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Full text: Alte und Moderne Kunst VII (1962 / Heft 58 und 59)

i, 
seltsamen Stein zurück und ver- 
wendet ihn besonders gerne für 
Knmmunionschranken. 
Der ÄIUIIÄÄFFÜUIÄ? ist eine seit der 
(intik nicht mehr verwendete, 
damals anscheinend restlos 21b- 
gelvaute Älmft des Rutsche-ek- 
Mnrmurs. lir enthält keine ndcr 
fast keine weißen Adern, dafür 
aber sehr verschiedenfarbige Knol- 
len bzw. (ierölle, die ihn sehr 
bunt machen und dadurch jede 
Reliel-plastik weitgehend 2er? 
reißen. 
Der damals selten verwendete 
ltallmjzjienthält die weißen Quer 
schnitre von Keirallenstengeln in 
der roten (irundmasse und da- 
durch stellenweise nuch eine recht 
grelle Musterung  B. Snckel des 
Friedrichsgrahcs). 
Diese durchaus mäßige Verwcne 
 
Denkmälern. Halten wir noch einA 
mal fest, wurin diese sonderbare 
Wirkung des Steins besteht: Über 
die eigentliche, realistisch-natura- 
listische Plastik, die im innersten 
Sinne des Wortes „greiflmW ist, 
legt sich die grelle Musterung des 
Steins, löst die Formen ins Ynklare, 
irrationale, Tianszendente auf. Die 
optischen Voraussetzungen dieser 
Wiirkting sind ja hinlänglich he- 
kannt: Wir verwenden absichtlich 
eine Musterung von Tnrnfnrben, 
um die Form eines Objektes weit- 
gehend unkenntlich Zu machen. 
Die moderne Bildnisphntugruphie 
arbeitet mit „einer genau hereche 
rieten Unschärfe und Verschwomw 
menheit als Mittel, um abstrakte 
limptititltingen, Bewegung und 
Handhabung anzudeuten", um 
eine „trmunhafte Wirklichkeit" zu
	        
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