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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XII (1897 / 10)

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insbesondere durch Florentiner und Mailänder Meister, durch Rafael und

Micbel Angelo vertreten; die sichere Feststellung des Blattes mit Johannes

dem Täufer und St. Benedict - das bisher als Mantegna, Moutagna

und letztlich als Giolfino bezeichnet wurde - als Franeesco Morone

muss dankbar anerkannt werden. Für die italienische Schule haben die

reichen Sammlungen der Uflizien zu Florenz ausgezeichnete Beiträge

geliefert.

Sieben Rubens, darunter das Porträt seines Sohnes Niclas - eine

andere Porträtstudie des Niclas Rubens erschien _schon im verflossenen

Jahre -"und das herrliche Porträt des Herzogs von Buckingham, "in dessen

berühmte Sammlung Rubens' eigene Bilderschätze durch Kauf kamen und

ausuder Tizian's Ecce homo der kaiserlichen Galerie stammt. '

Sechs Rembrandt seiennebst Werken von Ostade, Vlieger, Dusart

aus der holländischen Schule hervorgehoben.

' Aus diesem Ueberblicke ist zu ersehen, dass die Herausgeber ihrem

Programme, die hervorragendsten Meister in ihren charakteristischen

Blättern für Kunstfreunde, Künstler und Kunstgelehrte zu publiciren,

irollauf gerecht geworden sind. Dass in erster Linie Zeichnungen gewählt

 wurden, deren Urheber und Echtheit jedem Zweifel entrückt

sind, entspricht diesem Plane. Die Ausführung der Reproductionen befriedigt

 alle gerechten Ansprüche; berücksichtigt man, dass dieser Publication

 keine wie immer geartete Subvention zur Verfügung steht, dass

der Preis kaum den zehnten Theil ähnlicher Publicarionen beträgt, so

darf man die gebotenen Leistungen nur mit größter Anerkennung entgegennehruen;

 sie legen für den hohen Stand der photographischen Reproductionstechnik

 in Oesterreich, die im Auslande allerdings hochgeschätzt

 wird, vollgiltiges Zeugniss ab. Das auch dem} zweiten Bande

von Meder und Schönbrunner beigegebene vkritische InhaltsverzeichnissM

 hat eine dankenswerthe Bereicherung erfahren, die Litteraturquellen

 sind müglichsnvollständigl beigegeben, bei Aenderungeu der

Urheber sind die Neubenennungen entsprechend gerechtfertigt, mehrfach

finden sich auch kurze Charakteristiken des Stiles einzelner Meister,

was insbesondere von Kunstfreunden und Sammlern dankbar aufgenommen

 werden wird, in dem schlichten Textbogen steckt die gewissenhafte

 Arbeit von Jahren. , . . (Schluss folgt.)
            
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