zusammenlreten. Auch hat die Direction des Museums die Gelegenheit
wahrgenommen, die bedeutendsten der ausgestellten Objecte zeichnen oder
photographiren zu lassen. Es ist jedoch selbstverständlich und braucht
kaum besonders betont zu werden, dass diese Aufnahmen nur mit
specieller Erlaubniss der Herren Eigenthiimer der ausgestellten Objecte
statthnden werden und sind in dieser Beziehung (auch dem Aufsichtspersonal
bereits die strengsten Weisungen gegenüber den Besuchern der
Ausstellung ertheilt worden.
Fachschule für Bronzearbeiter.
Die Gesellschaft zur Förderung der Bronze- und Eisen-Kunst-lndustrie
veröffentlicht für ihre und die Mitglieder der Genossenschaft der Gürtler
und Bronzearbeiter in Wien eine kleine Denkschrift, in welcher die Nothwendigkeit
einer Fortbildungsschule für Bronzearbeiter erörtert wird. Wir
heben im Folgenden einige Punkte aus der Denkschrift hervor. Vorerst
wird die Frage erörtert, ob eine Fortbildungsschule für Bronzearbeiter
in Wien nothwendig ist.
nSElt zwei Jahrzehnten haben die eigenartigen, von fremdem Geschmacke
unabhängigen Erzeugnisse der heimischen Bronze-Industrie sich
auf dem Weltmarkte neben der französischen Waare Eingang zu verschaffen
gewußt und es ist wahrlich kein Wunder, dass hiedurch die Aufmerksamkeit
anderer, die Wichtigkeit der Pflege kunstgewerblicher Thätigkeit
in wirthschaftlicher Beziehung anerkennender Länder erregt wurde,
in Folge dessen jetzt eine mächtige Concurrenz erwächst (namentlich in
Deutschland), welche uns zwingt, mit allen Kräften das gewonnene Feld
zu behaupten.
Eines jener Mittel, welche uns in diesem Concurrenzkampfe zu Gebote
stehen, das aber unbedingt förderlich sein muss, ist: eine tüchtige
Fachbildting. -- Aber nicht nur Einzelnen, welche Mittel genug besitzen,
um die Kunstgewerbeschule besuchen zu können, nein, Allen soll eine
solche Fachbildung zu Theil werden; denn wie heute die Dinge liegen,
kann ein Meister, welcher einen Lehriungen, und wäre es der eigene Sohn,
in seiner Werkstätte nach altem Brauche tüchtig heranbildet, nicht mehr
über dessen Zukunft vollständig beruhigt sein.
Heute gibt es, wie so Mancher fühlen wird, noch sehr Vieles zu
lernen, welches mit bestem Willen nicht am Schraubstocke beigebracht
werden kann.
Darum muß es die Gesellschaft zur Förderung der Bronze- und Eisen-Kunst-lndustrie
als ihre dringendste Pßicht erachten, die Errichtung einer
Fachschule für Bronzearbeiter nicht nur anzuregen, sondern auch irn
Vereine rnit der Genossenschaft der Bronzearbeiter rastlos und nach besten
Kräften zu betreiben, an welchem ebenso edlen und gemeinnützigen als