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dauern. Dem Verein ist es gelungen, eine grossc Collection von Kunst- und Industriegegenstünden
Fir diesen Zweck zusammenzubringen. Unter den angemeldeten Werken befinden
sich die jüngsten Arbeiten von Fritz L' Allemand, ,Maria-Ordensfest" und „'l'retfen
bei Oeversee" und die Cartons der in der Ausführung begriifenen Gemälde desselben
Künstlers; ferner Oelgemiilde, Aquarelle und Bleistiftzeichnungen von Altmann, S ch wer,
Wegmaier, Hsselwander, Liboy, L, Müller, Reinhold, Schäfer, Schrödl,
Gauermann, Geyer, Moessmer, Ed. u. Rud. Swohoda, Steinfeld, Mahlknecht,
Schwemminger, Cartons fiir Glasgemülde bei St. Stefan von Prof. Führich, nebst
Farbenskizzen dazu von Geyling; Franz Dobyaschofs ky's Cartons der Schutzheiligen
der kaiserlichen Familienglieder, ausgeführt von Geyling in der Schlosscapelle der Weilburg
bei Baden; S chwoyser's in München Cartons für die Fresken im Maximilianeum;
Beproductiouen i.n Photographie und Stich nach Kaulbach's Werken; die chromolithographischen
Arbeiten der k. k. Hof- und Staatsdruckerei; architektonische Studien und
Pläne vom Architekten Hrn. H. Ferstel u. s. f.
Das gewerbliche Element ist auf der Ausstellung durch den miihrischen Gewerbeverein
und die höhere mährisehe Webereischule vertreten. Die Zahl der Ausstellungs-Nummern
betrügt bei 400, der Hüngeraum übersteigt 1200-7. Die Ausstellung ist täglich
von 9 Uhr Friih bis 7 Uhr Abends geöiihet. Das Eintrittsgeld ist auf I0 kr. ü. W. festgesetzt.
Den Seidenfabriksarbeitern aus der Umgebung des Ansstellungsortes, beiläufig 400 an der
Zahl, ist der Eintritt freigegeben worden. Die Kosten der Ausstellung sind durch einen
eigenen Garantiefond gedeckt. Von Seite des Museums ist ein Exemplar särnmtliclner
bisher veröffentlichter Photographien und zwar dem Wunsche des Vereins gemiiss
in losen Blättern, zur Ausstellung abgesendet worden.
(U. V. Wrrthelmsteln.) Die vier Büsten des der Kunst früh entrissenen C. v. Werth
eims tei n (darunter das Porträt seiner Schwester, das Donizettfs etc.), welche in den letzten
Wochen im Museum zur Ausstellung gelangten, sind ein Geschenk der Eltern des Verstorbenen
an das Institut. Sie bezeugen nicht blos das Talent, welches der junge Mann
besass, sondern auch den Ernst, mit dem er seine Knnststudien betrieb. Die Aulfassung
und die Formbehandlung ist nicht kleinlich, sie ist mit feinem Gefühl für die Natur verbunden.
Die gebildete Gesellschaft Wiens, die an dem Todesfall des jungen Mannes so
lebhlßen Antheil nahm, hat jetzt, wo sie die Leistungen des aufkeimenden Talentes kennen
lernen kann, doppelt Grund, das frühe Hinscheiden zu beklagen.
(ZeIchenschul-Ausstellnng In Wien.) Das k. k. Staatsrninisterium hat über
ein Einschreiten der Direction des Museums genehmigt, dass im Herbste l. J. von
Seite der letzteren eine Ausstellung der Zeichenschulen Niederösterreichs
nach dem dafür in Antrag gebrachten (von der Regiemng theilweise modiücirten) Prue
veranstaltet werde. Das Programm dieser Ausstellung und Details über die Ausführung
desselben (iiber Localitiit u. s. f.) werden wir in der nächsten Nummer mittheilsn.
(Geschenke an das Museum.) Hr. Prof. C. Radnitzky hat dem Museum einige
antike Schlösser und ägyptische Glasfragmente, Fräulein v. K u driaf f s k y Photographien nach
Manuscripten zum Geschenke gemacht.
(Besuch der Ällßllll.) Die Zahl der Besucher des östsrr. Museums im Monate
April d. J. hat 10.139 (im Monate April 1865: 9895) Personen betragen; von der obigen
Zahl haben 264 Personen die Eintrittstage, der Rest die freien Tage für den Besuch benützt.
Ornamentstichsalnmlunng.
Neue Erwerbungen seit der Hemungebe de: Katalogen der Ornementeticheammlung
den k. k. öeterr. Museums im Hai 1865.
Deutsche Schule.
XVI. Jahrhundert.
(FortleuungJ
Spliu Vxrg. F riss. Kinder feiern das Wurstfent. „Wurst, heyligs üaiseh etc." qu. 8. B. 270.
ms.)
- - Die Hasen, die den Jäger braten. „Uns Hasen ist ein Schanntz gernthen etc."
qu. 8. B. 271. (291)