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thumbs: Neubauten und Concurrenzen, 5. Jahrgang 1899

V. Jahrgang 
NEUBAUTEN UND CONCURRENZEN 
Heft 7 
Tafel 52. 
Arehitekturskizze. 
Architekt ADOLF RITTER v. INFFELD in Wien. 
Tafel 53. 
Das neue Hotel „Erzherzog Johann“ auf dem Semmering. 
, Architekten FELLNER & HELMER in Wien. 
Das neue Hotel „Erzherzog 
Johann“ wurde 1898 1899 nach 
den Angaben seines Besitzers von den 
Wiener Architekten Fellner und 
Helmer ausgeführt. Dasselbe steht 
ungefähr an derselben Stelle, nur et 
was mehr südlich, wo ehedem durch 
Jahrhunderte der alte Gasthof zum 
„Erzherzog Johann“, der nebenstehend 
abgebildet ist, gestanden, und führte 
die Pietät für das alte Haus, die 
Popularität, welche dieses durch Ge 
nerationen genossen, zur Beibehaltung 
des alten Namens. 
Das neue Hotel bietet jeden 
modernen Comfort. Es umfasst 102 
Wohnzimmer in den verschiedensten 
Grössen und mit zahlreichen Baikonen 
und Erkern. Vom Vestibüle aus führt 
ein elektrischer Personenaufzug in 
alle Stockwerke. Sämmtliche Räume 
sind heizbar, die Schlafzimmer im 
Parterre und 1. Stock mittelst Central 
heizung. jene im 2. und 3. Stock 
werk durch Kachelöfen. 
Alter Gasthot' zum „Erzherzog Johann u . 
An gemeinsamen Räumen stehen den Bewohnern des 
Hotels zur Verfügung: Eine grosse Eintrittshalle, Conver- 
sations- und Schreibsalon, Musikzimmer etc.; dann an öffent 
lichen Localen : Hochelegante grosse Speisesäle mit gedeckter 
Veranda und Vorgarten; ferner gemüthliche Gast- und 
Schanklocalitäten mit grosser Veranda und Vorgarten für 
die einfacheren Gäste, schliesslich ein sehr grosses, fein 
ausgestattetes Kaffeehaus für den allgemeinen Verkehr. 
Alle diese öffentlichen und gemeinsamen Räume sowie 
alle Gänge, Stiegen, Closets etc. werden durch die Central 
heizung gleichmässig erwärmt. Das Hotel besitzt seine eigene, 
grosse, sehr ergiebige Hochquellenleitung mit vorzüglichstem 
Trinkwasser, Bäder und Telephon befinden sich im Hause. 
Das ganze Haus ist elektrisch beleuchtet. 
Zum ausschliesslichen Gebrauch der Gäste ist ferner 
ein 20 Joch (über 100.000 Quadratmeter) grosser voll 
ständig abgeschlossener Hötelpark mit herrlichen alten 
Waldbäumen reservirt. 
Eine zweite Ansicht des Gebäudes wird im nächsten 
Heft enthalten sein. 
Musikpavillon. (Rückansicht). 
Tafel 54. 
Entwurf für ein monumentales 
Gebäude. 
Tafel 55 —56. 
Coneurrenzentwurf für die projeetirten 
Heubauten 
des Wiener Trabrennvereines. 
Architekt LUDWIG MÜLLER in Wien. 
Um leichte, zierliche und doch dauerhafte Construc- 
tionen zu ermöglichen, wurde vom Verfasser des Projects 
für alle Objecte Eisen als hauptsächliches Material bei 
gemauerten Unterbauten in Anwendung gebracht. Hiedurch 
war auch schon der Charakter der Architektur bestimmt, 
welche nichts Monumentales haben durfte, umsomehr, als 
alle Gebäude, die Hofloge ausgenommen, Utilitätsbauten, 
daher einfach und praktisch entworfen sind. Es musste 
deshalb grundsätzlich getrachtet werden, vor allem durch 
Architekt GYULA KANN in Budapest.
	        
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