KATALOG ll.
l7. (ilaskrug (Pitti lnv. 120).
H 22,5 cm, Abb. 7 und 8.
(iehenkelt, mit drei schmalen horiv
zuntalen Ornamentfriesen aus totem
Glasfluß (Halbperlen) und kalter
Vergoldung (Sehuppendekor).
Vermutlich Murano, frühes 16. _Ihdt.
Vergoldete Silbermontierung, bestehend
aus: Henkelbügcl mit Scharnier,
Daumenrast und Deckel, im
Deckel rundes Emailmedaillon mit
dem gcvierteit Wappen Wolf Dietrichs,
Erzbischofshut als Wappenzier,
Munugramm W. D. A. S.
(XlUolfangus Teodoricus Archiepis7
copus Salisburgensis), breiter Basisreifen
mit graviertcr und niellierter
lnschrift (lateinische Maiuskel):
Qua vetetcs patera tibi libavere
Liburni
rcdditur obsequio Phoebe reperta
(Hi)
Principis at Tendorici quia jungimur
aede
nunc untrioque deo serviam et
lmSpitibuS
(Übersetzung im Textteil.)
Ohne Punzen, um 1590.
lnv. 1612: „Iiin gläxerrlr: Kandl mit
Jillzrrn rrrgnldlrn Ranjjlnrl ringwfrßl, nnf
(Im! Lngh Iirgbirrllqf ll"0lf Dielrirnezz
llÜzppz-n, zrelrllr: linllbaxar unn Glcinig
meiner M". (inadm grxrbrnht 11)."
18.-53. Sechsuittltlreißig Kredenzsclvalcn(Pittilnv.12-47).ll16,5
cm,
Dm 22,3 cm, Abb. 10714.
Xiergoldetes Silber.
Getriebene Schalenbüdett mit 12 'l'he7
men aus dem Alten 'l'estament,
12 Aiotiatsbiltlern und 12 allegorischen
Darstellungen. Unterseite der
Schalen durch strahlenfiärmig ornamentierte
getriebene Deckplatte abgedeckt.
lloher Fuß, dessen gegostlreihenkeliger
Schaft durch
Schwäne gebildet wird.
Meisterzeicben Pll (Paul llübner),
Rnsenberg lll, Nr. 410.
Augsburger Beschauzeieheti, Rosenberg
lll, Nr. 127.
Augsburg 1585-90.
lnv. 1612: „Dm 9. Angnxii 1590 Im!
ihr 111". Gnaden in die Xilberlcamzaer
grlnn huren 3 7 "nlger tillßmle innen und
nnßen urrgnldte Xrlnzllrn. .. 1171 Äiark
61.0110."
lnv. 1772: „5-1 .i'ilbrr- und urrgalrllr
Crrdmgxrlzallen von grlrirluner Arbeit
nnn ll". D. 115 Alnrk 10 L0!" (geschlossene
Angabe aller 54 Stück des
Palazzo l'itti)11).
Literatur: Holzhausen4), Älartinl),
Falke 14), Formenschatz 1911, Rosenberg
3-1).
54.-65. Zwölf Krcdenzscbalen (Pitti
lnv. 48-59).ll14,7 cm, Dm 18,7cm,
Abb. 15.
Vergoldctcs Silber.
(ietriebene Schalenbiötlcti
gotischen Darstellungen, (Jrnamentik
und Fuß gleich den etwas größeren
Schalen IQaL-Nr. 18753.
Meisterzeicheti Pll (Paul llübner),
Rosenberg lll, Nr. 410.
Augsburger Beschnuzeichen, Rosenberg
lll, Nr.130.
30
sener
mit alle7
Augsburg, um 1590.
lnv. 1612: „Im Reirhrtag {n Regenrpzlrg
Im! unter gnädiger Herr und Fünf von
Barllmeen Ferenraajr erkaufen laxrrn und
in die Silberkanlmrr anlnmrren lauen
12 klein riibernz nnd ganz vergaldte
Srbalen um geiriebelter Arbeit, 21 Alarlz,
14 Lnl, 3 Griin 14)."
1772: Wie Nr. 18753 geschlossen
unter den 54 Kredenzschalen
aufgeführt.
Literatur: Wie Nr. 18753.
66.-71. Sechs Kredenzschalen (Pitti
lnv. 60765). H 14,5 cm, Dm 18,7cm,
Abb. 9.
Vergoldetes Silber.
Getriebene Schalenböden mit M07
natsdarstellungcn, drcihenkeliger
Schaft mit Muscheln dekoriert. (lm
Vergleich mit den Schalen Paul
Hübners einfacher ausgestattet, ohne
untere Abdeckung. Die Figuren
zcigcn noch nicht die schlanke
Eleganz und Bewegung des Stiles
Paul Hübners. Verwandtschaft mit
Plaketten jonas Silbers.)
Meisterzeichen BK15),
Rusenberg.
Augsburger Beschauzeichen Rosenberg
lll, Nr.127.
Augsburg, 1580790.
lnv. 1612: „Den 3. Ma} anno 1594 im!
unter gnedigner Fürrl nnd Herr in dir
Xillzrrkarnmer geben [am-n 6 rilberne ganz
uergnldle Cradeizgnbalien . . . ro ibr bf.
(in, van Paul Endrirer: erkauft, I!) Kllark,
9 Loi, 3 Grün."
lnv. 1772: Wie Nr. 18753 und
Nr. 54-65 geschlossen unter den
54 Kredenzschalen aufgeführt.
Literatur: Holzhausen 4).
72. Rundes Becken (Pitti lnv. 10).
Dm 58cm, Abb. 17.
Vergoldetcs Silber.
Treibarbeit mit der Darstellung des
Orpheus den Tieren. (lm
Vergleich mit Paul Hübncrs Becken
Nr. 74 ältere horizontale Komposition
ohne Raurntiefc.) Das zur Aufnahme
des Wappens bestimmte runde
Mittclmcdaillon ersetzt durch neue
galvanisch vergoldete Platte.
Äleisterzeicben BK 15), nicht im
Rosenbcrg.
Augsburger Beschauzeichcn Rosenberg
lll, Nr. 127.
Augsburg, 1580790.
lnv. 1612: „In einem roten Fnederal
ain ganz wrgirller Kandl und Park mit
illrer Gnaden und der XIII]! grrclnnelgleln
Wappen, 20 Mark, 6 L0],
J Grün." oder: „In einem rrbxrargrn
Fnederal ein ganz nrrgilldle: Kandl und
Park an"! reiner l.f. Gnadm Erb7 und
.171]! gmbmrlgteln Wappen, 20 Mark,
7 Lal."
lnv. 1772: „1 ganz nergoldle: Lanar
mm! der Kandl von getrieben" Arbeil
und gang goldenem Wappen van ll". D.
20 Marie, 7 Loi." oder: „Alrlzr rin
dergIeirIJen von gelrieberler Arbeit ganz
uergoldl und nzil goldenen llÜlpprrl van
ll". D. 201110112, 6 L0}, 3 Grill."
(In diesen lnventarposten sind beide
Becken samt Kannen enthalten. Die
lnv.
nicht im
unter
XVappcn aus Guldcmail wurden
später entfernt.)
Literatur: Holzhausen4), Falke"),
Martin l), Rosenberg 33).
73. Schenkkanne (Pitti lnv. 11).
H 38,5 cm, Abb. 16.
Vergoldetes Silber,
Nr. 72 gehörig.
Gegosscncr Henkel mit lingelshe rme,
am Ausguß gegosscnes (iorgonenhaupt,
getriebene Laibung mit ovalen
Nledaillons (Ticrszenen) und Ornamenten
in Rollwcrk und Früchten.
Meisterzeieheti BK, nicht im Rosenbetg.
Augsburger Beschauzeichen, Rosenberg
lll, Nr.127.
Augsburg, 15807 1590.
zu m Becken
lnv. 1612 und 1772: Zitiert unter
Nr.72.
Literatur; Wie Nr. 72.
74. Rundes Becken (Pitti lnv. 5).
Dm 61 cm, Abb. 19
Vcrgoldctes Silber.
Treibatbcit mit Darstellung des ()rpheus
unter den Tieren. (lm Verglcich
mit dem Becken des Meisters
BK Nr. 72 modernere radiäre Kumposition,
größere Raumtiefe.) Das
zur Aufnahme des Wappens bestimmte
Mittelmedailloti
durch neue, galvanisch vergoldete
Platte.
Mcisterzeichcn Pll (Paul llübner),
Rosenberg lll, Nt. 410.
Augsburger Beschauzeichen, Rosenberg
Nr. 130.
Augsburg, 1585 71590.
ersetzt
lnv. 1612 und 1772: Zitiert unter
Nr.72.
Literatur: llolzhausetri), Falke"),
Martinl), RosenbergZ-l).
75. Schenkkanne (Pitti lnv. 6),
H 45 crn, Abb. 1B
Verguldetes Silber,
Nr. 74 gehörig.
Gegossener Henkel mit lingelsherme,
Laibung mit gegossenen Engelsköpfen
und getriebenen Metlnillotls
(Ticrszeneti) dekoriert.
Meisterzeicheti PH (Paul llübnet),
Rosenberg lll, Nr. 410.
Augsburger Bcschauzeiehen, Rosenberg
Nr. 130.
Augsburg, 1585 7 1590.
lnv. 1612 und 1772: Zitiert unter
Nr. 72.
Literatur: Wie bei Nr. 74.
76. Schcnkkanne in
Delphins (Pitti lnv. 7),
I. 30 cm, Abb. 20
Vergnldetes Silber.
Ttcibarbeit.
Ohne Punzcn.
Salzburg, um 1590.
lnv. 1612: „Ein iilzerlenglt galt; l'orgaldlrr
Girrrperk van getriebene-r Arbeil
und ein Kandl, anrIJ ganz uergnldl, 7 "elßn:
Ar! fornlirt 25 Alark, 9 Lnr,
Z Grün."
lnv. 1772: „Ein ülnrlenglz: gan; vvrgaldtu
Lauar und Knnrll mit einrzn Delpbin
von ll". I). 27' Mark, 7 Lnl,
1 Grän."
77. Ovales Becken (Pitti lnv., Nr.
unbekannt). (ärülle unbekannt.
Vergoldetes Silber, zu Nr. 76 gehi
ig.
Treibarbcit mit Darstellung Neptuns,
mit Nerciden und Tritonen. Wappen
Wolf Dietrichs.
zum Becken
Form eines
H 25 cm,