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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst IV (1959 / Heft 5)

Georg Eislcr: .

Öl auf Lcinwm

lumilie.

d (45 cm

(35 cm).



Publikum vorlegen wird, sind das Zeugnis dieses Weges, der

sich bei ihm ebenso in der Graphik und der XVerkzeichnung

legitimiert, als fortlaufende Kette eines immer größeren Bewußtwerdens

 der fundamentalen malerischen Probleme.

Im Zentrum der Arbeiten von Georg _Eisler steht dabei nicht

von ungefähr die menschliche Figur. eine Tatsache, die bei einem

Angehörigen seiner Generation vielleicht verwundern mag, aber

bei ihm vom Wissen um das aktuelle Feld der Entscheidungen

und von ernsthaft humaner Gesinnung zeugt. Der Mensch

tritt bei ihm als Einzelfigur, als Porträt, als Akt in Erscheinung,

 als Isolierung einer komplexen Form im Raum und als

Gruppenbild zur Demonstration der Verknüpfung verschiedener

 Raumwerte. Dabei geht etwa das Portrait Schostakowitsch

über die rein psychologische Erfassung des Dargestellten hinaus

und versucht zu einer konkreten Formulierung einer seelischen

 Situation zu gelangen, die hier mit rein malerischen Mitteln

 angestrebt und auch erreicht wird. Von der entscheidenden

Rolle, die dabei die sinnliche Farbmaterie spielt, wurde schon

gesprochen. Es sind malerische Zeichen, die die Form umschreiben

 und begleiten, sich zur Plastizität verdichten, es ist die

Farbe, die Suggestion der Tiefe schafft.

Sich vor allem in Tonwerten bewegend, aus denen sie wieder

schwelend hervorbricht, versucht sie an das Sein der Figuren

heranzukommen, weder laut noch gestikulierend, sondern immer

 wieder in sorgsamer Umschreibung um das Tatsächliche

bemüht. So nimmt die Statuarik der Figuren zu, die Stille der

Bilder verfestigt sich, ohne an Leben zu verlieren. Der stehende

Akt aus dem jahre 1957 ist ein Beispiel dafür. Die hochgezogene

 Perspektive schafft Raumverdeutliehung und Kontrapunkt

zu der aus dem Bildzentrum gerückten Figur, die dadurch an

einer Eindringlichkeit gewinnt, die fern jedes Illusionismus ist.

Im kleinen Gruppenbild aus dem Jahre 1953 schließlich ist die

Farbe vollends zeichenhaft geworden. In schwerflüssigen Schichten

 schafft sie die Figuren, die in statuarischer Verhaltenheit

einen plastischen Raum umschreiben. Ihre enge Verbindung

im rhythmischen Fall der Silhouetten schafft eine Atmosphäre

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