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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XV (1970 / Heft 113)

g in der Mitte des Obergeschosses der

nfassade noch gerade, nicht gekrümmt.

70rsprünge gegen den Garten zu zeigen

indere Behandlung, und auch die Ausg

 und Proportionierung der Fenster ist

iieden. Der vielleicht wichtigste Unter-I

 aber betrifft die Begrenzung

ienflächen: wo später die vergoldeten

lprofile zu finden sind, zeigt der Modellirf

 noch schwarze Linien, die in dunklem

rdischem Granit gedacht Auf

Weise zeigt das Modell die für Hoffmann

s so typische Verwendung eines Konvon

 Schwarz und Weiß.

erhaltene Aquarellperspektive der Garint

 (Abb. S) entspricht ziemlich genau

Xlodell, nur daß die beiden Vorsprünge

den Garten nun bereits durchlaufend

rmig ausgebildet sind. Die gleiche Lösung

sich auch auf einer zweiten Perspektive

6), welche gut zu einer Fassadenskizze

) (Abb. 7) paßt. Der Turm zeigt nun

die Andeutung einer Bekrünung, aber

aller

NVQICD.

Vlittelteil der Gartenfassade ist noch

r gerade, nicht gekrümmt, und die

isade stimmt insofern nicht mit der

hrung und einer anderen, späteren

aktive (Abb. 8) überein, als sie eine an-Treppenlösung

 und eine lindigting im

zntbogen an Stelle der halbkreisförmigen

s" beim Abschluß des Vusikzimmers

ein Grundriß 1: 100 (Abb, 9), der, abzn

 von ein paar Kleinigkeiten, ziemlich

der ausgeführten Fassung (Abb. 10)

icht, zeigt noch Spuren von Zögern

er, wie das Musikzimmer im Osten enden

Es ist bemerkenswert, daß in diesem

iriß mit Bleistift eine Mittelachse einhnet

 ist und daß dementsprechend eine

ie vollkommene bilaterale Symmetrie

wurde. Hier wie im mzigüllilgm EIIIIIWIf

10, 11) sind alle Elemente einander

1er sehr direkten, überzeugenden Art

rdnet. Diese Disziplin der Regelmäßignd

 achsialcn Koordination fällt im Erd-)ßgrundriß

 weniger ins Auge, weil die

le um den Wirtschaftshofmit dem Hauptde

 eine unregelmäßige Gruppe bilden.

Grundriß des ersten Obergeschosses

gen (Abb. 10) zeigt deutlich, wie regeldas

 Hauptgebäude angelegt ist und

: Wichtigkeit einer Symmetrieachse zuit,

 die man durch die Mitte des poly-:n

 Erkers auf der Straßenseite legen

roptirtionsschema des Grundrisses ist in

her Weise durch das Quadrat, Hoffmanns

1gsform bei so vielen Anlässen, be-LKUNGEN

 i-s

tot Wunsch! "SUIILÄLTS der Wilhc Josef Hotiirlnnns.

F13 Hntimann llf dle Ulüifllkälllll; Hi (Igel! Qnt-n

und sonstige YCISKÄHLÄHLNVUIIU Forderung tit-i Vhfliü-Arbeit

 aufrichtig lLl danken.

"uhrlichere Flisllllg ait- Aufsuirv HI! viiusiaiiiiigt-rt-n.

iaftlichem Apparat Cßtlliüli In Cllgliäfller Spruche a"

m? Hiilüly iir JIHIIHELIHW meimi-i m niiii-zr u VUHWUI,

(Plmidün vom 1967.

'18 Iiiivrfhnvreu, Xlllfl (Im. 1914). 1.



   

  

stimmt. Ein Quadrat von ca. 12m X 12m

entspricht der großen Mittelhalle im Obergeschoß;

 drei Quadrate der gleichen Größe

bilden zusammen das Rechteck des gesamten

Obergeschosses (ausschließlich Mauerstärken).

Auch in zahlreichen Einzelheiten der Grundund

 Aufrißgestaltung kommt das Quadrat als

Gestaltungselcment vor, besonders bei den

Fenstern und anderen visuell wichtigen Flächenunterteilungen.



Eine Fassadenzeichnung, welche Hans Ankwicz-Kleehoven

 veröifentlichte 4, beweist, daß

der Architekt eine Zeitlang die Absicht hatte,

in der Mitte jeder Fassadenplatte ein kleines

rautenförmiges Element vorzusehen und daß

er das große Stiegcnhausfenster unterteilen

wollte. Beide Änderungen hätten störend in

bezug auf die ungebrochene Flächigkeit gewirkt,

 welche so charakteristisch für den Bau

in seiner letztlich ausgeführten Fassung ist.

Während der Jahre, in denen Josef Hoffmann

mit den Stoclet-Entxiaürfen beschäftigt war,

zeigen seine anderen Arbeiten deutlich, wie

sehr ihn das Stoclet-Palais in Anspruch nahm

und wie er mehr als einmal die gleiche Grundidee

 abwandelte. S0 kommt das Motiv einer

Halle mit Galerie auf schlanken Pfeilern im

Kabarett Fledermaus 1907 und in der Kunstschau

 1908 vor, also zu einer Zeit, als der

junge Le Corbusier die Arbeiten Hoffmanns

sehr aufmerksam studierte. Es ist durchaus

möglich, daß Hoffmanns Raumschöpfungen

unter die Anregungen einzureihen sind, die

es für die später bei Le Corbusier so beliebte

Raumkombination eines niedrigen mit einem hohen,

 von einer Galerie übersehbaren Raum gibt.

In der Fledermaus wurde auch ein bun

keramisches Mosaik verwendet, das nicht i

Le Corbusiers Aufmerksamkeit erregte, si

dern auch Teile von Klimts 1909 begon

nem Mosaik im Stoclet-Palais vorwcgnah

Schließlich experimentierte Hoffmann mehr

Male mit rahmenden Profilen, wie sie am Pal

Stoclet so häufig vorkommen.

Ein auffallendes Beispiel hiefür findet sich

einem Tisch, den er für das prächtige Interii

des Wittgensteinlschen Jagdhauses in H01

reith 1906 entwarf4a. Hier rufen parall

Profile, die an den Kanten der Füße ZUSGITIHU

kommen, einen ähnlichen Eindruck der l

inaterialisation hervor wie die Profile an c

Stoclet-Fassaden. Ähnliche Zusammenhär

zwischen Entwürfen für Möbelstücke u

architektonischen Entwürfen kann man au

zu anderen Zeitpunkten in HoHmanns La

bahn finden F. In unserem Zusammenha

kann man zum Beispiel ein kleines, ki

förmiges Wandschränkchen aus dem Jahr 19

(Abb. 12) mit den gleichfalls keilförmig

Balkonen am Modellentwurf für das Pal

Stoclet vergleichen. Man wird daran erinne

daß Gegenstände und Möbelstücke bei Hr

mann den gleichen Formvorstellungen e

sprangen wie die Architektur.

II.

Der erste Eindruck, den das Palais Stoclet 2

viele Besucher macht, kann vielleicht am best

so beschrieben werden, daß es nicht n

anders aussieht als alle Nachbargebäui

sondern auch anders als alle Gebäude übt

haupt, die einem in den Sinn kommen. Die:

Eindruck muß 1911 noch viel stärker gcwes


            
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