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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VI (1891 / 5)

MITTHEILUN GEN

DES

K. K. OESTERREICH. MUSEUMS

KUNST UND INDUSTRIE.

Monatschräft für Kunstgewerbe.

Herausgegeben und redigirt durch die Direction des k. k. Oeaterr. Museums.

Im Commissionsverlag von Carl Gerolrfs Sohn in Wien.

Abonnementspreis per Jahr ü. 4.-Nr.

 65. (3o8.) WIEN, Mai 189i. N. F. VI. Jahrg.



lnhnlt: Die lrunslgewerbliche Ausstellung in Triest. Von J. v. Falke. - Sevres und du moderne Porzellan.

 Von Dr. F. Linke. (Form) - Angelegenheiten des Oeslerr. Museums und der mit demnelben

 verbundenen Institute. - Litteratnrbericht. - Bibliographie des Knnstgewerbes. - Notizen.

Die kunstgewerbliche Ausstellung in Triest.

Von J. v. Falke.

Unter den Ausstellungen, welche die Gesellschaft der Kunstfreunde

(Societa degli amici delle belle arti) fast alljährlich in Triest veranstaltet,

um das Kunstgewerbet zu heben und Kunstliebe zu verbreiten, nahm die

diesjährige durch besondere Theilnahme des Oesterr. Museums und des

Wiener Kunstgewerbevereines wohl einen vorragenden Platz ein. Die

Ausstellung sollte allgemeinJtunstindustrieller Art und international sein,

so dass Gegenstände von allen Ländern zugelassen waren. Es waren auch

nicht wenige Arbeiten aus der Fremde gekommen , so aus Deutschland,

aus England, aus Italien und dem Orient, doch konnten sie sich weder

an Zahl noch Bedeutung mit den Wiener Arbeiten messen. Der Wiener

Kunstgewerbeverein hatte die Gelegenheit benützt, einmal wieder geschlossen

und mit gewählten Gegenständen aufzutreten, und diese Gegenstände,

von sechzig Mitgliedern des Vereins herrührend, bildeten zugleich mit der

Sendung des Oesterr. Museums den Reiz der Ausstellung, welche in ihrer

Art als wohlgelungen betrachtet werden kann.

Als Local war das Museo oder Palazzo Revoltella in Aussicht genommen,

 ein stattliches, vornehm ausgestattetes Gebäude, das aber nur

kleinere Gemächer in zwei Stockwerken enthält. Es zeigte sich auch

bald bei der wachsenden Zahl der Anmeldungen, dass es viel zu klein

sei, und es musste eine zweite Räumlichkeit zu Hilfe genommen werden,

welche in der alten Börse gefunden wurde. Beide Gebäude sind nun so

hbrg. 1891. 5
            
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