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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst X (1965 / Heft 80)

auf kann folgendermaßen beschrieben

n:

1480 sind die Rippen des Chures der

farrkirche in Freistadt oder des Wlae

-Saales der Prager Burg in dynamischen,

umigen Kreisen, die, einander durch?

nd, Sterne zeichnen, angeordnet. Sie

in der Ansicht wie stark profilierte

:hienen wirkend, in sich propellerartig

raubt. Dadurch sieht der Betrachter

l nur deren schmalen Grat, dann aber

' s besonders an den fallenden Teilen

icwölbes - die Breitseite der hohen

Diese wurde oft sogar auf einen

i gestellt, um noch mehr Tiefe zu

nen. Zwischen die vielformigen Zwickel,

Tiefe der Felder und Lage der Figur

ieden beleuchtet, sind starke Schatteneingelzigert.

 Die Linienführung dcr

nzeichnung ist in großen einfachen

ingen gezogen. Durch diese Bewegung



lauf und in der Drehung in sich, in der

Führung der Rippen in verschiedenen Ebenen

und in der Durchstäbung der Rippen in vere

schiedenen Ebenen, will Licht und Schatten,

Raum und Bewegung geschaffen werden.

Anders präsentieren sich die Schlingriplwene

gewölbe der Jahre um 1510, für die die

Empore von Zell bei Zellhof, die Kapelle

im niederösterreichischen Landhaus in Wien

und auch der Orgelfuß des Anton Pilgram

im Stephansdom angeführt werden Sullen.

Diese Zeit um 1510 „dürfte in vielem als

eigentlicher Höhepunkt des Klassischen gelten".

 Die volle Harmonie zwischen Bewegung

und Ruhe wird auch nördlich der Alpen zum

Teil erreicht. Die (Jewölbe überziehen nun

kalligraphisch schöne weitmasenige Rippen-Hguren,

 die nicht mehr wie nach 1480 aus

Kreissegmenten entwickelt sind. jetzt durchdringen

 sich reine Kreise im Gexrölbescheitel,

Bewegung und Ausdruck schließen sich in

diesen Formen harmonisch zusammen. Von

einem energiegeladenen Bewegungsrausch ist

nichts zu spüren. Ruhe und Monumentalität

beherrschen diese auch technisch meisterhaften

 XVerke.

in der ersten Phase wurde das Gewölbe in

einem dynamischen Bewegungsrausch erßißt,

nach dieser ersten Barnckisierung verzichtete

der Zeitstil auf einen übersteigerten Ausdruck

 zugunsten der statischen Ruhe. Bei einer

neuerlichen Barockisierung, in Königswiesen,

Weistrach oder Scheibbs etwa, um 1520, wird

der Raum breit hingelagert, die Gewölbe-9


            
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