am oberen Rande der Rosette und hat fünf aufrechtstehende Stifte
als Träger echter Perlen, wovon drei noch erhalten. Aus Dalmatien,
Eigenthum des Herrn Baurath A. Hauser.
6. (Sammelnummer 964) Ohrgehänge, Gold, nach demselben
Systeme wie das eben beschriebene, jedoch ohne Umrahmung des
Smaragds, der auf einem Bügel gefasst ist, welcher nach oben drei
aufrechtstehende Stifte mit Perlen trägt. L. M. 0'021. Gefunden in
Aquileja, Eigenthum der Raccolta comunale daselbst.
7. und 8. Unter der Sammelnummer 148g linden wir noch zwei
Paare von Obrgehängen, die im Wesentlichen demselben Form-Schema
folgen, wie die bisher beschriebenen; nur befindet sich statt
eines viereckigen Smaragds in einem Falle eine kreisrunde hellrothe
FluBspat-Perle, im anderen eine echte Perle in der Mitte. Dementsprechend
ist die rosetteufürmige Goldumrahmung nicht viereckig
wie bisher, sondern rund.
9. Diesen acht Schmuckstücken schließt sich unter Nr. 265 (Fig. 3)
noch eines an, das im Kataloge ebenfalls als Ohrgehänge bezeichnet
ist, das sich aber bei genauerer Betrachtung als Fragment, und zwar
als Kettenglied eines Halsschmuckes zu erkennen gibt. Ein
größerer und ein kleinerer Smaragd wird in ähnlicher Weise wie
bisher von Gold-Umrahmungen eingefasst, die durch geschweifte
Stützen verbunden sind. An der Rückseite entsprechen den Umrahmungen
Stäbchen aus Golddraht mit Ringelchen, die auf seitliche Fortsetzungen
hindeuten. Ein Ringfragment am anderen Ende des Schmuckstückes
dürfte Träger eines Anhängsels gewesen sein '). L. M.o'o45.
Gefunden in Carnuntum, Eigenth. des Herrn K. Hollitzer in Deutsch-Altenburg.
') Des rnckwlrts angebnchle Subgerüste haue nicht allein die Aufgabe, Befestigungspunkte
für jene Ringelchen zu bieten, an welchen die weiteren Kenenglieder angebneln
wuen, sondern diente hnuptsichlich dazu, auf der Rückseite ebene Formen
herzuetellen, demit das Geschmeide sich dem Hnlse glatt und geflllig enichmiegen könne,
ohne die Hlut zu verletzen.