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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XI (1966 / Heft 88)

zn, da er in den späteren Jahren mit

tstlern wie Maulbertsch, Dorfmeister

Prokopp zusammengearbeitet hat.

h seine Werke setzen 4 ebenso wie

e Lehrtätigkeit an der Schmutzefschen

tstschule und als Zeichenlehrer bei der

igen ungarischen Garde - ein gründzs

 theoretisches Architekturstudium vorwelches

 er vermutlich mehr als Auto-.kt

 absolvierte.

ele war sein Leben lang der Lehrgkeit

 stark zugeneigt. Schon als junger

:hner führte er in Würzburg eine

zlwerkliche „Reißschule", in Wien unchtete

 er zahlreiche Schüler und Profesisten,

 er hat sie „mit gutem Vorgang

ldet, sodann bey meinen inventitt,

zichnet und selbst ausgeführten Altar

Kanzel auf dem Sonntagberg, auch

iuter Residenz zu Passau einige zur

ern Übung angewendet und sowohl

{olz- als Stein Arbeit als Metalgiessen

:rrichtet" - schreibt der Meister selbst

einem Bewerbungsschreiben um einen

rstuhl für Architektur an die Wiener

demie der bildenden Kiinste7. Den

rstuhl erhielt der damals schon siebzigigc

 Meister nicht.

Wien der jahrhundertmitte trug in

schon die beste Möglichkeit, an die

z Kunstentwicklung Anschluß zu Enden

diese gewissermaßen „aus erster Hand"

erleben. Der Klassizismus löste alllieh

 die Epoche des Wiener Hochrck

 ab, die neue Kunstrichtung drang

1er mehr durch und orientierte sich

1 westlichen und südlichen Vorbildern.

großartige, bodenständige Wiener

)ck war zu dieser Zeit samt seinen

3en Meistern tot. Die Meinung Gubys

der ungarischen Kunsthistoriker, wox

 Hefele am tiefsten aus der Kunst

Fischer d. Ä. geschöpft hatte, erscheint

dieser Warte aus betrachtet etwas fragdig

 zu sein. Der Verfasser ist mehr der

icht, daß ehet Joseph Emanuel Fischer

große Vorbild Hefeles gewesen war.

um l74ll42 nach Wien gekommene

xler erlebte vermutlich noch in irgendr

 Form den 1742 verstorbenen Sohn

her von Erlachs. Die architektonische

drucksweise Hefcles war dem Statischen,

henhaften, Unplastischen zugeneigt,

tso wie jene des jüngeren Fischer.

Hefele fehlt weiters die mit innerer

mung erfüllte Dynamik und die Freude

ewegten Raumkombinationen - Eigenften,

 die die Kunst Fischers d. Ä. und

er großen Generation kennzeichnen.

ae Frage kann nicht einfach mit der

icht, daß Hefele eben die Fähigkeiten

gleichrangigen Lösungen fehlten, abn

 werden. Er lebte und wirkte in einer

rren Zeit und trug gewiß die ewige

rebung aller Künstler in sich, neue

nen zu schaffen. Auch j. E. Fischer

te den Stil seines Vaters an den von

übernommenen Bauten nicht einfach

er. Tir ging vielmehr einen entscheiien

 Schritt im Sinne des Westens und

Nordens weiter (Frankreich, Holland,

land, Preußen) und leitete somit eine



neue Richtung ein, die auch auf Hefele

mehr wirken mußte als die Kunst der

vorhergehenden Generation.

Eine ganz besonders tiefe und innige Verbundenheit

 mit der Kunst Raphael Donners

zeigt der Hochaltar Hefeles in der Wal]-fahrtskirche

 Sonntagberg. Die Fließende

Musikalität der Figurenentwürfe, in jener

speziüsch Donnefschen Art, die den größten

Meister der österreichischen Plastik auszeichnet,

 klingt auch bei Hefele wohltönend

nach. Um so mehr, da er die Möglichkeit

hatte, alle am Bau beteiligten Künstler

ZUS3InfnCHZllfZSSCH7.

Hefeles Beziehung zum Rokoko war typisch

 österreichisch. Er verschloß sich ihm

nicht, ging in ihm aber auch nicht auf,

nicht einmal zu Beginn seiner künstlerischen

Laufbahn. Das Beispiel von Sonntagberg

zeigt dies deutlich. Nimmt man das Barock

in seiner Gesamtheit als eine im klassizisierenden

 Frühbarock Roms beginnende

Wellenlinie an, so entfällt Hefeles Laufbahn

auf die letzte Strecke, wo das Kunstschai-fen

 Europas sich wieder dem Klassizismus

 nähert. Das bayrisch-französische

Rokoko wird in seinem Schaffen eben nur

gestreift, die Entwicklung in die maßgebende

 Richtung wird jedoch in einer

erstaunlich bruchlosen Konsequenz mitgemacht.

 Die Peregrinikapelle weist deutlich

 auf diese Tatsache hin (1767).

Der erste große, repräsentative Bauauftrag

Hefeles war die erzbischöfliche Residenz

in Passau (fertiggestellt 1771). Ohne Hervorhebung

 itgendeines Bauteiles Weist die

lange Fassadeniiäche zum gotischen Domchor

 hin, ohne jegliche Risalitenbildung.
            
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