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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe I (1866 / 8)

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dauern. Dem Verein ist es gelungen, eine grossc Collection von Kunst- und Industriegegenstünden

 Fir diesen Zweck zusammenzubringen. Unter den angemeldeten Werken befinden

 sich die jüngsten Arbeiten von Fritz L' Allemand, ,Maria-Ordensfest" und „'l'retfen

bei Oeversee" und die Cartons der in der Ausführung begriifenen Gemälde desselben

Künstlers; ferner Oelgemiilde, Aquarelle und Bleistiftzeichnungen von Altmann, S ch wer,

Wegmaier, Hsselwander, Liboy, L, Müller, Reinhold, Schäfer, Schrödl,

Gauermann, Geyer, Moessmer, Ed. u. Rud. Swohoda, Steinfeld, Mahlknecht,

Schwemminger, Cartons fiir Glasgemülde bei St. Stefan von Prof. Führich, nebst

Farbenskizzen dazu von Geyling; Franz Dobyaschofs ky's Cartons der Schutzheiligen

der kaiserlichen Familienglieder, ausgeführt von Geyling in der Schlosscapelle der Weilburg

 bei Baden; S chwoyser's in München Cartons für die Fresken im Maximilianeum;

Beproductiouen i.n Photographie und Stich nach Kaulbach's Werken; die chromolithographischen

 Arbeiten der k. k. Hof- und Staatsdruckerei; architektonische Studien und

Pläne vom Architekten Hrn. H. Ferstel u. s. f.

Das gewerbliche Element ist auf der Ausstellung durch den miihrischen Gewerbeverein

 und die höhere mährisehe Webereischule vertreten. Die Zahl der Ausstellungs-Nummern

 betrügt bei 400, der Hüngeraum übersteigt 1200-7. Die Ausstellung ist täglich

von 9 Uhr Friih bis 7 Uhr Abends geöiihet. Das Eintrittsgeld ist auf I0 kr. ü. W. festgesetzt.

Den Seidenfabriksarbeitern aus der Umgebung des Ansstellungsortes, beiläufig 400 an der

Zahl, ist der Eintritt freigegeben worden. Die Kosten der Ausstellung sind durch einen

eigenen Garantiefond gedeckt. Von Seite des Museums ist ein Exemplar särnmtliclner

bisher veröffentlichter Photographien und zwar dem Wunsche des Vereins gemiiss

 in losen Blättern, zur Ausstellung abgesendet worden.

(U. V. Wrrthelmsteln.) Die vier Büsten des der Kunst früh entrissenen C. v. Werth

 eims tei n (darunter das Porträt seiner Schwester, das Donizettfs etc.), welche in den letzten

Wochen im Museum zur Ausstellung gelangten, sind ein Geschenk der Eltern des Verstorbenen

 an das Institut. Sie bezeugen nicht blos das Talent, welches der junge Mann

besass, sondern auch den Ernst, mit dem er seine Knnststudien betrieb. Die Aulfassung

und die Formbehandlung ist nicht kleinlich, sie ist mit feinem Gefühl für die Natur verbunden.

 Die gebildete Gesellschaft Wiens, die an dem Todesfall des jungen Mannes so

lebhlßen Antheil nahm, hat jetzt, wo sie die Leistungen des aufkeimenden Talentes kennen

lernen kann, doppelt Grund, das frühe Hinscheiden zu beklagen.

(ZeIchenschul-Ausstellnng In Wien.) Das k. k. Staatsrninisterium hat über

ein Einschreiten der Direction des Museums genehmigt, dass im Herbste l. J. von

Seite der letzteren eine Ausstellung der Zeichenschulen Niederösterreichs

nach dem dafür in Antrag gebrachten (von der Regiemng theilweise modiücirten) Prue

 veranstaltet werde. Das Programm dieser Ausstellung und Details über die Ausführung

 desselben (iiber Localitiit u. s. f.) werden wir in der nächsten Nummer mittheilsn.

(Geschenke an das Museum.) Hr. Prof. C. Radnitzky hat dem Museum einige

antike Schlösser und ägyptische Glasfragmente, Fräulein v. K u driaf f s k y Photographien nach

Manuscripten zum Geschenke gemacht.

(Besuch der Ällßllll.) Die Zahl der Besucher des östsrr. Museums im Monate

April d. J. hat 10.139 (im Monate April 1865: 9895) Personen betragen; von der obigen

Zahl haben 264 Personen die Eintrittstage, der Rest die freien Tage für den Besuch benützt.

Ornamentstichsalnmlunng.

Neue Erwerbungen seit der Hemungebe de: Katalogen der Ornementeticheammlung

 den k. k. öeterr. Museums im Hai 1865.

Deutsche Schule.

XVI. Jahrhundert.

(FortleuungJ

Spliu Vxrg. F riss. Kinder feiern das Wurstfent. „Wurst, heyligs üaiseh etc." qu. 8. B. 270.

ms.)

- - Die Hasen, die den Jäger braten. „Uns Hasen ist ein Schanntz gernthen etc."

qu. 8. B. 271. (291)
            
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