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Volltext: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Hydrographie. 
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Das mittlere Jahresmaximum dieser Periode beträgt 19-8 0 , das absolute Maximum 20'5 0 C. 
Für Zwecke des Wasserstandsnachrichten- und Prognosendienstes werden von 
der k. k. Hydrographischen Landesabteilung in Wien seit dem Jahre 1899 auf Grund täglicher 
und unter besonderen Verhältnissen (Hochwasser, Eis) noch viel dichterer Wasserstands 
meldungen zahlreicher Pegelstationen an der Donau und ihren wichtigeren Konfluenten für 
jedermann erhältliche Wasserstandsberichte ausgegeben. Bei normaler und unternormaler Wasser 
führung erscheinen diese Berichte wöchentlich und bestehen der Hauptsache nach aus graphischen 
Darstellungen der seit Veröffentlichung des letzten Berichtes eingelangten Wasserstandsnach 
richten und Eisstandsrapporte. Je nach Bedürfnis enthalten dieselben auch eine Wasserstands 
prognose. Beim Eintritt von Hochwasser sowie bei Eisstoßbildungen in der österreichischen 
Donaustrecke wird statt dieser wöchentlichen Berichte täglich ein Wasserstands- beziehungs 
weise Eisstandsrapport in Tabellenform publiziert, in welchen je nach Zweckmäßigkeit auch 
die Niederschlags-, Witterungs- und Temperaturverhältnisse im Einzugsgebiet sowie die für 
Wien zu gewärtigenden Wasserstände ersichtlich gemacht sind. Außerdem veröffentlicht das 
genannte Amt täglich die Wasserstände von fast 30 Pegelstationen des Donaugebietes in der 
amtlichen „Wiener Zeitung“. Die Relationslinien für Beharrungswasserstände oder ausgereifte 
Kulminationen der Donau und die Fortpflanzungsgeschwindigkeiten von Flutwellen dieses 
Stromes, welche in den genannten Wochenberichten in graphischer Darstellung enthalten sind 
und die Grundlagen der Wasserstandsprognose bilden, sind aus den beiden folgenden Tabellen 
zu entnehmen. 
Relationswasserstände in Zentimetern an den Pegelstationen. 
Mauthausen 
Grein 
JS 
X} 
> 
’S 
S 
Spitz 
C 
c/5 
Zwentendorf j 
Tulln 
Greifenstein 
Wien 
(Reichsbrücke)! 
Fischamend 
bfl 
3 
X 
c 
rt 
r 
- 26 
4- 40 
+ 128 
+ 220 
+ 304 
+ 390 
+ 495 
+ 630 
+ 690 
+ 42 
+ 126 
+ 270 
+ 410 
+ 555 
+ 700 
+ 900 
-I- 1160 
+ 1260 
— 42 
+ 15 
+ 105 
+ 195 
+ 282 
+ 375 
+ 500 
+ 640 
+ 705 
— 220 
— 172 
- 65 
+ 40 
+ 135 
+ 230 
+ 340 
+ 495 
+ 570 
— 56 
+ 6 
+ 98 
+ 200 
+ 300 
+ 395 
+ 510 
+ 655 
+ 720 
— 80 
— 25 
+ 60 
+ 138 
+ 235 
-f 330 
+ 430 
+ 550 
+ 595 
— 190 
— 130 
— 35 
+ 52 
+ 140 
+ 225 
+ 310 
+ 400 
+ 435 
- 160 
— 100 
+ 8 
+ 100 
+ 182 
+ 260 
+ 345 
+ 430 
+ 465 
— 162 
- 92 
+ 8 
+ 100 
+ 188 
+ 270 
+ 355 
+ 460 
+ 505 
- 170 
-100 
0 
+ 100 
+ 200 
+ 300 
+400 
+ 500 
+550 
+ 5 
+ 80 
+ 190 
+ 286 
-t-360 
+ 425 
+ 492 
-h 575 
+ 615 
0 
+ 65 
+ 154 
+ 235 
+ 310 
+ 395 
+ 510 
4 610 
+ 650 
Zeitdauer für den Verlauf der Flutwellen 
in Stunden 
Für Höchstwasser . . . 
Für Niederwasserfluten 
nach Wien 
87 
48 
74 
38 
68 
33 
54 
26 
50 
23 
37 
17 
31 
15 
26 
11 
15 
6 
gl 
ü'l 
15 
7 
Der Wiener Donaukanal. 
Der Wiener Donaukanal hat eine Länge von etwas mehr als 16’8km und ein Gefälle 
des theoretischen Nullwassers von 6‘44 m (etwa 0-4% 0 gegen fast 0-5% o des Hauptstromes); 
die zugehörige Strecke des Stromes ist etwa 14-3 km lang. Die Breite des Kanales beträgt in 
der Bordhöhe etwa 70 m, die mittlere Tiefe bei Nullwasser zirka 3 m, die größte Tiefe über 
4 m. Die Borde liegen etwas weniger als 4 m über dem Nullwasser. (Näheres ist aus der 
Abb. 2 auf S. 11 und aus dem Abschnitt über die Regulierung des Donaukanales zu entnehmen.)
	        
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