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g) Theoretische Fächer an der Kunstgewerbeschule
Anatomie - Prof. Anton Frisch,
Styllehre der Gefässe und Geräthe - Prof. Al. Hauser,
Kunstgeschichte - Custos Eduard Chmclarz,
Geschichte der Kunsttechnik - B. Bucher.
Das Directorat wurde neuerdings dem Prof. Jos. Storck, die administrative Leitung
dem Custos Bruno Bucher übertragen. '
Die Fachschulen, der Lehrer-Bildungscurs und die Chemisch-technische Versuchsanstalt
konnten mit Beginn des Wintersemesters in dem neuen Schulgebäude etablirt
werden. Die Vorbereitungsschule verblieb vorläufig in den ihr bisher überlassenen Räumen
des Museums, welche durch den ehemaligen Actsaal und Vorlesesaal, die entsprechend
adaptirt worden sind, vermehrt werden konnten.
Die Gesellschaft zur Förderung der Kunstgewerbeschule wies in ihrer Generalversammlung
im April 1877 an Jahresbeiträgen eine Einnahme von 2160 H. und ein Baarvermögen
von rund 61.000 H. aus und zahlte in dem abgelaufenen Geschäftsjahre an
Stipendien 3860 8., an Unterstützungen und Schulgeldern 65 6., an Reiseauslagen zum
Besuche der Ausstellung in München 352 fl, an Vorschuss für Arbeiten der Kunstgewerbeschule
für die Pariser Ausstellung zooo H.
Eine Ausstellung der Schülerarbeiten unterblieb in diesem Jahre wegen der Uebersiedelung
in das neue Gebäude.
IX.
Personalien.
Se. k. Hoheit der durchl. Erzherzog- Protector berief in das Curatorium des Museums
die Herren Fürst Rich. Metternich-Winneburg und Graf Lanckoronski-Brzezic
und ernannte zu Correspondenten des Instituts die Herren Dr. Victor de Stu ers,
Referendar im Ministerium des Innern im Haag, Architekt J. P. H. Cuypers in AIHSICPdam.
Architekt J. J. Winders in Antwerpen.
Custos Dr. Hubert Janitschek trat im Frühjahre 1877 seine Stellung an.
Die neu creirte dritte Professur an der Malerschule der Kunstgewerbeschule wurde
dem Maler Ermenegildo Donadini, die Docentur für die künstlerische Anwendung chemischer
Präparate dem absolvirten Schüler der Kunstgewerbeschule Hans Macht verliehen.
Weitere provisorische Personalveränderungen an der Kunstgewerbeschule sind
in dem Abschnitt VIII erwähnt.
Selbstverlag des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und Industrie.
Buehdruckerei von Cnrl Gerold": Sohn in Wien.