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Full text: Alte und Moderne Kunst IV (1959 / Heft 11)

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inhalte betrifft, so geht es dabei fast ausschließlich um ein 
Thema, um Köpfe und Gesichter ohne jede Andeutung räum- 
licher Umgebung. Zum Teil sind es Bildnisse, häufiger lapidare 
Ausdrucksmasken von betonter Gedanklichkeit („Ergo sum", 
„Ecce homo", „Contrabhnsso"). Der Weg aber, der hier deutlich 
erkennbar wird, ist der übliche, der selbstverständliche vom 
Pathos der Gebärde - wie es die Lithographie von 1948 zeigt - 
zu einer immer unmittelbarer, direkt wirkenden Sprache der 
Form. „Form" ist dabei in zweierlei Bedeutung zu verstehen. 
Einmal geht es hier um den Schwarzweiß-Effekt, und zwar ein 
möglichst ausschließliches Schwarzweiß in dramzitischcm 
Gegeneinander, ohne Zwischentöne, oder nur mit ganz wenigen, 
die sparsam in das Gerüst der schweren, wuchtigen Schwärzen 
und scharfen Helligkeiten eingefügt sind. Diese graphische Ge- 
staltungsweise - deren Prinzip in den monumentalen llolz- 
schnitten von Munch und Gauguin festgelegt worden ist -, ist 
in einem Blatt wie dem Linolschnitt „Contrabbasso" von 1956 
bis zu gegenstandslerner Formenphantastik vorgetrieben: eine 
dunkle Form und ihr helles Echo, hier mit Einbeziehung eines 
Raumes. Es ist allerdings ein Phantasieraum, nur dnzu da, um 
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