war natürlich außerhalb ieder Möglich-
Aber es wurde versucht, sie wenigstens
1 dem Geiste der Entstehungszeit entspre-
einzurichten.
liesen Obiekten seien einige hier wegen
ieschichte ihrer Rückkehr angeführt. Denn
Jnterschied von den Ambraser Sammlun-
tie sich größtenteils erhalten haben und
arlagert waren, und den Sammelobiekten
münsters kann man bezüglich der Gegen-
i von höchstem Kunstniveau nur auf die
ndernorts aufgestellten Gefäße - wie im
o Pitti in Florenz und im Kunsthistorischen
m in Wien (davon das meiste in den De-
- hinweisen.
ibenteuerlichsten Weg der wiedergekehr-
egenstände hat bestimmt das große Jagd-
urückgelegt. Seine Größe von 2,48x2,03
i hat es wohl schon im vorigen Jahrhun-
avor bewahrt, als leichte Beute verschleppt
'den. Es verblieb in der „Langen Galerie"
iftes St. Peter. 1938 wollte die Stadtge-
a Salzburg Hermann Göring zum Anlaß
ersten Besuches ein Geschenk machen,
iner bekannten Vorliebe für die Jagd ent-
. Ein Widerspruch St. Peters wäre unmög-
iwesen, und so wurde es als eine Art Ring
lykrates entgeltlos zur Verfügung gestellt.
i war entzückt und ließ das Bild sofort in
seinen bekannten Jagdsitz „Schorfheide" brin-
gen. Das Bild schien für Salzburg verloren. Eine
zufällige Fügung erwirkte es, daß nach Jahren,
als Deutschland auf dem Gipfel seiner kriege-
rischen Erfolge stand, die Verfasserin ein Foto
bei sich hatte, als sie Graf W. Josef Uiberacker,
einen passionierten Jäger und Sammler, traf. Er
erklärte sofort mit Bestimmtheit: „Dieses Bild
wird nach Schloß Sighartstein kommen!" Ein
Jahr später erklärte er „Kontinente kämpfen,
damit dieses Bild in mein Schloß und damit ins
Land Salzburg zurückkehre." Allein die Per-
spektive zu diesem Geschehen schien ungeheuer-
lich. Als T945 der Zusammenbruch des Dritten
Re ches kam, begab sich Graf Uiberacker zum
ins Stift St. Peter zurückgekehrten Abt. Das Stift
war von den nationalsozialistischen Behörden
geräumt worden. Infolge Bombenschöden und
Flüchtlingszustroms bestand für das Kloster die
große Gefahr, van den einmarschierten ameri-
kanischen Truppen beschlagnahmt zu werden, da
ieder sonstige Wohnraum bis zum äußersten be-
legt war. Als nun dem Erzabt der Vorschlag ge-
macht wurde, ihm die so begehrte Tafel „Off
limits" für die Eingangspforte vom höchstkom-
mandiereriden General zu verschaffen, die eine
Besetzung durch Truppen unmöglich machte, zö-
gerte der Abt keinen Augenblick, darauf einzu-
gehen und für diese Besorgung dem Grafen
schriftlich die Besitzüberlassung für das in der
Schorfheide sicher zugrunde gegangene große
Jagdbild zu übergeben. Mit unglaublicher Zähig-
keit und mit Unterstützung der amerikanischen
Behörden, mit Hilfe des Fotos und dank der Grö-
ße des Bildes gelang es Graf Uiberacker, daß es
- bereits in Amerika - dort wiedergefunden wur-
de, obwohl es schon dreimal den Besitzer ge-
wechselt hatte. Die amerikanischen Behörden ver-
anlaßten die Rückführung des ahne Entgelt dem
Stift entzogenen Bildes, das nun wirklich in
Schloß Sighartstein einzog und nach dem Tode
des Grafen durch Kauf wieder in die Abtei zu-
rückkehrte. Da es Erzbischof Max Gandolph in-
mitten seiner Jagdstrecke darstellt, ist es für die
Kunstkommer von besonderer Bedeutung, da er
ihren Bau vollendete (der marmorne Türstock
trägt seine Wappenemblerne) und sicher auch
die Kunstkammerschränke bestellte. Das Bild ist
G. P. List signiert.
Die Rückkehr zweier aus Steinbockhorn geschnitz-
ter Leuchter gelang durch eine Publikation in der
Zeitschrift „alte und moderne kunst" (Heft 58f59f
T962). Ein darin enthaltener Aufsatz über derlei
Schnitzarbeiten wurde in New York gelesen. Der
Besitzer der Leuchter brachte sie nach Salzburg
und bot sie hier zum Kaufe an, wo im 17. und
18. Jahrhundert viele Steinbockhornschnitzer ge-
arbeitet hatten. Die Herkunft dieser hohen Leuch-
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