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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII (1872 / 85)

'31!

Bücher-Revue.

Die Kunst 1m Gewerbe, herausge eben vom hannoveranischen Architekten- und Ingenieur-Verein;

 redigirt von E. ppler. Hannover 1872.

Die von dem genannten Vereine herausgegebene Zeitschrift vertritt die gothische

Stylrichtung. Sie bringt demzufolge auch Original-Aufnahmen von kunstgewerblichen Erzeugnissen

 aus der Blüthezeit des Mittelalters. Uns liegt das erste Heft des ersten Jahrganges

 vor. Die Ausstattung ist sehr befriedigend. Wir werden ausführlicher auf dieses

Unternehmen zurückkommen, sobald uns mehrere Hefte desselben vorliegen werden.

1.110115 Kranach d. Ae., der Maler der Reformation. Eine biographische Skizze zum Gedachtniss

 der 4. Sacularfeier seines Geburtsjahres 14.72. Aus den vorhandenen Quellen

zusammengestellt von einem dankbaren Enkel. Wittenberg, 1872. (B. K. 340a.)

Das Sehriftchen hat sich zum Ziele gesetzt, das Interesse für den Meister ein weiteren

 Kreisen zu wecken, zu erhalten und zu verbreiten: Es ist mit Benutzung der

neuesten Arbeiten über Kranach, namentlich des Schuchardfschen Werkes, zusammengestellt,

 tragt aber vorwiegend den Charakter einer Localschrift und zwar in höherem

Maße, als sich mit dem Zwecke, allgemein die Theilnahme für den Künstler anzuregen,

vertra t. Alle Gevatterschaftsverhaltnisse und alle Wittenbergkchen Reminiscenzen an die

Famihe des Malers sind mit behaglicher Umstandlichlteit ausgeführt, die künstlerische

Charakteristik Kranachä, seiner Söhne und Schüler, seiner Werke endlich dagegen bei

weitem oberflächlicher gegeben, - eine Sache, die doch vor allem zu berücksichtigen

nöthig gewesen Ware, wo die Aufmerksamkeit der Laien auf den Meister gelenkt werden

soll. Das Buch ist mit einem guten Holzschnittportrat Kranach's ausgestattet.

Ktläßld 0118915111 e saggi dei pavimenti delle Chiese di_Roma. Rom, bei Spithöver, 187a.

La oapelln de! real palazzo d! Palermo. Palermo, bei Visconti Huber. 1872.

Wir vereinigen die Anzeige zweier Prachtwerke, die soeben in Italien ausgegeben

werden, aus dem runde, weil dieselben Chromolithographien von Mosaikbildern enthalten,

die ganz geeignet sind, für jede Art von musivischer Darstellung Künstlern und Industriellen

 ganz besonders empfohlen zu werden.

Das erstgenannte Werk wird durch G. B. de Rossi herausgegeben und in der chromolithographischen

 Anstalt des Hrn. Spithover gedruckt. Die Ausgabe ist eine meisterhafte,

wie es sich von einem Manne von der Bedeutung G. B. de Rossfs nicht anders erwarten

lasst. Die beiden ersten Hefte dieses Prachtwerkes enthalten Mosaiken aus der Bibliothek

Chigi und den Kirchen S. Maria Nuova und S. Maria Maggiore. In diesem Werke werden

 nur Mosaiken aufgenommen, welche älter sind als das XV. Jahrhundert.

Das zweitgenannte Werk, nicht minder prachtvoll ausgestattet, reproducirt die Capelle

 des k. Palastes in Palermo, nach der Aufnahme des H. A. Terzi, mit Erläuterungen

der Professoren Cavallari, Melli und Carini. Auch von diesem Werke ist bisher nur die

erste Lieferung erschienen. HoiTentlich wird die Theilnahme an der Publication lebhaft

genug sein, um die vollständige Durchführung derselben zu sichern.

PIN! et pointures de la maison paternelle de Tibere Cesar. Rom, 187i.

(B. K. 3373.)

Die Ansichten dieses im Jahre 186g in Rom auf edeckten Hauses liegen in einer Reihe

von Photogra hien vor, welche für alle jene, die sic mit der Decoration antiker Wohnrlume

 bescha ' en, von besonderem Interesse ist. Der Grundrissplan des Hauses ist von

dem, um die Topographie hochverdienten Cav. Rosa verfasst.

Eloge de In. tolie par Erasme orne des dessins de Hans Holbein. Paris 187:.

(B. K. 3372.)

Das in der wLibrairie des bibliophiles- in Paris erschienene Werk ist {ein Meisteretüdt

 französischer moderner Typographie. Das berühmte Moriae Eneomium des Erasmus

von Rotterdam ist von Victor Develay in das Franzosische übertragen. Die Zeichnungen

zu den Holzschnitten sind photographirt auf den Holzstock, nach Holbeins Originalzeichnungen

 ausgeführt. die-sich im Museum zu Basel beenden. In der Einleitung verbreitet

sich Herr D. Jouast über die Bedeutung der neuen Ausgabe dieses Werkes.
            
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