Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst VIII (1963 / Heft 70)

Kontrakt über die Vergoldung von Öfen in der Münchener R:

abgeschlossen, in dem es heißt: „ . . .]n Erwägung diser mi

goldtung deren öden eine besondere Wissenschaft, auf das r

folgendem einhaizen das Gold nicht abfalle, der anfangs zu s

angelegte Grundt, wie auch der auf das (Sold kommende fü

keinen widcrwärtigen geruch von sich gebe, vor anderen zu b!

Sattsam an tag geleget." Astorifer wird dann verpflichtet, „d

dem hiesigen (: Wiener) Bildthauer Antoni Chanovese verfe

Neuen ÖHen, nachdem dise an orth und stelle übersetzet und

biehrenden standt gebracht seyn werden, sovil als die darauf bei-i!

Bildhauerarbeith anbetrifft und die hierüber ehevor verfe

Modelle auszuweisen: bestens zu vergolden" 3).

Trotz der Verschiedenartigkeit ihrer äußeren Erscheinung sinx

der einst vor marmorierten Nischen aufgestellten Prunköfen

Münchener Residenz die unmittelbaren Voraussetzungen fi

Fayenceöfen in Schloß Brühl. Diese beiden Münchener Öfen be

sich früher im Vorzimmer zum äußeren Audienzzimmer der R

Zimmer. Einer ist bedauerlicherweise dem zweiten Wfeltkrie;

Opfer gefallen. Aus den etwa zu 70 Prozent erhaltenen Resten

Öfen gelang es inzwischen mit Hilfe von in Ton modellierten s

mäßen Ergänzungen ein Stück zu rekonstruieren, das zusammi

einem Chanovese-Ofen wieder in Raum 72 der Residenz auf;

werden konnte, wo es sich vor der Zerstörung befand. ln der

karnmerprotokollen heißt es: „...Auch der Hochfdrstliche

possier zu Passau, julmun Gearg lfiirll (von uns kursiv) ist rr

Aufsetzung der öffen in allhiesig Neuen Rcsidenzzimmern 2

beschäftigt." Wie wichtig dieses Unternehmen dem Kurfürsten

Albert selbst schien, beweist die Tatsache, daß er selbst, und

sich um von FATner entworfene Räume handelte, „im beyse

Ober-Architectus Herrn lllfners", nach „den lhme deshalb zueges

Riss (i Werkzeichnung) mit  G. Härte] den Akkord get

für zwei offen an das Audienzzimmer von weisser Glasur, mit

menten, iiguren und Profil, dann zwayer Nitschen auf matbeliei

jeder dieser Öfen wurde mit 600 Gulden bezahlt, einer damal

respektablen Summe, die wenn man sie mit dem üblichen 

gehalt von 300 Gulden für einen Münchener Hofbildhaucr

Erdbossierer in jener Zcit vergleicht i erst dadurch ihre r'

Relation erhält.



zuu-Johann

 (karg Häm und

Faycnceofen (1725). Mu

Dubut. Fayencenfcn 1

(1793). München. Residenz zum 72)

Charles Claude Dubut, Sphinx, skulpturales nmn

München, Residenz (Raum 72)

Charles Claude Dubul (16247-1742), Sluckdeknrzl

München. Nymphcnburg

Antonio Chznnvcsc, WM





nchcn. Residenz (Rau

mit skulpturalcnl Sclu

des Faycnccofcns v:

rion im Festsaal der

u 72)

um: von c. C.Duh1

11.0. um: (m:

hdenburg (1719120

Diese beiden Münchener Öfen sind kumpositionell als Gegen

aufeinander abgestimmt und bcwußt als integrierender Bestandtsie

 umgebenden Prunkraumes aufgefaßt. Flächenhaft überziel

dekorativ-ornamcntale vergoldete Schmuck die gesamte Obe
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.