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Full text : Alte und Moderne Kunst III (1958 / Heft 3)

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rngste seiner zeitgenössischen Malerei und insbesondere seiner

zeitgenössischen Wandmalerei verpflichtet ist, dabei aber zublge

 seiner textilen Struktur stets einen durchaus eigenen, im

Grunde eben dekorativen Charakter bewahrt. Was die Themen

xtrilfl, die in den Tapisserien ihre Darstellung finden können,

so sind vor allem der nnchmittelalterlichen Bildteppich-Wirkerei

n dieser Beziehung nur wenige Grenzen gesetzt; doeh sind ihre

Gegenstände zumeist vielfigurige Szenen aus der biblischen Geschichte,

 aus der Geschichte und aus der Mythologie.

Die Wiener Tapisserien-Summlung besteht zum überwiegenden

Teil aus flämischen, insbesondere aus Brüsseler Bildteppichen

ies 16., 17. und 18. Jahrhunderts, zum kleineren Teil aus Erzeugnissen

 verschiedener französischer Ateliers. Es ist an dieser

Stelle nicht möglich, auch nur die wichtigsten ihrer Serien alle

tuizuzählen. Von den Brüsseler Bildteppichen des 16. Jahrhunderts

 könnte man hei einem durchaus flüchtigen Überblick vielleicht

 zuerst einen Einzelteppich mit der Darstellung der Taufe

Christi nennen; er entstand noch in der Zeit um 1500 und berührt

 sich in komposiiorischer Hinsicht mit dem johannes-Aliar

des Regler van der Weyden in Berlin. Dem fortgeschritteneren

16. Jahrhundert gehören zwei Serien an, die höchstwahrscheinlich

 auf Entwürfe des Bcrnaert van Orley zurückgehen (die eine

mit Darstellungen aus dem Buche Tobias, die andere mit Szenen

aus dem Leben des Palriarchen Abraham), und drei weitere,

deren künstlerische Herkunft im Kreise des Pieter Coecke van

Aelst zu suchen ist (die eine mit Darstellungen aus dem Buche

josua, die andere mit Szenen aus dem Leben des Apostels Paulus

 und die dritte mit den Allegorien der sieben Todsünden). Zu

der Fülle der übrigen Brüsseler Arbeiten des 16. Jahrhunderts

zählt noch eine Folge von Bildteppichen mit Darstellungen aus

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