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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1870 / 58)

4.78

so Pfnor, Heidelberger Schloss in B, 15, d. h. Baukunst, Renaissance,

deutsch-niederländisch; andere, welche mehreren Abtheilungen der Sammlung

 angehören, die in sich ein Ganzes bilden, sind mit den betreffenden

Bezeichnungen den Hanptabtheilungen angefügt, so Statz, gothische Entwürfe,

 zu B. 34 -- 36. den Abtheilungen moderne Denkmäler, Brunnen,

e und Kircheneinreichlung.

Vorstehendes wird genügen, um ein Bild der beiden in Leipzig und

Weimar nrganisirten Sammlungen zu geben, und es würde mir erwünscht

sein, wenn eine Prüfung durch bewährte Fachmäner Veranlassung böte, auch

anderen Orten ähnliche Unternehmungen ins Leben zu nxfen, bei deren

Organisation es leicht sein wird, die an meinem System bemerkten Mängel

zu verbessern.

Dresden. Dr. A. v. Zahn.

Die Kunst der Siebenbürger Sachsen.

(Schluss) b

Die Kirche zu Deutsch-Pian mit geradem Schluss und Rundbugenarkaden

 steht an der Grenze des romanischen und gothischen Styles, desgleichen

 jene in Tövis, die Ruine Alsö-Arbo und die Bartholomäuskirche

in Kronstadt; mit Ende des 13. Jahrhunderts erst sind an diesem verlorenen

 Posten Wandelungen zu bemerken, erst spät brandet die Fluth

des neuen Baustyls an diese entlegenen Stätten. „Was im Rheinlande

bei dem Beginne des 13. Jahrhunderts bereits eine vollendete Thatsache

war, in Oesterreich um 1230 zu überwiegen anfing, drang gegen Ende

desselben Jahrhunderts, vielleicht nicht ohne Vermittlung des nächsten

deutschen Landes, Oesterreichs, damals, als der erste Herrscher aus deutschem

 Stamme, der baierische Otto, auf den ungarischen Thron berufen

ward, auch nach Siebenbürgen und führte mit dem Denkmalbau die

Gnthik an die Stelle des Romanismns zu dauernderer Herrschaft." Der

Uebergangsstyl, welcher diesen Wechsel einleitete, währt aber selbst

geraume Zeit, wie z. B. die 1330 entstandene Kirche in Sächsisch-Regen

noch völlig dessen Gepräge trägt. Reichere Beispiele desselben sind die

gen. Kronstädter und die Abteikirche von Kerz.

Mit dieser Zähigkeit des Uebergangstyles hängt zusammen. dass

wir nur von einer Blüthe und einem Verfall, keiner Erstlingsperiode des

Spitzbogenstyls in Siebenbürgen sprechen können. Die Ausführung der

Kirchen erforderte auch hier, besonders bei wachsender Unruhe der

Zeiten, Jahrhunderte, so dass im 14. begonnene Werke im 16. zu Ende

gebracht wurden. Romanische Bauten, wie jene zu Agnethlen, erhielten

nun Umgestaltungen, andere Zubauten, wie der Karlsburger Dom. Im

15. Jahrhundert häuft sich die Zahl gothischer Stadt- und Landkirchen,

deren schönste Beispiele der Chor zu Mühlbach, die Hauptkirchen von
            
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