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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 17)

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Hierauf hob der Sprecher hervor der Neubau erscheine um so nothwendiger,

 als mit dem Museum eine uns evierßescliulf- verbunden sein

müsse, um vollkommen den Anforderungen der Industrie zu entsprechen.

Se. Majestät sprachen Sich sehr anerkennend über das Curatorium und

die Direction des Museums aus und erwähnten die lobenswerthe Opferwilligkeit

 der Mitglieder und der Aussteller. (Wiener Ztg.)

(Neu aus estellte Gegenstände.) Am 18. Jlluner: Entwürfe zu einem Pocale

und zu drei Scha eu mit reicher iiguraler und ornamentaler Ausschmückung, gezeichnet

und culorirt von J. Machold; eine Lampe und vier Leuchter von Bronce, nach der

Zeichnung des Architekten Hausen irn Auftrage Sr. knis. Hoheit des Herrn Erzherzog-s

Leopold ausgeführt in der Broncewaareuiabrik von D. Hollenbach in Wien; Handzeichnungen

 zu Dante's „Divina Commedia" von Koch, Eigeuthnm der k. k. Akademie der

bildenden Künste; ein Thonofen (sog. Franklinofen) von Josef Ginaelmayer in Wien;

zwei Saloukästen von Ebenholz mit eingelegter Arbeit, verfertigt vom Tischlermeister

Wilhelm Rockstroh; alte und neue Schlosserarheiten, Eigenthum des Herrn Hofschlossermeisters

 Novak.

Am 24. J änner: Eine Möhel-Garuiturf nach Zeichnung des Architekten Hausen

ausgeführt von Bildhauer Dollischek, Broncearbeiter Hagemeier, Tischlermeister

Dubl, Tapezierer Pirus, die Steife von Haaa, Eigenthnin des Herrn Moriz Ritter von

Todesco; Ansichten aus Boni, Aquarelle vom Architekten Weber; eine Zeichnung auf

eingm Holzstock, für Xylographie, von Mafak; eine Sepiazeichnung von Schindler

d. A_, Eigenthum des Frl. v. Kudriaffsky; eine Reihe von Miniaturen mit eigenhündigen

Notizen der Kaiserin Maria Theresia, der Königin Maria Antoinette etc.. Eigenthum

des Herrn Prokop; eine Suite von alten Silbergetiissen, Eigenthum des Juweliere Herrn

Matsenauer; neupersische Emails, Eigenthum das Herrn Dr. Pollak.

Am 27. J äuner: Aquarelle vom Anfange dieses Jahrhunderts mit Darstellungen

und Porträts aus dem "sächsischen Prinzenraube", Eigenthum des Herrn Curators Ritter

v. Friedland; ein aus Elfenbein geschnitzter Todtenkopf vom Jahre 1503. eine Nürnberger

 Sonnenuhr aus dem 17. Jahrhundert und ein altchinesisches Holzkörbchen, Eigenthum

 des Herrn Ingenieurs Manch; Entwürfe zu dem Residenzgebäude des gr. o. Bischofs

 in Czernowitz, vom Hen-n Architekten Hlawka.

Am 30. Jänuer: Die Porträtbiisten Ihrer Majestäten des Kaisers und der

Kaiserin, in Garen-Marmor ausgeführt vom Grafen Ireniius Zaluski; eine Reihe von

Kunstgegeuständen (Elfenbeinarbeiten etc.) aus dem Besitze des Cumtors des Museums,

Herrn Grafen E. v. Caernin; eine Suite geschnitzter alter Rahmen; Elfenbeinfigiirchen

als Messergriße aus dem 17. Jahrhundert, Eigenthum des Herrn W. Holle; ein „Kreuzweg",

 Kreidezeichnungen vom Historienmaler Hellich in Prag, und eine Standuhr, entworfen

 vom Architekten Storck, Emailarbeit und Gravirung von Seiden und Chadt,

Holzarbeit von Penker, Broncemontirung von Hanusch.

Am 9. Februar: Ein Schreibzeug aus Silbcriiligran, vergoldet, italienische Arbeit,

ehemals im Besitze Kaiser Napoleon 1., jetzt Eigenthum der Frau Löwcnstein; Photolithographien

 nach Kirchengefissen, welche sich auf der vorjiihrigen Ausstellung von Kirchengeßssen

 zu Mechelu in Belgien befanden; ein kalligraphisches Tahleau von Arthur

Skallitzky; eine Platte aus Kehlheimer Stein mit eingesehuittenen Ornamenten und Fis

n, die Himmelszeichen und Jahreszeiten vorstellend, und ein Album-Einband aus Kehlbeimer

 Stein und Metall, beide Gegenstände entworfen und ausgeführt von Ant. Batsche,

bestimmt tiir die Parisu Ausstellung.

(Geschenke nn das Museum.) Dem Museum sind in den letzten Wochen abermals

 einige Geschenke ühermacht worden: Von dem Herrn Canonicus Dr. Franz Bock

in Aachen sein Werk über die „Pfalzkapelle Karl des Grossen" l. Theil; von dem Architekten

 Dr. C. Stegmann in Weimar die jüngst von demselben veröffentlichte Arbeit

über „Bildnerkunst'; von dem Lehrer an der k. k. Oberrealschule in Brünn Jos. Roller

die von ihm verfasste „Anleitung üir den Elementar-Unterricht im Freihandzeichnen an

Volksschulen" mit_ Formenbuch und Usbnngsheften, und von der photographischen Gesellschaft

 in Wien eine Photosculptur des Sängers Roger aus der Fabrik von Willeme.

(Besuch des Museums.) Das Museum wurde im Monat Jänner von 13.173 Personen

 besucht.

(Vorlesungen im Museum.) Donnerstag den 17. JBnuer schloss Dr. von

Liitzow seine mit grossem Beifall aufgenommenen Vorträge über "griechische Götterideale"

 mit der Schilderung der Kunstweise des Skopas und Praxiteles. Derselbe wird

über Audorderung der Museums-Directiou im nächsten Jahre eine Fortsetzung dieser Vorlesungen

 geben. Wir kommen auf den Inhalt der sechs in diesem Winter gehaltenen

Vorträge im nächsten Heße im Allgemeinen zurück.
            
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