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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 110)


rlbharte Holzfußböden, ausreichende Elektro- und

anitärinstallationen sowie -ausstattung; umfangiche

 Außenanlagen mit gärtnerischer Bepflanzung,

elengesteuerte Außenbeleuchtung, künstlerische

usgestaltung durch Karl Prantl, Koloman Novak

1d Rudolf Schwaiger. - Der Gesamtpreis pro m"

nbauten Raumes beträgt einschließlich aller Neznkosten

 ca. S 1400,- (bei 6860 m").

orderung der Baubehörde: Einhaltung

nes Seitenabstandes von je 3 m, einer Vorgartenefe

 von mindestens 5 m, eines hinteren Abstandes

r maximalen Ausmaß der Firsthöhe (daher schräge

zhotten-Vorderkante aus Gründen einer Abandsverkürzung)

 und eines Zwischenabstandes

lh 14 m, ferner durfte die Frontlänge einer

äuserreihe 35 m nicht überschreiten.

ie bebaute Fläche des Grundstückes durfte

70 m: nicht überschreiten, daher waren Ausagungen

 erforderlich.

ebäudehöhen maximal 9 m, Bauklasse I - offen

laher Ausbau des Dachgeschosses als Nebenzschoß),

 Einbeziehung von 6 PKW-Abstellplätzen

im Vorgarten (unterhalb davon Hei2ungs- und

Energiezentrale und Abstellräume), Einhaltung des

vorgeschriebenen Lichteinfalles zwischen dem

„Heizhaus" und den drei nächstliegenden Häusern.

Zwischen 1962 und 1 963 fand beinahe in Permanenz

die Koordinierung der Planung mit der Baubehörde

bzw. deren Vorschriften statt...

Bedachtnahme auf noch unbekannte Bewohner:

 Obwohl gleich große Wohneinheiten

infolge der geringen Häuserzahl, ist außer einem

fixen, gemauerten lnstallationskern mit gerader

Verbindung zum lnstallationsgang weitgehende

Flexibilität geboten durch leicht montierbare Holztrennwände

 und auswechselbare Einbauelemente,

deren Aufstellung die Hausbesitzer bereits selbst bestimmen

 kannten (z. B. werden große Kinderspielzimmer

 später in kleine Studierzimmer umgewandelt,

 um vielleicht noch später wieder große

Räume für Familientreffen zu werden; oder großräumige

 Einheiten werden für helfende Mitbewohner

 verkleinert usw.). Ein persönlicher und

ganz individueller Gestaltungsbereich ist auch der

Garten in der Größe eines „Grünen Zimmers".

.

„Wenn Bauen ein Prozeß ist, so ist die Form

Urteil". sagt M. Lehmbruck in seiner Antri

vorlesung „Formenpluralismus und Wertmaßst

in der Architektur" an der Technischen Univers

Braunschweig. Und dieses Urteil wird immer

neuem herausgefordert werden, wie es auch

Subjekt zu Subjekt anders getroffen wird. D

die Wertung hängt davon ab, ob Form als „Zufz

oder technisches Abfallprodukt" gesehen, ob

als oberflächliche Kosmetik eingestuft wird, c

ob der Kritiker die Formenvielfalt als Emanai

des Lebens begreift und in der getroffenen l

scheidung des Architekten den Grad auszumac

versucht, bis zu dem die „Ganzheit komplr

Tatbestände" erfüllt ist.

Die ausschlaggebende Rolle der Gestalt z

schält sich erst mit dem zeitlichen Abstand von

Entstehung immer deutlicher heraus, wodurch

Feier architektonischer „Jahres-Ereignisse" fr

würdigen Wert erhält.




            
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