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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XX (1885 / 243)

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einer der bekannten antiken Darstellungen das Motiv entlehnt ist, lässt

sich aber kaum bestimmen; am ehesten wird man doch noch an das

schöne Relief im Capitol (Braun, rz antike Reliefs, Taf. X) denken müssen;

freilich verbirgt hier Perseus das Gorgonenhaupt ganz hinter seinem

Rücken, während es sonst - wie eben bei dem Modelle - in der

gesenkten Linken erscheint; die übrigen Monumente selbst - z. B. die

Statuengruppe in Hannover - {können iedochaus anderen Qründen

nicht inlFrage kommen. ' ' ' '   "'

Auch in der Wiedergabe der Formen strebt der Künstler ganz ernsthaft

 der classischen Kunst (nach, zeigt sich aber noch stellenweise (vgl.

z. B. die Gewandbehandlung bei Perseus und Andromeda) in den Traditionen

 derxBar-ockebefangen, die er auch später-hin nicht vollständig hat

abstreifen können; zu unverfälschter Erfassung dervAntikße War" eblen das

Auge auch eines gewissenhaften Künstlers in jener Zeit noch nicht genug

geschult. Dass er sich aber redlich Mühe gegeben, beweist ein Detail.

Bei dem für ein Modell überaus sorgfältig ausgeführten Medusenhaupte

hat sich Zauner wahrscheinlich die Medusa Rondanini zum Vorbilde

genommen; dieselbe muss: nicht lange vorher gefunden worden sein

(Winckelmann kannte sie noch nicht; zuerst erscheint sie publicirt bei

Albertolli, Ornamenti diversi 1782); nach Guattani (Monum. ant. ined.

1788, April, Text zu tav. 2) war sie hochgefeiert von den Künstlern und

Kunstfreunden in Rom. . C. Ms.

(Kunstgewerbe-Museum in Prag.) Universitätsprofessor Alwin

Schultz ist aus dem Curatorium des KunstgewerbehMuseums in Prag

ausgeschieden; an seiner Stelle hat der Director der k. k. Kunstgewerbeschule

 in Prag, Baurath Franz Schmoranz, die statutenmäßige Vertretung

 des k. k_. Oesterr. Museums in dem Curatorium des Prager

Kunstgewerbe-Museums übernommen.

(K. k. Faehnohnle für Holzindustrie und gewerbliche Fortbildnngssohnle

in Zakopane.) Wir entnehmen dem Jahresberichte dieser Schule Folgendes: lm Herbste

1885 hatte dieselbe das siebente Jahr seit ihrem Bestande zurückgelegt. im nbglnufenen

Schuljahre wurde der Unterricht in den verschiedenen Richtungen der Holzschnitzerei,

wie sie sich allmälig herausbildeten, neu organisirt und zerfallt nunmehr in drei

Abtheilungen, u. zw.: für tigurales Schnitzen (mit Rücksicht auf 'die Ortsindustrie), für

omamentales Schnitzen, und für hausindustrielle Schnitzerei. Die Frequenz der Schule

war seit dem Bestande derselben eine ungewöhnlich starke. ln den Unterricht von 8a

Fachschülern theilten sich 7 Lehrer, z Werkmeister und ein Vorarbeiter. Die gewerbliche

 Fortbildungsschule frequentirten in den drei verschiedenen Classen 80 Schüler.

Seit April 1885 ist der Absolvent der Kunstgewerbeschule des Oesterr. Museums, Josef

Laska, als Lehrer für urnamentales Holzschnitzen in Znkopane thatig.

Nachdem die durch die k. k. Fachschule in Zakopane begründete Ortsindustrie

zu einer derartigen Bedeutung hernnwuchs, dass sie ihres Umfanges wegen nicht mehr

im Betriebe der k. k. Fachschule verbleiben kann und sich nun ihre Selbständigkeit

begründen muss, ist zu diesem Zwecke eine Producivgenossenschaft in der Gründung

begriifeß, welche die Production und den Handel der Onsindustrie betreiben wird, so

dass die Fachschule hauptsächlich dem Schulzwecke und die Genossenschaft der Entfaltung

 der wirthschaftlichen Action dienen wird.

K. k. knnstgewerbliohe Faohschnle in Lemberg.) Dies: im Jahre 1877

gegrün eteSchulebesteht gegenwärtig aus einer allgemeinen Zeichen- und Modellirschule

 (Abend- und Sonntagsschule), welche im abgelaufenen Schuljahre von_z37 Schülern

besucht wurde, und aus einer Abtheilung für Holzschnitzerei. welche in drei Jahrgängen

eine Frequenz von 18 Schülern aufweist. An der allgemeinen Zeichen- und Modellirschule

 wurden vorwiegend Handwerker (75) unterrichtet, dann aber, auch Zöglinge der

Taubstummenansralt (39). Gymnasial- und Realschüler (2x), Lehrarntscandidaten und

Lehrer beiderlei Geschlechts u. A.

- Seit März 1885 ist der absolvirte Schüler der Kunstgewerbeschule rles Oesterr.

Museums, Julius Beltowski als Lehrer für decorative Kunstschnitzerei an der kunstgewerblichen

 Fachschule in Lemberg thätig; Der Lehrer des Modellirens, Theodor
            
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