MAK

Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IV (1869 / 48)

_503 
diesen Punct mittheilsn an können. Herr Janisch fragte nämlich bei Ueberlsndung der 
Gussprobcn ausdrücklich an. oh das Oesterr. Museum geneigt sei, die Namen der Künstler 
zu nennen, sandte auf die Zusage hin. Photographien ein und bemerkte dazu, „dass die 
Bekanntmachung der betreifenden Herren Architekten etc. der Anstalt stets nur Vortheil 
gebracht habe. Denn, fährt das Schreiben fort, abgesehen davon, dass es uns meist sogar 
hoch angerechnet wird, dass wir uns nicht mit fremden Federn schmücken, sondern Sir 
uns nur die correcteste und sauberste Ausführung der von Anderen erfundenen; Ideen 
in Anspruch nehmen, hat die Mittheilung der Namen so bewährter Fachmänner, von 
denen es bekannt, dass sie auf möglichst vollendete Ausführung sehen, öfters schon 
den Ausschlag zu unseren Gunsten gegeben und manchen Auftrag uns zugeführt, der 
uns sonst kaum zu Theil geworden wäre." - Die uns vorliegenden Photographien 
nennen als Zeichner und Modelleure die Architekten Geh. Bath Hitzig, Baujnspector 
Schwatlo, Emmerich - sänimtlich in Berlin - und, Uhde in Braunschweig; die Bild- 
hauer Bode in Wilhelmshiitte, Jnngermann, Dankberg und O. Müller in Berlin. ' 
(Wiener Ilnthhausbau.) Aller Einsprachen ungeachtet ist der Wiener Gemeinde- 
rath bei seinem Beschluss geblieben, die für den Rathhausbau eingegangenen Entwürfe erst 
öffentlich auszustellen, nachdem die Entscheidung getroffen sein wird, das allgemeine Urtheil 
daher nichts mehr wird ändern können. Die Weisheit dieser Massregel hat sich sofort prak- 
tisch bewährt. Einzelne Concurrenten stellten vor der Ablieferung ihrer Entwürfe diesel- 
ben privatim aus und selbstverständlich fanden günstige Aeusserungen über diese den 
Weg in die Oedentlichkcit. Durch das Absperren ist also nichts erzielt worden, als eine 
Benschtbeiligung derjenigen Cencurreuten, welche sich nicht für berechtigt hielten, den 
Beschluss des Gemeiuderathes selbstständig zu corrigiren. Man darf auf das Resultat dieser 
Concnnenz wohl gespannt sein. Die Jury besteht aus den Herren Ferstel, Hausen, Ro- 
mano, Gross, Jordan, Neumann, Stach - ssmmtlich in Wien. Hase von Hannover und 
Semper von Zürich. Eingegangen sind 45 Rsnaissance- und 18 gothische Projecte, 
(Der Fachkntalog der Bibliothek) des österreichischen Museums ist im Drucke 
vollendet und wird binnen Kurzem ausgegeben werden k"nnen. Derselbe ist 12 Bogen 
stark und umfasst 28 Hauptrubriken. I. Bibliographie. Lexiea. Zeitschriften. - II. Aesthetik 
und Philosophie der Kunst. - III. Kunstgeschichte im Allgemeinen. A. Technik der ver- 
schiedenen Künste. B. Allgemeines. C. Specielle Werke über Aegypten, Assyrien, Hindn- 
stau, Griechenland, Italien, Nordische Kunst, Kunst des Mittelalters, der Renaissance und 
der neuesten Zeit. D. Zur Geschichte der Kunst und Kunstindustrie einzelner Städte. 
Wegweiser. Reisehandbücher. Kataloge von und Schriften über Museen etc. - IV. Archi- 
tektur. A. Theorie und Technik. Constructionslehre. Baurathgeber. B. Werke, welche die 
gesammte Architektur oder mehrere Style umfassen. U. Einzelne Btyle behandelnde Werke. 
Architektur der Inder, der classischen Völker, altchristliche, byzantinische, byzantinisch- 
russische, muhsmedanische, lombardische, romanische, gothischa Architektur, Renaissance 
in Italien, Frankreich, Deutschland und England, 17., 18., 19. Jahrhundert. D. Kriegs- 
nnd Schißsbankunst. E. Ansichten. F. Gartenwerke. - V. Scnlptur. a) Allgemeines. 
b) Alterthum. c) Mittelalter und Renaissance. d) Neuere Zeit. e) Fontainsn. - VI. Malerei. 
A. Theorie und Technik. B. Allgemeine Werke. O. Einzelne Epochen behandelnde Werke. 
D. Zeichenunterricht. a) Allgemeines. b) Zeichenbücher und Zeichenvorlagen des 16., 
17., 18., I9. Jahrhunderts. c) Perspective. d) Proportionslehre. e) Anatomie, f) Aesthetik, 
Physiologie und Chemie der Farben. - VII. Textile Kunst. A. Rohmateriale, deren Ge- 
schichte und Verarbeitung. E. Druckerei und Färberei. C. Weberei. D. Tapissserien, 
E. Nadelarbeiten. Weibliche Handarbeiten. (Allgemeines. Stickerei. Spitzen. Stiele- und 
Spitzenmusterbiicher des 16.-48. Jahrh.) F. Tapeten. G. Papier. H. Costiime und Fest- 
lichkeiten. - VIII. Email. - IX. Mosaik _ X. Schrift, Druck und graphische Künste. 
(Peintrcs gravenrs. Kupferstichkunde.Radiruhg. Schabkunst. Formschneidekunst. Litho- 
graphie. Photographie. Heliogravnr. Künstlerisch ausgestattete Werke. Bibeln, Messbiicher, 
Gebet- und Erhannngsbücher etc. etc.) - XI. Buchbindsrei. - XII. Glasfabrication und 
Glasmalerei. - XIII. Keramik. A. Technik (Fahrication, Malerei). B. Allgemeine-C. lpe- 
cielle Werke: antike, spanisch-maurische, italienische. französische, englische, deumche 
Thonarbeiten, Porzellan. - XIV. Arbeiten aus Holz. A. Technik. BeMöbelsclvreinerei und 
Klnsttischlerei. C. Bautischlerei und Zimmermannsarbeit. D. Wsgnersi. - XV. Drechs- 
lerei. - XVI. Kleinere Plastik in Elfenbein, Wachs u. dgl. - XVII. Eisenarbeiten. 
A. Schmisd- und Schlosserarbeiten, Gusseisen. B. Wehr und Waden. - XVIII. Uhren. 
XIX. Bronzen. - XX. Galvanoplastik. - XXI. Goldschmiedekunst. - XXII. Diplo- 
matik, Heraldik, Sphragistik, Nnmismatik, Gemmenknnde. - XXIII. Ornamentik. A. Theo- 
rie. B. Mehrere Style umfassende Werke. C. Einzelne Style behandelnde Werke: Orna- 
lnentik des Orients, der classischen Völker, des Mittelalters , der Renaissance in Itahen
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.