auch im Alterthum

dieser Process künstlich eingeleitet und sorgfältig gepflegt wurde, kann,wenn

sie auch richtig sein sollte, dem Gesagten nicht widersprechen, da es sich

auch hier zunächst um eine sorgfältige Pflege, also jedenfalls um das

Ausschließen der nachtheilig wirkenden Agentien handelt, welcher Vorgang

allerdings in diesem Falle unter gleichzeitiger (künstlicher) Hervorrufung

günstiger Verhältnisse vorausgesetzt wird.

Die Mittel, welche man vorgeschlagen und zum Theil bereits angewendet

 hat, um Erzstatuen gut zu erhalten und die Bildung einer

schönen Patina zu fördern, sind ziemlich zahlreich, müssen jedoch, wenn

sie in Anwendung kommen, mit Vorsicht benützt werden. Man darf dabei

nie vergessen, dass die echte, sog. edle Patina ein gefärbter Ueberzug

ist, welcher seiner Wesenheit nach aus einer Kupferverbindung besteht, die

aus dem Kupfer der Bronze selbst durch die Einwirkung des Sauerstoffes

und wohl auch der Kohlensäure der Luft gebildet wird, wobei jedoch gewisse

accessorische Bestandtheile, wie Ammoniakverbindungen, dann Chlorverbindungen

 (z. B. Chlornatrium und Salzsäure in der Nähe von Salinen), ferner

Nitrate und Nitrite ebenfalls eine hervorragende Rolle spielen.

Die Farbe dieses Ueberzuges ist verschieden: grün oder grünblau,

dann gelblich-braun bis rothbraun und roth. Die erstgenannten Farben

entsprechen einem basisch-kohlensauren Kupferoxyd, also einer dem Malachit

 oder dem Kupferlasur analogen Verbindung; die letzteren rühren vornehmlich

 von Kupferoxydul her und entstehen ausschliesslich durch einen

Oxydationsprocess, während die früher erwähnten unter gleichzeitiger Einwirkung

 von Kohlensäure und dem kohlensauren Ammoniak der Luft sich

bilden. Es ist daher leicht erklärlich, dass die Behandlung mit Salmiak

oder essigsaurern Kupfer oder dem weinsauren Kali-Kupfer-Ammoniak
            
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