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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XX (1885 / 233)

aau

den Fensterpfeilern dieses Saales und sind durch diese Aufstellung der Benutzung und

dem Studium zugänglicher gemacht.

- ln den Räumen des Wiener Kunstgewerbevereines wurde neu ausgestellt:

 Eine Serie Glssgegenstande von J. 6: L. Lobmeyr; - verschiedenes Porzellanservice

 nach Alt-Wiener Art von E. Wahliß; - gestickter Behang eines Toilettetisches

von Kunz und Mössm er; - neue Serie von Porzellangeschirr von Knoll; - neue

galvanoplastische Gegenstände von C. Haas; - eine Collection Bronzegegenstände von

Clemens Lux: - Salonkasten von Stefan Schulz; Sitzmbbel von J. Klßpfer.

(Geschenke 8.11 das Museum.) Die Porzellanrnaler Rädler und

Pilz haben dem Museum drei Musterteller aus verschiedenen für die

Familie Rothschild von ihnen angefertigten Servicen in Alt-Wiener Manier,

reich mit aufgeböhtem Gold verziert, zum Geschenke gemacht.

(Ankäufe auf der Weihnaohts-Ausstellung.) Schale und Becher

von Silber mit figuralem Decor ausgestattet, in getriebener Arbeit von

Sobota in Wien; moderne Glasarbeiten von Lobmeyr; Dessertteller

von Wallis.

(zur Ausstellungsifmge.) In der am 3. v. M. abgehaltenen Sitzung

des Curatoriums des Oesterr. Museums theilte Reg-Ratb. Bucher

die von dem Comite zur Regelung des Ausstellungswesens in seiner

Sitzung vom ig. December v. J. gefassten Beschlüsse mit, welche dahin

gehen, dass der Gedanke einer kunstgewerblichen Ausstellung in einem

der nächsten Jahre angesichts der in den industriellen Kreisen herrschenden

Stimmung aufgegeben, mit Beziehung auf das Proiect einer Weltausstellung

 in Paris im Jahre 1889 aber erklärt werde, dass dieses Unternehmen

 nur dann auf Theilnahme zählen könne, wenn die Ausstellungsräume

 ganz fertig zur Verfügung gestellt und das Programm auf das

ursprüngliche Gebiet der großen Ausstellungen, nämlich Industrie, Kunst

und Agricultur, eingeschränkt werde. - In derselben Sitzung des Curatoriums

 erstattete Reg-Rath v. Falke Bericht über die heutige Weihnachtsausstellung,

 welche durch die Verbindung mit der permanenten Ausstellung

 des Wiener Kunstgewerbe-Vereines bedeutend an Anziehungskraft

gewonnen hat, und wurde die Frage, ob die Weihnachts-Ausstellungen

des Museums noch fortan aufrecht zu erhalten seien, allseitig bejaht.

(Lehrkanzel für Kunstgeschichte an der Wiener Universität.)

Das Professoren-Collegium der Wiener Universität hat für die durch

Professor Thausing's Tod erledigte Stelle eines außerordentlichen Professors

für Kunstgeschichte, den Docenten Dr. Franz Wickhoff, Custos am

Oesterr. Museum, fast einstimmig, mit 27 Stimmen gegen z, unico loco

vorgeschlagen.

(Die Marken-Ausstellung im Künstlerhause.) Der Katalog

dieser Ausstellung umfasst 89 Oelgemälde und Skizzen; die Costume-Skizzen

 zu dem Gemälde Kleopatra in Aquarell. Ausserdem sind zahlreiche

 Reproductionen nach den Werken Hans Makarts ausgestellt. Unter

den Oelgemälden befinden sich zehn Bilder für die Lunetten des Stiegenhauses

 im neuen k. k. kunsthistorischen Hofmuseum und unter Anderem

auch mehrere bisher unbekannte Porträts des Künstlers und die Bilder,

welche Makart aus Anlass seiner Orientreise gemalt hat. (Den Winter 1875

verbrachte Makart mit Lenbach und Leopold Müller in Aegypten.) Den

Katalog ziert ein wohlgetrolfenes Porträt des Künstlers in Heliogravure

von V. Angerer.

Eduard Oharlemont, dessen Gemälde auf der Sedelmeyefschen

Kunstausstellung gerechtes Aufsehen gemacht, hat sich bereit erklärt, die

seit dem Tode Wurzingefs erledigte Stelle eines Professors an der
            
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