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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1869 / 44)

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d) die Kenntniss der Materialien und die Vorberechnung des lldaterialbedarfes;



e) die Patronenzeichnung.

Die Analyse, die Lehre von den Maschinen und Materialien, betrachtet

der Bericht als den wichtigsten Theil des Unterrichtes und würde der

Lehrer darin von dem Einfachen zu dem Complicirten fortzuschreiten

haben.

„In technischer Hinsicht ist ferner geboten, dass der Schüler der

ManufacturZeichnenschule alle sein Fach betreHenden Maschinen und

Vorrichtungen durch den Augenschein kennen lerne, wie auch mit dem

Neuesten und erprobt Guten auf diesem Gebiete bekannt und vertraut

 werde.

„Es ist nicht möglich, dass der Schüler in der Schule in jedem Handgriffe

 seines Faches selbst praktisch werde, aber er soll Gelegenheit finden,

dieselben ausgeübt zu sehen, und zu diesem Zwecke müsste eine Serie von

hiaschinen in der Anstalt vorhanden sein, welche an der Hand der Erfahrung

 stets zu erneuern oder doch wenigstens durch Zeichnungen zu

ergänzen und zu veranschaulichen wäre. Ebenso müsste, um eine erschöpfende

 Belehrung über die Materialien zu ermöglichen, ein completes

Muster-Assortiinent der verschiedensten Gespinnste und Webstoife vorbanden

 sein, wozu übrigens die Anfange bereits im technologischen Cabinete

 des k. k. polytechnischen Instituts gegeben sind.

In Betreff des Zeichnens ist es nach Giani's Meinung genügend,

wenn der Schüler dort die Fähigkeit erhält, eine beliebige Zeichnung für

die Uebertragung auf den Stoff vorzubereiten; - eine weitere, mehr

künstlerische Ausbildung muss ausgeschlossen bleiben. Um diese zu erlangen,

 hat jener, der sich dazu berufen fühlt, dieKunstgewerbeschule des

k. k. Museums zu frequentiren, welche die Gelegenheit dazu im vollsten

Maasse bietet.

Mit diesen Erklärungen des Herrn Giani, welche in Folge einstimmiger

 Beschlussfassung des n.-ö. Gewerbevereins als Gutachten des letzteren

 an das k. k. Unterrichtsministerium gelangt sind, stimmt das Votum

 eines anderen Fachmannes par excellence, des Herrn Jos. Reckens

 c hu ss vollkommen überein, welches derselbe bei den Verhandlungen

 über die Reorganisation der Gewerbezeichnenschule an den Aufsichtsrath

 der Kunstgewerbeschule gerichtet hat; - HerrReckenschuss

hält den gegenwärtigen Moment der Reorganisation der Gewerbezeichnenschule

 gleichfalls für geeignet, um zwei gesonderte Schulen, eine Baugewerbeschule

 und eine Manufacturschule, zu errichten.

Die Gründung einer Manufacturschule halt derselbe für ein unabweisbares

 Bedürfniss, - der künstlerische Theil des Unterrichtes, welcher

die Idee, den Entwurf gibt, soll auch nach seiner Ueberzeugung von der

sogenannten Weberschule ausgeschlossen sein, die es nur mit dem tech-
            
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