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MAK

Full text : Alte und Moderne Kunst XX (1975 / Heft 138)

Die Meisenheimer Gruppe

Die überaus problematische Zuschreibung von

96 Planrissen an Anton Pilgram hat in der Folgezeit

 bis heute - natürlich immer unter der Voraussetzung,

 daß diese Zuschreibungen von Bruno

Grimschitz richtig sind - zu großer Verwirrung

in der Forschung geführt.

Es handelt sich dabei um die Planrisse Nr. 68,

Nr. 147, Nr. 238 und Nr. 253 mit Vorzeichnungen

und Planskizzen eines Gewölbes in der Grabkapelle

 der Schloßkirche zu Meisenheim in der

Pfalz. Das völlig einmalige Gewölbeschema ist

ein in seinem Zentrum zweischichtiges Gewölbe.

Zwischen sechs Stichkappen liegt ein (von unten

betrachtet!) höherer Kern mit Maßwerkrippen

(vier Zwillingsfischblasen). Darunter liegt, frei

hängend das Hauptmotiv in Gegenbewegungen

paraphrasierend, ein konkavsphörisches Quadrat

mit vier zentral orientierten Fischblasen, dessen

ebenfalls frei hängende Wandrippen an den

Langseiten überkreuzt sind.

Das Meisenheimer Gewölbe war dem Verfasser,

der sich seit 1949 mit den Querverbindungen

zwischen der schwäbischen und pfälzischen Baukunst

 einerseits und dieser schwäbisch-pfälzischen

 und der österreichischen Gruppe andererseits

 befaßt hat, längst bekannt, als er 1951152

in einen (von Karl Oettinger initiierten) Briefwechsel

 mit Bruno Grimschitz über die „Pilgrarn-Risse"

 eintrat. Dagobert Frey hatte als damaliger

 Herausgeber des „Wiener Jahrbuchs für

Kunstgeschichte" die glückliche Idee, den bereits

erwähnten Beitrag des Verfassers (" Neuentdeckte

 Bauwerke..., a. a. O.) in demselben

Band dieses Jahrbuches zu bringen, in dem auch

Bruno Grimschitz seinen Artikel (m Die Risse

von ..., a. a. O.) veröffentlichte. Der Verfasser

hat damals die Konstruktion des Zeichners Pilgram,

 die der als Experte für Planrisse hochgeschätzte

 Forscher Grimschitz versucht hatte, noch

nicht in Frage gestellt. Andererseits kannte er

sich aber auch nicht zu der Annahme durchringen,

 daß das Gewölbe in der Meisenheimer '

Schloßkirche direkt auf Anton Pilgram zurückgehe.

 Aus diesem Grunde hat der Verfasser in

seinem 1956 erschienenen Band „Deutsche Baukunst"

 das betreffende Meisenheimer Gewölbe

in einer ganzseitigen Bildtafel (" S. 354, Abb.

637) veröffentlicht, um der Forschung einen Anstoß

 zur Lösung dieser Frage zu geben.

In der Folgezeit hat sich dann auch Friedhelm

Wilhelm Fischer bei seinen Vorarbeiten für eine

spätere Dissertation um diesen Problemkreis bemüht

 und hat darüber auch mit dem Verfasser

korrespondiert. In einem Artikel (u Anton Pilgram

 und die Meisenheimer Schloßkirche, Allgemeiner

 Anzeiger, 8. August 1958) hat nun

Fischer zunächst versucht, die Meisenheimer

Schloßkirche direkt mit Pilgram in Verbindung

zu bringen. In einem Briefwechsel mit dem

Doktorvater Fischers, Herrn Prof. Dr. W. Paatz

von der Universität Heidelberg, hat der Verfasser

 der vorliegenden Untersuchung diese Hypothese

 längst vor Erscheinen der Dissertation

Fischers abgelehnt. Als diese Dissertation (n

Friedhelm Wilhelm Fischer, Die spätgotische

Kirchenbaukunst am Mittelrhein, 1410-1520, Heidelberger

 Kunstgeschichtliche Abhandlungen, N.

F. Bcl. 7, 1962) erschien, war Fischer von seiner

ersten Arbeitshypothese wieder abgerückt und

hat einen in Meisenheim erwähnten Meister

Philipp, gen. Hühnermenger, mit der Ausführung

des Meisenheimer Gewölbes in Verbindung zu

bringen versucht.

In einer Veröffentlichung „Baumeister Pilgrams

Spuren in Heilbronn und Wimpfen" (" Stuttgarter

 Zeitung, 3. Dezember 1959) schrieb der

Verfasser - immerhin drei Jahre vor dem Erscheinen

 der Dissertation Fischers - über diesen

1?

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Wien, St. Stephan, Orgelfuß, Untersicht

Riß Nr. 170 der gotischen Planrisse der Wiener

Sammlungen

Riß Nr. 41 der gotischen Planrisse der Wiener

Sammlungen

Schorndarf, Stadtkirche, Marienkapelle, Gewülbe

Riß Nr. 177Rl1 der gotischen Planrisse der Wiener

 Sammlungen

Meisenheim, Schloßkirche, Gewölbe der t

ka elle

Ri Nr. 68 der gotischen Planrisse der Vv

Sammlungen _ V

Riß Nr. 253 der gotischen Planrisse der Vv

Sammlungen
            
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