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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst III (1958 / Heft 1 und 2)

Volkskunde, die ob ihres Ungeheuer-Typs zunächst als Teil

s Wasserspeiers gedeutet wurde. w Es handelt sich um eine

Treibarbeit vielleicht noch des 17. Jahrhunderts. Die stark

,etriebent' Schnauze erinnert an die clrachenartigen Perchten-{Crt

 aus dem Pinzgau. Die Maske ist jedenfalls für mensch-'

 Gesiehtsgröße berechnet. Augenlöcher gestttttcn den Aus-1,

 Nitsenlöcher sind der Schnauze entsprechend stark seitgestellt,

 Maulöffnung ist keine vorhanden, man mag mit

Fehlen eines Unterkiefers rechnen. Die Augenbrauen sind

eigenen Blechstreifen geschnitten, mit in Fransen geschnitm,

 aufgerolltem Rand aufgenietct. So steht die vielleicht äli

 derartige Metallmaske aus österreichischem Gebiet im Geatz

 zu den anderen hier gefundenen Nletallmttskcn, die mehr

weniger rein menschliche Gesichtszüge aufweisen. lireihandelt

 es sich bei ihnen nicht mehr um Kupfer-, sondern

Eisenblechmaskcn. Zwei Stücke, die wohl dem Oberinntal

rhören, verwahrt das 'l"irolet' Volkskunstmuseum. Die eine

H1 hat keine Augen- und Mundüffnungen, doch sind Augl

 und Lippen siebartig durchlöchert, so daß Blick und Atg

 möglich waren. Die andere ist ein rohes Stück, mit angerter

 Nase und gerollter Lippe. Sie entspricht schon fast der

ICTI Teufelsmaske aus Gastein, die vor mehr als sechzig Jahdort

 noch getragen wurde: Es war eine rohe liisenblechkc

 mit ausgeschlagenen Augen, aufgesetzter Nase, herausgender

 Zunge (aus rotem Stoff) und zwei kleinen Ziegentern."

 Da ist ja die Metallmtiske des Salzburger Museums

n dagegen. Es ist eine glatte Maske von grauer liarhe, ohne

.rich. Mund und Augenhöhlen sind herausgestanzt, die Nase

erausgctrieben, wie das ganze (icsicht plastisch gehalten erint.

 Da spielt wohl wieder der Drang mit, die unpersönliche

hten- und Schemen-Schönheit zu erreichen. Damit ginge

: Maske, wenigstens im Typus, wohl auch auf das 17. Jahrzlert

 zurück."

t 16. bis zum 19. Jahrhundert sind also in den schweizerin

 wie in den österreichischen Landschaften Metallmaskcn

landen und getragen worden. Das 17. Jahrhundert scheint

inders stark beteiligt gewesen zu sein, ohne daß man jedoch

len Kupfer- und Eisenblechmasken von einem Maskenbarock

chen könnte. Man wird im Gegenteil und mit besonderem

ilick darauf, dall die originalen Klein-Basler Ehrenzeichenkcn

 sicherlich noch im späten 16. Jahrhundert entstanden

, weit eher von einer Masken-Renaissance, von einem bürichen

 Maskenwcsen der stark cigengeprägten süddeutschveizerisc

 atlpcnländischcn Spätrenttissztncc sprechen müsszn.

.e sich die Stahlbleehmitske der spätgotischen Rittervisiere

t weiter ausgewirkt, so blieb dieses Metallmaskenwesen der

gerlichen Renaissance drei Jahrhunderte lang am Leben.

weder kontinuierlich wie in Basel, wo die gesellschaftlichen

ndlagen dafür erhalten blieben, oder im sozialen Geschicbe,

mit bäuerlichen Nachfolgeerscheinungcn wie in den Dörund

 Miirkten von Tirol und Salzburg. Nur diese Erscheig

 des Nachlebcns altbürgerlichen Maskengutes im bäuerlit

 Brauchtum konnte ja auch die Entstehung der llisenblechken

 mit sich bringen, die zum Teil den Teufelsmasken der

zscl-initzer so stark entsprechen, daß an ihrer gcstaltlichen

ängigkeit von diesen nicht zu zweifeln ist. Dennoch bleibt

' die Tatsache bestehen, daß wir mit den kupfernen und

rnen (jemeindemasken eine Schicht des mitteleuropäischen

olet Volkskunstmuiseutu, tun-xi. rn. tsii. Die weiteren ltuell zu nennen-Masken

 des luushrurker Hustßuttts sind die tut-usw. rvt; iss und 159. m.

inke die Mitteilungen und aututiiiuieu davon Herrn t-tuti-ut tm. m. Jusel

u. (Photon lllchanl Wachen, Innsbruck.) 7 Hllile Eunnel, Masken In

Iütnllehell deutschen Spielen (ilhutsrhe Arbeiten der Universität iuitu,

a), Jena o. J.

slerrelchlsehes Museum im Volkskunde. UHR-XI. xiruiis. In Merlin erworben.

Alrle Andree-Eyitn, Yulkskundllrhes ü!!! dem hayeNach-österreichischen Al-Ehlel.

 Braunschweig 1910. s. 110 tabu).

stumm, Museum Salzburg, lnm-Nr.

tut, die aiimituug und Aulltahme

_Photo nklmlh Puschej).



4, ohne llerluttftsungnhe. m.

davon Frau Dr. Frlederlke Prntlln-AUS

 DER 539. KCNSTALIKTION DES DOROTHELJWS

Curnelis de Vos

(llulst 1584-1651

Anttvcrpen).

Miitlehenbildnis,

Öl auf llolz,

57:45em. (Schätzung

S 12(].OOO.-),

Rufpreis 540.000.-Michacl

 Zürn d. 

(1636 bis nach 161m.

Die hl. Maria Magdalena,

 llolz, Höhe

41cm. (Sehä .ung

S -l().OOO.-), Rufpreis

S 14.UOO._

David Ryekaert llI. (Antwerpen 1612-1661). Der Taufschmaus, sign.

u. dat.: D Ryckaert 1660, Ol auf Leinwand, 120:171 cm. (Schätzung

S lUU.OOO.-) Rufprcis S 35.000.-


            
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