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Volltext: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

XXXVIH. 
Leinengewebe. 
Wir haben in diesem und dem folgenden Artikel 
von zwei Arten der Weberei oder vielmehr des Ge- 
spinnstes zu reden, die sich darin gleichen, dass sie 
sich beide abwehrend gegen die Farbe verhalten, von 
den Leinengeweben und von den Spitzen. Ihre Kunst 
mittel sind die bescheidensten von der Welt; die eine 
zeichnet nur weiss auf weiss und macht durch mattes 
Ornament auf blanker Fläche oder umgekehrt ihre 
Decoration sichtbar, die andere hat gar nur die dichtere 
oder dünnere Lage der Fäden und ihren verschiedenen 
Lauf zur Verfügung. Und doch sind beide trotz dieser 
überaus effectlosen Mittel Stolz und Freude unserer 
Hausfrauen, Lust und Entzücken unserer Damen. 
Bei der Leinwand wenigstens brauchte das nicht 
gerade so zu sein, und es war auch nicht immer der 
Fall. Vor Zeiten wetteiferten Stickerei und Weberei, 
das leinene Haus- und Tischzeug mit echten, wäsche 
haltigen Farben zu verzieren, und die edelsten Damen 
füllten die Stunden ihrer Müsse mit der Stickerei ihres 
Leinenzeuges aus. Manch tüchtig Stück dieser Art von 
festem Faden ist uns selbst noch aus dem Mittelalter
	        
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