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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 218)

546

Decbr. 6.

1: 13

n 20

XI 

1884. Jänner 3.

. Univ.-Prof. Dr. J. Karabacek:

Dr. Em. Löwy: wUeber Bronzen der Antikem

. Custos Dr. A. llg: nUeber die österr. Bronzen der Hoch-Renaissance

 und Barockzeitm

v Ue ber orientalische

Bronzenß

. Director Stingl: "Ueber Theorie und Praxis im Gewerbem



Director C. S i t t e:

Formenlehrem

hGeschich te der architektonischen

v 10. u. 17. Reg-Rath .l. Ritter v. Falke: vUeber Anlage

öffentlicher Gärten."

v 24. Custos Eduard Chmelarz: wUeber die Hauslalfsche

Sammlung."

n 31. Dr. M. Much: nUranfänge der Metallurgie, im Besonderen

 der Bronzetechnik.

Februar 7. H. W. Auer: "Ueber das neue Parlamentsgebäudem

w 14.. Prof. Georg Niemann: v-Ueber archäologische Expeditionemu



v 21. u. 28. Prof. Dr. Fleischl! vUeber die Bewe-'

 März 6. 13. 20. 27. gungen der Menschen und Thierem

Literaturbericht.

Hrachowina, Carl: Initialen. Alphabete und Randleisten verschiedener

Kunstepochen. Als Publication des k. k. Oesterr. Museums für Kunst

und Industrie verlegt von C. Gräser, Wien 1883. Fol.

Zum zweitenmale seit Jahresfrist haben wir Veranlassung, auf eine neue Publication

des ruhig, aber rastlos schaiTenden Professors unserer Kunstgewerbeschule hinzuweisen.

Galt es ihm mit seinem Wappenbüchlein einem beschränkteren Gebiete der Verzierungskunst

 mustergiltige Beispiele älterer Zeit vor Augen zu führen. so ist diesmal sein

Augenmerk auf ein weiteres und viel wichtigeres Ziel gerichtet. Die Schreibkunst

liegt ja gar sehr im Argen und wenn im bürgerlichen Leben der Individualismus in

den Schriltzugen gegenüber der langweiligen Einförmigkeit der sogenannten amerikanischen

 Schrift noch ein Vorzug zu nennen ist, so wird doch gewiss Niemand den

unförmlichen Blockschriften auf den meisten Firmatafeln oder der unleserlichen und

dabei unschönen Architektenschrilt auf Zeichnungen u. s. w. das Wort reden wollen.

Es ist hechste Zeit, dass in dieser Richtung für Schulen, Schildermaler u, s. w. etwas

Gediegenes als Vorlagenwerk verötfentlicht werde. Darum begrüßten wir seinerzeit

Camillo Sitte's Initialenwerk mit aufrichtiger Freude. Aber dasselbe stellt blos den Canon

für die Renaissancelettern auf, und diese sind bei dem Stylreichthum unserer Tage,

welcher sich auch in Druckwerken, Huldigungsadressen u. dgl. offenbart, doch nicht überall

anwendb. . Gerade an Zierschriften der verschiedenen Style ward bisher eine gute Publication

 vermisst und darum wird das neue Werk Hrachowina's überall willkommen geheißen

 sein, weil es sich zur Aufgabe stellt, den großen Reichthurn der Museumsbibliotliek

an Schriftwerken und Initialen aus Büchern durch gute Reproduction auch denjenigen

nutzbar zu machen, welche die Originale selbst nicht studiren können. Bringt doch die

vorliegende erste Lieferung auf 8 Tafeln bereits mannigfache Muster: Gothische Schriften,

die unvergleichlich schönen Initialen, welche dem Geclfrcy Tory zugeschrieben werden,

Theodor de Bry's -Kunstliches Alphabet, gezirt mit schönen Figuren, deren Jede sich

auf seinen Buchstaben accommodirt- vom Jahre 1545, italienische und an diese anschmiegende

 spanische Initialen des XVI. Jahrhunderts und ein Blatt mit Zierbuchstaben aus

Joh. Daniel Preisler's Orthugraphia aus dem XVIII. Jahrhundert. Das ganze Werk wird
            
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