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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1890 / 5)

ß 
Sninz-liltienne. l Versailles. 
- Musta, Un, d'art et cfindustrie en Pro- i - Museum, The, of Versailles. Illustreted 
vincc. (Chronique de: uns, n.) guide. 18'. 95 p. er gnv. Versailles, impr. 
Cerf et fils; Pnuteur; IUX abords des Palais 
Toulom e: des chemins de fer. Paris, Brunox. 
- Ginoux, C. Les Musäes d'un "n Toulon 
(ville et mnrine). 3'. I5 p. Paris, impr. Wien. 
Plon, Nourrit et Co. - llg, A., s. Gruppe lV. 
Notizen. 
Wiener Kunstgewerbeverem. Die Frühjahrs-Ausstellung dieses 
Vereines ist am 24. April Vormittags eröffnet worden, nachdem der hohe 
Protector des Vereines. Erzherzog Rainer, dieselbe bereits tags vorher 
unter Führung des Directors Hofrath v. Falke eingehend besichtigt 
hatte. An dieser Ausstellung haben sich 63 Vereinsmitglieder betheiligt. 
Auszeichnung. Der Professor der k. k. Staatsgeiverbeschule in Graz, Karl 
Lacher, wurde für sein Werk: -Mustergilrige Holzintarsien der deutschen Renaissancev 
von Sr. Maiestlt durch die Verleihung der großen goldenen Medaille ausgezeichnet. 
Zu! Hebung dar heaoomaleral ist von einem Kunstfreunde zu Berlin eine 
Stiftung gemacht worden, deren iahrliche Zinsen 3000 Mark betragen. Davon sollen in 
jedem Jahr ein oder mehrere Bilder in Frescomalerei ausgeführt werden. Der leitende 
Gedanke ist, dass Privatleute in ihren Wohnräumen Bilder gemalt erhalten} zu 
welchen sie selbst den Gegenstand bestimmt haben. Es haben die fünf Akademien: 
München, Berlin, Düsseldorf, Karlsruhe, Dresden ihre Zustimmung zugesagt, und wird 
abwechselnd in jedem Jahre eine derselben die Ausführung durch einen hervorragenden 
Schüler oder einen anderen jun en Künstler leiten. In diesem Jahre trifft es die 
akademische Hochschule für die ildenden Künste zu Berlin und wurden Kunstfreunde, 
welche in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Posen, Schlesien, Holstein, Branden- 
burg (incl. Berlin), Pommern. Lauenburg, Lübeck, Hamburg wohnen und dort ein eigenes 
Haus besitzen, aufgefordert, sich bis zum t. April t89o bei der Direction der königlichen 
akademischen Hochschule für bildende Künste zu Berlin schriftlich zu melden und der- 
selben Mittheilung zu machen über a) den darzustellenden Gegenstand und das gewünschte 
Genre der Darstellung (Figuren, Landschaft, Decoration), b) Große, Gestalt und Lage des 
Raumes, resp. die Wandßaehe (durch: Einsendung eines Grund- und Aufrisses), e) die Hohe 
der Summe, die sie etwa bei größerer Ausdehnung der Arbeit beizusteuern gewillt sind. 
Die Kosten für die Vorbereitung _der Wandüache, Herstellung der Gerüste und der 
nothigen Requisiten hat der Besteller zu tragen. Aus diesen Meldungen wahlt die Hoch- 
schule die am passendsten scheinende aus und beauftragt einen ihrer Schüler mit deren 
Ausführung. (Corresp.-Blatt für den D. Malerbund, 8.) 
Leipziger städtisches Museum. Der Erweiterungsbau des städtischen Museums 
in Leipzig nahm mehrere Jahre in Anspruch und hat einen Kostenaufwand von t,t t7.489 Mark 
erfordert. Dieser Aufwand ist gedeckt worden durch Entnahme von 627.500 Mark aus 
dem Grassi-Vermachtnisse, 28.000 Mark aus dem Betriebe und der Rest aus dem Stamm- 
vermogen der Stadt Leipzig. - Der verstorbene Rechtsanwalt und Hofrath Dr. Theobald 
Peschke in Leipzig, einer der angesehensten Kunstkenner und Kunstfreunde, hatte der 
Stadt Leipzig sein Vermögen mit der Bestimmung testamentarisch vermacht, dass die 
Zinsen so lange zu dem Capital (Ende 1888 in rund 480.000 Mark bestehend) geschlagen 
werden sollen, bis die Summe von 500.000 Mark erreicht sein wurde. Nach einer wei- 
teren Bestimmung des Testators soll der Stiftungsfonds hauptslchlich und zum größten 
Theile auf den Ankauf hervorragender Gemälde und zu einem geringeren Theile zur 
Erwerbung plastischer Kunstwerke, guter Modelle etc. verwendet werden. Aus den 
bereits im vorigen Jahre verfügbar gewordenen Mitteln sind, dem Willen des Stifters 
entsprechend, bereits verschiedene Erwerbungen für das Museum erfolgt. 
Kiezn als Beilage: 
Jahresbericht des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und lndustrie 
für das Jahr t889. 
Für die Redacüon verantwortlich: J. Folurü: nnd F. Rimr. 
Selbstverlag des k. k. Oesterr. Museum: für Knnat und lndnatrie. 
Bnchdrneltercl von cm oamiaw Sohn u. Wlan.
	        

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