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Full text: Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 85)

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KOSTBARE STEINARBEITEN 
Weder die städtebauliche Leistung noch 
die kunsrgeschichtliche Beurteilung dieser 
Bauten ist hier zu behandeln. Wichtig aber 
ist es, zu betonen, daß nirgends so unbe- 
schreiblich große und viele echte kostbare 
Steinarbeiten in gediegenster Ausführung 
entstanden wie in diesen 30 jahren der 
eigentlichen Ringstraßenzeit (etwa 1861 bis 
1891), in einem Stil, der einer ganzen 
Kulturepoche den Namen gegeben hat, in 
diesem Stil, den wir heute nach genügendem 
zeitlichem Abstand als einheitlich empFinden, 
auch wenn die Künstler sich verschiedener 
historisierender Formen von der Antike 
bis zur Renaissance bedient hatten. 
Nicht nur, daß eine Zeit eines ungeheuren 
wirtschaftlichen Aufschwungs sich selbst 
darstellen wollte, es War auch ein staats- 
politisches Bedürfnis, den Charakter der 
„Reichshaupte und Residenzstadt" der rie- 
zentralistischen Staatsidee geeignet sr 
Dieser Wunsch wurde verwirklicht, al 
politisah-wirtschaftlichen Rückschlägen: 
Trotz, den Kriegen von 1859 und 18 
dem Börsenkrach von 1873, und an 
entgegen aller bissigen Kritik der kons 
vativen Wiener, die mit ihrem Spott 
beiden Erbauer der Hofoper in den 'I 
trieben. 
Die Prunkstraße, deren künstlerische Eig 
ständigkeit hinter allem Historisieren e 
seit kurzem wieder gewürdigt wird, x 
der Schauplatz der großartigsten Repräs 
tation, die vielleicht am sinnfälligsten 
dem riesigen, vom Maler Hans Mak 
gestalteten Festzug 1879 zur Feier 
silbernen Hochzeit des Kaiserpaares z 
Ausdruck kam. Freilich gingen die 
präsentativen prunkvollen Fassaden t 
Stiegenhäuser nur zu oft auf Kosten i 
eigentlichen Innenräume.
	        
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