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Full text: Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 110)

 
enen Jahren in Bildnissen von Literaten und 
auspielern Steigerungen zum extrem Dekora- 
n und ornamentale Formen karikaturistisch ver- 
idet. Wirsehen sie heute als prägnanten Ausdruck 
ir zwar wahrhaftig gefährlich unruhigen, be- 
tten Welt, in der aber eben eine solche Heiterkeit 
h noch Platz hatte. Die Malerei und Graphik 
smanns, die nach den langen Jahren der 
gratiun, Verfolgung und Einkerkerung entstand, 
von fundamental anderer Art. In den Gemälden 
men thematisch den breitesten Raum Gestalten 
Szenen aus der Welt des orthodoxen Judentums 
Schemen- und traumhaft sind sie alle, und 
Gestaltungsweiseisteinschwermütig-poetisches 
enstück zu jenen späten Zyklen, deren Form 
Erschütterung und Bedrückung geprägt ist. 
reist fast monochrom. aus geisterhaften blassen 
eln auftauchend, führen diese marionettene 
en Figuren ihre oft ekstatischen Bewegungen 
alle untereinander gleich wie die Gestalten 
,Ecce homo". Diese Bilder sind durch eigene 
stellungen in Paris, Wien und Jerusalem be- 
ttgeworden. In seinen jüngsten Arbeiten hat 
heute fünfundsechzigjährige Künstler zu einer 
geren, unbefangen freieren Darstellung jener 
en Welt gefunden: in den melancholisch 
eren Szenen aus ,.Anatevka". einem Zyklus 
Lithographien, deren eine hier beigelegt ist. 
Wein ' 
US 
968 __ 
leinrich Sussmunn, „Tanz der Chassidim", 1963. OI 
0x 90 cm 
leimich Sussmann, „Der Tänzer Agadali", 1928. Feder- 
eichnung in der Zeitschrift „Der Querschnitt". s. Jg., 
1afK12l1928 
leimich Sussmann, Bildnis eines Rabbiners, 1963, Ol, 
0x so cm. Österreichische Galerie, Wien 
leinrich Sussmann, Original-Lithngraphiu aus dem Zyklus 
Analsvka", 1969, 48x55 cm 
 
h Sussmann, Glasgemäldß für die Bestalwngshalle 
dischen Friedhofs auf dem Wiener Zentralfriedhof, 

	        
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