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stcrn und luren, die Leibungskanten sind
nur durch einen Rundstab abgesetzt. In den
oberen Geschossen ist unterschieden in die
etwas reichere Form der Risalitfenster, die
unter einem Segmentbogen durch eine
fragile Mittelsäule in zwei schlanke Formate
unterteilt sind, in die einfacheren, einteiligen
Fenster der Zwischenfelder, die
auch durch Segmentbögen begrenzt werden,
und schließlich in die reicher gestalteten
Fenster des Mittelrisalits mit runden Bögen.
Neben dieser groben Einteilung gibt es
noch die feine geschoßweise Unterscheidung.
Im ersten Stock sind die Rundstäbe
der Gewände unterbrochen von einem
Knospenkapitell, die Segmentbögen sind
betont durch eine scheitrechte Putzbogenquaderung
mit einer dünnen Abschlußleiste.
Die Fenster des zweiten Geschosses
haben dagegen einfachere Profile, ohne
Zwischenkapitelle, mit schwächerer Putzstruktur
des Bogens und ohne Abschlußleiste.
Eine Ausnahme innerhalb dieser Ordnung
bildet wieder der Mittelrisalit, an Welchem
durch Schtnuckformen Fenstergruppen gebildet
werden. Hinter den fünf Achsen des
Risalits liegt in jedem Geschoß ein Saal;
in der Außenarchitektur führen jedoch die
Randachsen, etwa durch den Fortfall der
Bogenleiste, ein eigenes Leben. Die mittleren
Fenster im ersten Geschoß werden
durch die Kämpferkapitelle der Zwischenpfeiler
und durch das leicht konturierte
Bogengesims zusammengefaßt. Hier sind
auch die Rundstäbe in den Bögen 0rnamentiert.
Die Ordnung im zweiten Geschoß
unterscheidet sich nur durch das Fehlen
der Kapitelle an den Zwischenpfeilern.
Die Fenster des später aufgesetzten dritten
Geschosses setzen die angegebenen Formen
fort, indem sich die Fenster der Schmalrisalite
wiederholen und die Fensterrahmungen
weiter vereinfacht sind.
Die innere Erschließung und Raumgruppierung
des Hauses ist das letzte erhaltene
Beispiel für diese bei Fellner gerühmte
Kunst. Sie vermag jedoch für diesen
einfachen Nutzbau nicht den Verlust der
sehr geistreichen Raumdisposition des
Stadttheaters zu ersetzen. Auch wird die
Kaufmannschaft Fellner zu größter Sparsamkeit
angehalten haben, denn die Klassentrakte
zu beiden Seiten des Mittelrisalits
zeigen eine (verantwortbare) spartanische
Einfachheit, die keinen Vergleich mit dem
Akademischen Gymnasium von Friedrich
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