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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1869 / 55)

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( In der Kunslgewerheschule) beginnt der Unterricht im zweiten Semester 
um 19. April d. J. 
(Programm der Vorlesungen im Winter 1870]?!) 1. Director- 
v. Eitelberger 1 Vorlesung (Ueber die Idee einer Wiener Weltaus- 
stellung); 2. Prof. Dr. Hlasiwetz 2 Vorl. (Ueber Thonerde); 3. Prof. 
v. Lützow 2 Vorl. (Ueber Gefassbildnerei bei den Alten); 4. Prof. 
Ex ner 1 Vorl. (Mechanik der Porcellan- und Glasindustrie); 5. Custos 
Falke 3 Vorl. (Fortsetzung seiner Vorträ e über Ausstattung und De- 
corirung der Wohnung): 6. Oberbaurath chmidt 1 Vorl. (Ueber den 
Ausbau des Stephansdoms); 7. Reg-Rath Prof. Schäffle 2 Vorl. (Üeber 
die volkswirthschaftlichen Voraussetzungen der Hausindustrie); 8. Galerie- 
Inspector Dr. Thausing 5 Vorl. (Ueber Albrecht Dürer). 
(Der Steiermark. Verein zur Forderung der Kunsllndnstrie) hat in der 
Generalversammluug am 19. März l. J. einige wichtige Beschlüsse gefasst. Eine Abän- 
derung der bisherigen Statuten ward angenommen; die Gründung einer Zeichensustalt 
beschlossen, von welcher Gewerbetreibende und Industrielle Entwürfe und Detailzeichnungen 
gewerblicher Objecte zur Ausführung erhalten können. Endlich wurde beschlossen, die 
nothwendigen Schritte zu thuu, mit Unterstützung des Landtages eine höhere Gewerbe- 
Schule für Graz zu errichten. Der Vereineaussehuss hoRt durch diese Reformen die 
Theilnahme des gewerbetreibenden Publicums für das Bestreben des Vereines zu heben 
und die Zwecke desselben thatkrüftiger zu üirdarn. Nachdem ein grosser Theil der Mit- 
glieder des Verainsausschusses in der Generalversammlung ihre Ausschussmandate zurück- 
gelegt, wurden die bezüglichen Neuwahlen zum grossen Theile aus den Kreisen der In- 
dustriellen und Gewerbetreibenden vorgenommen. Zum Präsidenten des neuen Ausschusses 
wurde Herr Graf Heinrich Attems-Petzenstein gewählt. 
(Für die llolzschnitzereischule in llallein) wurde vom h. k. k. 
Handelsministerium ein Beitrag von 2500 B. ö. W. aus Staatsmitteln ge- 
widmet. Diese beträchtliche Unterstützung rückt die Activirung eines 
Instituts um vieles näher, welches bei richtiger Leitung die grösste Wich- 
tigkeit für unsere Alpenländer erlangen muss. 
(Ausstellung in Znainl.) Unter Mitwirkung des Museums ist in 
der Zeit vom 10. bis 24. April d. J. eine Thonwaarenausstellung 
in Znaim veranstaltet, deren Zweck ist: einen Ueberblick des gegenwär- 
tigen Standes der Thonwaarenindustrie in Znuim und Umgebung zu ge- 
winnen und die Bedingungen ihrer Fortentwickelung kennen zu lernen. 
Die Ausstellung, an der sich das Museum mit einer grossen Anzahl mo- 
derner Fa encen, Fliesen etc. betheiligt, ist seit Sonntag den 10. April 
in der Jliyinterbierhalle des Brauhauses in Znaim" eröffnet, woselbst Je- 
dermann unentgeltlich der Zutritt gestattet ist. 
(Gewerbeschule in Pilsen.) Angeregt durch die Erfolge der Pil- 
sener Ausstellung des abgelaufenen Jahres hat Herr Flora, Prof. an der 
Oberrealschule in Pilsen, den glücklichen Gedanken gehabt, eine Privat- 
ewerbeschule in das Leben zu rufen. Das östenx Museum hat, von der 
eberzeugung geleitet, dass Pilsen ganz der Ort für eine Gewerbezeichnen- 
schule ist, Herrn Prof. Hora mit Vorlagen aus der Sammlung des Museums 
zur zeitweiligen Benutzung unterstützt. 
(Gewerbliche Uuterrichtsnnstallen in Oberösterreich.) Die 
eben erschienenen „statistischen Daten, betreEcnd die volkswirthschaft- 
liehen Zustände Oberösterreichs", geben kein sehr erfreuliches Bild von 
der Lage des gewerblichen Unterrichtes in Oberösterreich. In der Ober- A 
realschule in Linz und in der Unterrealschule in Steyer ist die Zahl der 
Schüler constnnt, eher in Abnahme als in Aufnahme begriffen; dasselbe 
gilt von der Grelnial-Handelsscbule in Linz. Der Gewerbeverein in Linz
	        

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