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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst VII (1962 / Heft 62 und 63)

KATALOG ll.

l7. (ilaskrug (Pitti lnv. 120).

H 22,5 cm, Abb. 7 und 8.

(iehenkelt, mit drei schmalen horiv

zuntalen Ornamentfriesen aus totem

Glasfluß (Halbperlen) und kalter

Vergoldung (Sehuppendekor).

Vermutlich Murano, frühes 16. _Ihdt.

Vergoldete Silbermontierung, bestehend

 aus: Henkelbügcl mit Scharnier,

 Daumenrast und Deckel, im

Deckel rundes Emailmedaillon mit

dem gcvierteit Wappen Wolf Dietrichs,

 Erzbischofshut als Wappenzier,

 Munugramm W. D. A. S.

(XlUolfangus Teodoricus Archiepis7

copus Salisburgensis), breiter Basisreifen

 mit graviertcr und niellierter

lnschrift (lateinische Maiuskel):

Qua vetetcs patera tibi libavere

Liburni

rcdditur obsequio Phoebe reperta

(Hi)

Principis at Tendorici quia jungimur

 aede

nunc untrioque deo serviam et

lmSpitibuS

(Übersetzung im Textteil.)

Ohne Punzen, um 1590.

lnv. 1612: „Iiin gläxerrlr: Kandl mit

Jillzrrn rrrgnldlrn Ranjjlnrl ringwfrßl, nnf

(Im! Lngh Iirgbirrllqf ll"0lf Dielrirnezz

llÜzppz-n, zrelrllr: linllbaxar unn Glcinig

meiner M". (inadm grxrbrnht 11)."

18.-53. Sechsuittltlreißig Kredenzsclvalcn(Pittilnv.12-47).ll16,5

 cm,

Dm 22,3 cm, Abb. 10714.

Xiergoldetes Silber.

Getriebene Schalenbüdett mit 12 'l'he7

men aus dem Alten 'l'estament,

12 Aiotiatsbiltlern und 12 allegorischen

 Darstellungen. Unterseite der

Schalen durch strahlenfiärmig ornamentierte

 getriebene Deckplatte abgedeckt.

 lloher Fuß, dessen gegostlreihenkeliger

 Schaft durch

Schwäne gebildet wird.

Meisterzeicben Pll (Paul llübner),

Rnsenberg lll, Nr. 410.

Augsburger Beschauzeieheti, Rosenberg

 lll, Nr. 127.

Augsburg 1585-90.

lnv. 1612: „Dm 9. Angnxii 1590 Im!

ihr 111". Gnaden in die Xilberlcamzaer

grlnn huren 3 7 "nlger tillßmle innen und

nnßen urrgnldte Xrlnzllrn. .. 1171 Äiark

61.0110."

lnv. 1772: „5-1 .i'ilbrr- und urrgalrllr

Crrdmgxrlzallen von grlrirluner Arbeit

nnn ll". D. 115 Alnrk 10 L0!" (geschlossene

 Angabe aller 54 Stück des

Palazzo l'itti)11).

Literatur: Holzhausen4), Älartinl),

Falke 14), Formenschatz 1911, Rosenberg

 3-1).

54.-65. Zwölf Krcdenzscbalen (Pitti

lnv. 48-59).ll14,7 cm, Dm 18,7cm,

Abb. 15.

Vergoldctcs Silber.

(ietriebene Schalenbiötlcti

gotischen Darstellungen, (Jrnamentik

 und Fuß gleich den etwas größeren

Schalen IQaL-Nr. 18753.

Meisterzeicheti Pll (Paul llübner),

Rosenberg lll, Nr. 410.

Augsburger Beschnuzeichen, Rosenberg

 lll, Nr.130.

30

sener

mit alle7

Augsburg, um 1590.

lnv. 1612: „Im Reirhrtag {n Regenrpzlrg

Im! unter gnädiger Herr und Fünf von

Barllmeen Ferenraajr erkaufen laxrrn und

in die Silberkanlmrr anlnmrren lauen

12 klein riibernz nnd ganz vergaldte

Srbalen um geiriebelter Arbeit, 21 Alarlz,

14 Lnl, 3 Griin 14)."

1772: Wie Nr. 18753 geschlossen

 unter den 54 Kredenzschalen

 aufgeführt.

Literatur: Wie Nr. 18753.

66.-71. Sechs Kredenzschalen (Pitti

lnv. 60765). H 14,5 cm, Dm 18,7cm,

Abb. 9.

Vergoldetes Silber.

Getriebene Schalenböden mit M07

natsdarstellungcn, drcihenkeliger

Schaft mit Muscheln dekoriert. (lm

Vergleich mit den Schalen Paul

Hübners einfacher ausgestattet, ohne

untere Abdeckung. Die Figuren

zcigcn noch nicht die schlanke

Eleganz und Bewegung des Stiles

Paul Hübners. Verwandtschaft mit

Plaketten jonas Silbers.)

Meisterzeichen BK15),

Rusenberg.

Augsburger Beschauzeichen Rosenberg

 lll, Nr.127.

Augsburg, 1580790.

lnv. 1612: „Den 3. Ma} anno 1594 im!

unter gnedigner Fürrl nnd Herr in dir

Xillzrrkarnmer geben [am-n 6 rilberne ganz

uergnldle Cradeizgnbalien . . . ro ibr bf.

(in, van Paul Endrirer: erkauft, I!) Kllark,

9 Loi, 3 Grün."

lnv. 1772: Wie Nr. 18753 und

Nr. 54-65 geschlossen unter den

54 Kredenzschalen aufgeführt.

Literatur: Holzhausen 4).

72. Rundes Becken (Pitti lnv. 10).

Dm 58cm, Abb. 17.

Vergoldetcs Silber.

Treibarbeit mit der Darstellung des

Orpheus den Tieren. (lm

Vergleich mit Paul Hübncrs Becken

Nr. 74 ältere horizontale Komposition

 ohne Raurntiefc.) Das zur Aufnahme

 des Wappens bestimmte runde

Mittclmcdaillon ersetzt durch neue

galvanisch vergoldete Platte.

Äleisterzeicben BK 15), nicht im

Rosenbcrg.

Augsburger Beschauzeichcn Rosenberg

 lll, Nr. 127.

Augsburg, 1580790.

lnv. 1612: „In einem roten Fnederal

ain ganz wrgirller Kandl und Park mit

illrer  Gnaden und der XIII]! grrclnnelgleln

 Wappen, 20 Mark, 6 L0],

J Grün." oder: „In einem rrbxrargrn

Fnederal ein ganz nrrgilldle: Kandl und

Park an"! reiner l.f. Gnadm Erb7 und

.171]! gmbmrlgteln Wappen, 20 Mark,

7 Lal."

lnv. 1772: „1 ganz nergoldle: Lanar

mm! der Kandl von getrieben" Arbeil

und gang goldenem Wappen van ll". D.

20 Marie, 7 Loi." oder: „Alrlzr rin

dergIeirIJen von gelrieberler Arbeit ganz

uergoldl und nzil goldenen llÜlpprrl van

ll". D. 201110112, 6 L0}, 3 Grill."

(In diesen lnventarposten sind beide

Becken samt Kannen enthalten. Die

lnv.

nicht im

unter

XVappcn aus Guldcmail wurden

später entfernt.)

Literatur: Holzhausen4), Falke"),

Martin l), Rosenberg 33).

73. Schenkkanne (Pitti lnv. 11).

H 38,5 cm, Abb. 16.

Vergoldetes Silber,

Nr. 72 gehörig.

Gegosscncr Henkel mit lingelshe rme,

am Ausguß gegosscnes (iorgonenhaupt,

 getriebene Laibung mit ovalen

Nledaillons (Ticrszenen) und Ornamenten

 in Rollwcrk und Früchten.

Meisterzeieheti BK, nicht im Rosenbetg.



Augsburger Beschauzeichen, Rosenberg

 lll, Nr.127.

Augsburg, 15807 1590.

zu m Becken

lnv. 1612 und 1772: Zitiert unter

Nr.72.

Literatur; Wie Nr. 72.

74. Rundes Becken (Pitti lnv. 5).

Dm 61 cm, Abb. 19

Vcrgoldctes Silber.

Treibatbcit mit Darstellung des ()rpheus

 unter den Tieren. (lm Verglcich

 mit dem Becken des Meisters

BK Nr. 72 modernere radiäre Kumposition,

 größere Raumtiefe.) Das

zur Aufnahme des Wappens bestimmte

 Mittelmedailloti

durch neue, galvanisch vergoldete

Platte.

Mcisterzeichcn Pll (Paul llübner),

Rosenberg lll, Nt. 410.

Augsburger Beschauzeichen, Rosenberg

 Nr. 130.

Augsburg, 1585 71590.

ersetzt

lnv. 1612 und 1772: Zitiert unter

Nr.72.

Literatur: llolzhausetri), Falke"),

Martinl), RosenbergZ-l).

75. Schenkkanne (Pitti lnv. 6),

H 45 crn, Abb. 1B

Verguldetes Silber,

Nr. 74 gehörig.

Gegossener Henkel mit lingelsherme,

Laibung mit gegossenen Engelsköpfen

 und getriebenen Metlnillotls

(Ticrszeneti) dekoriert.

Meisterzeicheti PH (Paul llübnet),

Rosenberg lll, Nr. 410.

Augsburger Bcschauzeiehen, Rosenberg

 Nr. 130.

Augsburg, 1585 7 1590.

lnv. 1612 und 1772: Zitiert unter

Nr. 72.

Literatur: Wie bei Nr. 74.

76. Schcnkkanne in

Delphins (Pitti lnv. 7),

I. 30 cm, Abb. 20

Vergnldetes Silber.

Ttcibarbeit.

Ohne Punzcn.

Salzburg, um 1590.

lnv. 1612: „Ein iilzerlenglt galt; l'orgaldlrr

 Girrrperk van getriebene-r Arbeil

und ein Kandl, anrIJ ganz uergnldl, 7 "elßn:

 Ar! fornlirt 25 Alark, 9 Lnr,

Z Grün."

lnv. 1772: „Ein ülnrlenglz: gan; vvrgaldtu

 Lauar und Knnrll mit einrzn Delpbin

 von ll". I). 27' Mark, 7 Lnl,

1 Grän."

77. Ovales Becken (Pitti lnv., Nr.

unbekannt). (ärülle unbekannt.

Vergoldetes Silber, zu Nr. 76 gehi

 ig.

Treibarbcit mit Darstellung Neptuns,

mit Nerciden und Tritonen. Wappen

Wolf Dietrichs.

zum Becken

Form eines

H 25 cm,
            
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