Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 69)

ARNULF NEUWIRTH

Der Expressionist

Ferdinand Stransky

Wie die byzantinischen Goldgründe Klimts im Werke Hundertwassers ihre ganz legitime Fortsetzung

finden, so wohl auch scheint die österreichische Spielart jenes Expressionismus, dem Kokaschka unc

Gerstl sich zuwandten, in der Malerei Ferdinand Stranskys neue Triebe anzusetzen, organisch weiterzuwachsen.

 Ein Preis der Stadt Wien und eine Ausstellung in der Österreichischen Galerie haben in'

vergangenen Jahre von neuem diesen beachtlichen Maler in Erinnerung gebracht. Stransky,

leidenschaftlicher. heftiger Expressianist. ist kein Manager seiner eigenen Person: Rotationspresse

 und Wochenschau durch spektakuläre Reklameaktionen in Bewegung zu setzen. liegt nicht in

seiner Natur. Er vertraut der mit Weisheit Spreu von Weizen sondernden Zeit mehr als noch sc

verführerisch angeleuchteten und aufgebauschten Augenblickswerten und arbeitet in der Stille weiter.

Der 1904 in Viehhofen bei St. Pölten geborene Ferdinand Stransky ist Autodidakt. Er besuchte zwar

die Restaurierklassen der Professoren Maurer und Eigenberger am Schillerplatz. doch hat die Wiener

Kunstakademie nicht wesentlich seine Entwicklung als Maler bestimmt. Stransky legt Wert darauf. hinzuweisen.

 daß sein väterlicher Freund Eduard Bernhard (der. wie er selber, Mitglied der Künstlergruppe

..Der Kreis" ist), ihn mit aller Entschiedenheit auf die großen stilbildenden Werte des deutscher

Expressionismus aufmerksam gemacht hat. Stransky ist schon im ersten wesentlichen seiner Bilder. der

,.Niederösterreichischen Landschaft" von 1925 Expressionist gewesen. Förderndes Verständnis hat er

in den Jahren vor 1938 durch den bedeutenden österreichischen Kunsthistoriker Hans Tietze und nach

1945 durch die Museumsdirektoren Benesch, Feuchtmüller. Glück und Novolny erfahren. Die

Beteiligung an Ausstellungen in Sao Paula, Tokio. Paris. London und Amsterdam hat den Namen

Stransky auch über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt gemacht.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.