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Full text: Alte und Moderne Kunst XIX (1974 / Heft 136 und 137)

 
einstigen Bestandes zu rechnen ist7, liegen für 
barocke Kirchenausstattung wie privaten Kunst- 
besitz der Zeit die Verhältnisse wesentlich gün- 
stiger. Allerdings ist die Lage auch hier sehr 
unterschiedlich. Die an den kirchlichen Zentren 
Oberösterreichs im frühen T7. Jahrhundert vor 
allem van oberbayrischen Meistern aus Weil- 
heim getragene Altarbauwelle ist nur in auf 
Randkirchen abgeschabenen Resten erhalten 
(ehem. Hochaltöre von Kremsmünster und Gar- 
sten in GrünaulAlmtal bzw. in der Spitalskirche 
Eterding), während an Ort und Stelle nur ein 
bedeutendes Altarwerk des Frühbarock, nämlich 
der Hochaltar in Mandsee des Salzburgers Hans 
Waldburger, in situ erhalten ist. Das Werk der 
Brüder Zürn im lnnviertel aus dem zweiten bis 
dritten Viertel des 17. Jahrhunderts ist bereits 
besser überliefert, doch auch hier sind wie bei 
mehreren Altören Thomas Schwanthalers ott nur 
mehr die Figuren auf im 18. Jahrhundert er- 
neuerten Altären erhalten geblieben (z. B. Eit- 
zing, Arnsdorf, Mattighafen: Kot-Nr. "I8, 34, 37). 
lm 18. Jahrhundert restaurierten die Schwantha- 
ler bereits mehrfach Werke ihrer Vorfahren und 
erhielten nur mehr selten Aufträge zu Altar- 
werken, während im_ 19. Jahrhundert der Be- 
stand durch regelmößige, oft erstaunlich subtile 
Ubermalungen renoviert und dem Zeitgeschmack 
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