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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII (1872 / 86)

III 
Dasselbe hätte sodann an der Hand des Special-Programms und der 
nachgefolgten lnstructionen und Erläuterungen zu erwägen, welche An- 
stalten und in welcher Richtung die einzelnen aufzufordern wären, sich 
an der Ausstellung zu betheiligen, damit ohne allzugrosse Anhäufung 
gleichartiger Objecte doch ein möglichst vollständiges Bild der Unterrichts- 
zustände des Gebiets der geehrten Commission, so weit dieselben sich 
mittelst einer Ausstellung veranschaulichen lassen, geboten werde. Durch 
die eben erwähnte Aufforderung wird selbstverständlich die Annahme 
anderweitiger Anmeldungen nicht ausgeschlossen; doch wird es seinerzeit 
Sache des fachmännischen Comitäs sein, als Jury eine Sichtung der ein- 
gelaufenen Objecte vorzunehmen, damit nur dasjenige nach Wien gelange, 
was den-Zweck der Ausstellung in der fraglichen Gruppe wirklich zu 
fördern geeignet ist. 
So weit es dieser Zweck erlaubt, wolle die geehrte Commission dahin 
wirken, dass nicht nur die erforderlichen Daten für den Ausstellungs- 
Katalog längstens bis I5. December 1872 an mich gelangen, sondern auch 
die AusstellungseObjecte selbst im Laufe des Monats Jänner 1873 in Wien 
eintreifen, da ich nach dem Vorgangs des Jahres 1862 eine Vorausstellung 
sämmtlicher Unterrichtsgegenstände in grösseren Räumlichkeiten, als ihnen 
der Industrie-Palast einzuräumen vermag, zu veranstalten beabsichtige. 
Was die Kosten der Ausstellung anbelangt, so übernimmt das meiner 
Leitung unterstehende Ministerium alle diejenigen, welche sich auf die 
Platzmiethe, die erforderlichen Schränke und Tische die sonstige Adjusti- 
rung der Ausstellungsräume, so wie auf den Transport innerhalb Wien'a 
und die Versicherung gegen Beschädigungen u. dgl. beziehen. Hingegen 
jene Auslagen, welche aus dem Transporte der auszustellenden Objecte 
nach Wien oder von Wien zurück erwachsen, vermag ich nur insoferne 
zu übernehmen, als Staats-Lehranstalten als Aussteller erscheinen. Bezüg- 
lich anderer Anstalten müssten diese Kosten entweder von den Erhaltern 
der betreffenden Schulen getragen oder von der geehrten Commission aus 
den ihr zu Gebote stehenden Fonds bestritten werden. Dasselbe würde 
von Einzel-Ausstellern gelten. 
Ich habe sämmtliche Schulbehörden angewiesen, der geehrten Com- 
mission auf das Thatkräftigate an die Hand zu gehen. 
Wien am rg. Juni 1872. 
Der Minister für Cultus und Unterricht 
Stremayr. 
Gawarhschule in Graz. 
lm Monate November wird in Graz eine Gewerbschule eröifnet 
werden. Heinrich Graf Attems, Obmann des Aufsichtsrathes der Grazer 
Gewerbscbule, der an dem Zustandekommen dieser Gewerbschule einen 
ganz hervorragenden Antheil hat, widmet dieser Anstalt in der Gr. Tages- 
post einen Bericht, dem wir folgende Zeilen entnehmen:
	        
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