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Volltext: Apparate und Anlagen von Wasserleitungen (Gruppe XVIII, Section 1), officieller Ausstellungs-Bericht

Apparate und Anlagen von Wafferleitungen. 
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Aehnliche Clofets zeigten E. Goffinon & Barbas, welche fich auch 
befonders durch höchfl elegante Toiletten, Wafchtifche und Bade Einrichtungen 
hervorthaten. 
Erwähnenswerth ifl noch die Bade-Einrichtung von Jofef Klemm, wo 
vermitteln eines einzigen Hahnes alle gewünfchten Modificationen zwifchen 
warm und kalt herzuftellen find. 
Waffermeffer. 
Nach vielen Verfuchen und mannigfachen Erfahrungen mufs die Conftruc- 
tion eines in jeder Beziehung brauchbaren Waffermeffers als ein bis jetzt nicht 
gelöftes Problem bezeichnet werden. Man müfste hiebei etwa von den Gefichts- 
punkten ausgehen, welche die Commiffion der Hamburger Wafferleitung in ihrem 
Protokoll über die Concurrenz von Waffermeffern als mafsgebend für die Conflruc- 
tion folcher Apparate aufgeftellt hat und welche in Kurzem folgende find: 
1. Bei 20 Millimeter Durchmeffer der Zu- und Ableitung und nicht über 
3 Meter Länge derfelben — bei 30 Meter conftanten Druckes im Hauptrohre, 
von welchem die 20 Millimeter Leitung abzweigt, fei ein Maximalquantum von 
4 Cubikmeter Durchflufs. 
2. Die Gröfse des kleinften noch richtig angezeigten Durchflufsquantums' 
fei 01 Cubikmeter per Stunde. 
3. Aichtoleranz fei io°/ 0 zuGunllen des Confumenten (das heifst der Waffer- 
meffer mufs von allen Durchflufsquantitäten von 01 Cubikmeter bis 4 Cubikmeter 
per Stunde und bei jedem Drucke von 50 Meter bis nahezu 00 Meter Höhe 
zwifchen 90 und 100% anzeigen. 
4. Sollte der Druckverluft bei einem mittleren Durchflufsquantum von 
2 Cubikmeter nicht über 2 Meter betragen. 
5. Müfste der Apparat möglichfl unabhängig von der gröfseren oder gerin 
geren Unreinheit des Walfers bleiben und 
6. follte der Preis nicht erheblich höher als 10 Thaler fein. 
Von diefem Gefichtspunkte aus betrachtet, ift der Walfermeffer von Sie 
mens & Hai ske in Berlin entfehieden der belle und befriedigt aufser der unter 
2 angeführten Bedingung alle oben gellellten Anforderungen hinreichend. 
Der Siemens’fche Waffermeffer exiflirt in zweierlei Syftemen. Die ältere 
Conftrudlion befteht im Wefentlichen aus einem Readlionsrade, die neue, ver- 
befferte dagegen aus einem Flügelrade, das, durch das hinzuftrömende Waffer 
gedreht, die Menge desfelben mittelft Zählerwerk in preufsifchen oder englifchen 
Cubikfufsen oder in Cubikmetern bis auf 2% genau angibt. 
Das Readlions-, eventuell Flügelrad ilt derartig conllruirt, dafs die Richtig 
keit der Angaben des Meffers von der Gefchwindigkeit und dem Drucke, unter 
welchem fich das Waffer in der Röhrenleitung bewegt, nicht beeinträchtigt 
wird. In England allein waren Anfangs diefes Jahres circa 100.000 Stück bei 
circa 80 Wafferzuführungs-Anllalten in Benützung. Aufserdem find die Siemens- 
fchen Waffermeffer fall in allen mit Wnlferleitungen verfehenen Städten des In- 
und Auslandes eingeführt; fo in Berlin 5500 Stück (meifl von 25 Millimeter 
Rohrweite), in Breslau 1200 Stück u. f. w. 
Die Diredlion der Berliner Wafferwerke äufserte fich über den befproche- 
nen Apparat in folgender Weife : 
1. nehme derfelbe wenig Raum ein und könne daher leicht vor Froft 
gefchützt werden ; 
2. werde die Wafferlieferung durch eine eintretende Fehlerhaftigkeit des 
Meffers nicht unterbrochen, ein Vortheil, welcher bei einer fo grofsen Anzahl von 
im Betriebe befindlichen Meffern nicht gering zu fchätzen fei, und 
3. fei der Preis diefer Apparate im Vergleiche zum Preife anderer Meiler 
von gleicher Leillungsfähigkeit geringer. 
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