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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1870 / 58)

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phien aus den Sammlungen des Baierischen Nationalmuseums" erscheinen, jede Lieferung

zu 12 Blättern; das Deutsche Gewerbemuseum veröffentlicht das erste Verzeichniss seiner

Gypsubgiisse, 162 Nummern, unter welchen namentlich die Abformungen nach dem menschlichen

 Körper für Schulzwecke beachtet zu werden verdienen. In höchst glänzender

Weise setzt die Arundel Society in London ihre Thiitigkeit fort; wir werden den letzten

Jahresbericht dieser Gesellschaft ausführlich rnittheilen.

[Besuch des Museums.) Im Juni wurde das Museum von 10.643 Personen besucht.

(Neu ausgestellte Gegenstände.) Am 20. Juni: Runder Schild in Eisen getrieben

 nnd tausehirt, italienisch, 16. Jahrh.; Flasche von Bergkrystall mit emaillirter

Silberfassnng, venetianisch, 15. Jshrh.; männliches Porträt in Wachs hossirt in reich ornamentirter

 Einrahmnng, italienisch, 16. Jahrla; Tasche, geschnittene und getriebene

Lederarbeit, Ende des 15. Jehrh., sämrntlieh Eigeuthum Sr. Hoheit des Herrn Herzogs

von Modena; - die Ansicht des Paradcplatzes in seiner künftigen Gestalt, entworfen vom

Obubanrath Fr. Schmidt, photographirt von Angerer.

Am 27. Juni: Eine Suite indischer Arbeiten: Schnitzarbeiten in Ebenholz, Sandalholz

 und Elfenbein, eingelegte Arbeiten, Kleider- und Turhanstelfs und andere Webereien

und Stickereien, Geschenk des britischen Gouvernements in Bombay an das Oesterr. Museum;

 - eine Cassette von Eisen mit Gold tanschirt, italienisch, Anfang des 17. Jahrh.,

Eigenthum des Herrn Schückell; - Crucifix, Armleuehter und Ampel, aus vergoldeter

Bronce nach dem Entwurfs des Architekten R. Bayer ausgeführt. von R. Kellernxann.

Am 4. Juli: Eine weitere Folge ostindischer Arbeiten: Steife, Stickereien, geschnitzte,

 eingelegte nnd Luekgcgenstände, Biittelhörner, montirt als Pulverhorn, Blumenhalter,

 Opfergeflisse, Statuette des Gottes Krischne aus Wallrosshein, indisches gemaltes

Kartenspiel, Geschenk des brit. Gouvernements in Bombay an das Oesterr. Museum; -

Bretspiel mit eingelegter Holzarbeit aus dem Ende des 16. Jahrh.; - Cahinet mit Fiillungen

 von getriehener Metallarbeit, 16. Jabrh.

Am 11. Juli: Christuskopf, Glasgemälde von Johann Heilig; - zwei Bronce-Vasen,

 venetianiscbe Arbeit, 16. Jahrh., Privateigentbum; - Metallschüssel mit gravirter

Ornamentation und Silbertauschirung. alt-orientalische Arbeit, Privateigentbum; - Porträt-Medaillon

 des Hofsehauspielers Josef Wagner, verfertigt von C. Ostrovsky; - Diplom_

für die Correspondenten des Museum und die Mitglieder der Gesellschaß zur Förderung

der Knnstgewerbeschule, nach Zeichnung des Directors J. Storch, in Holz geschnitten

von Barler, gedruckt bei C. Fromme.

(Ausstellungen). In diesen Ta en gebt zu der van der Handelskammer

 von Eger veranstalteten usstellung eine grosse Reihe von

Originalgegenständen aus dem Fache der Weberei, der Poterie, der Metalltechnik,

 Buchbinderei u. s. f. zur zeitweiligen Ausstelluu ' ab. Zugleich

wird eine grosse Anzahl von Gypsahgüssen zur Ausste ung gesendet,

welche von der Handelskammer mit Unterstützung des h. Ministeriums

des Handels erworben, an die Gewerbe- und- Realschulen des Kammerhezirkes

 unentgeltlich vertheilt werden. - Das Museum betheiligt sich

ferner an den in Graz und Bielitz einzuhaltenden Ausstellungen.

(Der Gesellschaft zur Förderung der Kunstgewerbesehulc) des

Museums sind neuerdings und zwar mit specieller Widmung für

Böhmen beigetreten als Gründer: Se. Durchl. Fürst J. A. Schwarzenberg

 mit einem Betrage von 1000 11., Se. Exc. Graf Franz Thun-Hohenstein

 mit einem Gründungsbeitrage von 100 H. und einem

Jahresbeitra e von 30 H. (durch 5 Jahre), Herr Philip Reach und Baron

Riese-Sta lburg mit Jahresbeiträgen - sämm ich ohne besondere

Rücksicht auf Nationalität.

Die Gesammtsumme der Gründungsbeiträge der Gesellschaft beträgt

 {etzt 26.120 H. und der Jahresbeiträge 2688 d.

m Laufe des nächsten Schuljahres dürfte zum ersten Male ein

Stipendium für Böhmen und eines für Steiermark aus dem Fonds für

Spezial-Stiftungen zur Verwendung kommen. '

Der erste Ausländer ist der Gesellschaü; in der Person des Prof. Carl

Krumbholz am Polytechnicum in Dresden beigetreten, welcher einen

Gründungsbeitrag von 100 H. einsandte.
            
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